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Hilfsprojekt auf Hochtouren

„Marafiki wa Afrika – Freunde für Afrika“: Unterstützung aus Südostbayern für Projekte in Tansania

Eine neue Station zum Händewaschen gibt es mit Unterstützung des Vereins „Marafiki wa Afrika – Freunde für Afrika“an der Baramba School in Tansania.
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Eine neue Station zum Händewaschen gibt es mit Unterstützung des Vereins „Marafiki wa Afrika – Freunde für Afrika“an der Baramba School in Tansania.

Auf Hochtouren laufen die kulturellen und sozialen Projekte des in ganz Oberbayern verwurzelten Vereins „Marafiki wa Afrika – Freunde für Afrika“. Immer wieder beteiligen sich auch Mitglieder aus der Region Wasserburg/Trostberg/Garching/Obing an seinen Aktionen in Tansania.

Wasserburg/Halfing/Höslwang/Obing – Die letzte Präsenzveranstaltung des Vereins „Marafiki wa Afrika – Freunde für Afrika“ war Corona bedingt die Vollversammlung im Januar letzten Jahres. Trotzdem ist seitdem allerhand geschehen. Der Verein blickt zurück:

Am 17. März 2020 wurden auch in Tansania alle Schulen und Kindergärten geschlossen, darunter auch mancher Vereinspartner, wie der Montessori-Kindergarten von Aprofi, die Baramba Girls Secondary School von Marafiki wa Afrika Tansania (MAT) und die Mavuno Girls Secondary School.

Die 3 Volunteers des Vereins brachen damals ihren Aufenthalt ab und kamen zum Teil mit dem letzten Flieger auf der Strecke wohlbehalten nach Deutschland zurück.

Wissen über Corona – in Afrika noch diffus

Das Wissen über den Corona-Virus, über den Weg der Ansteckung und die Symptome der Krankheit seien in Afrika nach wie vor relativ diffus, so Vereinssprecherin Sabine Willisch. „Seit Januar 2021 erreichen uns nun vermehrt Nachrichten, dass Menschen in den Dörfern erkranken und aufgrund fehlender medizinischer Möglichkeiten auch sterben. Wir befürchten die Verbreitung einer Variante“, führt sie aus.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Menschen seien enorm. „War von der Pandemie schon wenig Geld in Umlauf, so ist es jetzt noch weniger. Viele Menschen haben ihre Arbeit verloren. Die Preise für Lebensmittel sind drastisch gestiegen und die einfache Bevölkerung kann sich diese kaum noch leisten“, so der Verein.

Im vergangenen Jahr einen Maistrockner gebaut

Trotzdem gibt es auch Positives zu berichten: Der Vorstand tagte vom1.Lockdown an im 3-wöchigen Rhythmus online, so oft und intensiv wie noch nie in seiner über 25-jährigen Vereinsgeschichte. Der Kontakt nach Tansania läuft – außer durch Volunteers und Besuche – seit Jahren schon digital, das heißt, diese Kanäle wurden 2020 auch weiterhin fleißig und sogar noch intensiver bedient.

Das seit langen Jahren unterstützte Projekt Aprovi hat 2020 den Maistrockner gebaut, berichtet Willisch weiter. Die finanzielle Unterstützung dieses Vorhabens war im Januar auf der Vollversammlung beschlossen worden. So konnte nun der Mais der Bauern in 2020 mit einer optimalen Lagerfeuchte eingelagert werden. Diese Tage soll nun mit dem Verkauf begonnen werden.

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Der Vorschulkindergarten von Aprovi bekommt eine neue Kindergartenküche. Durch den großzügigen Zuschuss der online-Vollversammlung im Februar 2021 kann der Bau bald beginnen. Mavuno hat den Bau des Waisenhauses abgeschlossen – gefördert durch „Marafiki wa Afrika“ und das BMZ.

An der Baramba Girls Secondary School (Träger: Marafiki wa Afrika Tanzania -MAT) haben alle Schülerinnen ihren Abschluss geschafft. Trotzdem kämpft die Schule mit sinkenden Zahlen, denn die Eltern können sich die Internatsschule kaum noch leisten.

Durch Bildung der Corona-Krise entgegensteuern

Das große Problem bleibt: Im Lockdown konnten die Gehälter nicht mehr gezahlt werden und so hat „Marafiki“ erfolgreich bei den eigenen Mitgliedern und der erweiterten „Marafiki-Familie“ mit dem Programm „teachers for teachers“ eine Gehaltsunterstützung für die Lehrer auf die Beine gestellt. Die Eltern der Schülerinnen wurden ab Weihnachten 2019 mit dem Programm „Ein Stück Zukunft“ unterstützt, die Schulgelder zahlen zu können.

Eines ist sicher, so der Verein: Die Auswirkungen der Corona-Krise sind in den Ländern des globalen Südens noch nicht in Gänze abschätzbar, werden aber noch viel gravierender werden, wenn nicht durch Bildung gegengesteuert wird.

Weiterhin läuft deshalb auch das Bildungspatenprogramm des Vereins, durch das vor allem Kinder und Jugendliche, die oft Halb-Waisen oder Waisen sind, bei ihrem Schulabschluss unterstützt werden.

www.marafiki.de.

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