Der Mann aus dem Böhmerwald liebt Schnaitsee und Teneriffa

Wolfgang Weber feiert zusammen mit seiner Frau Christa seinen 90. Geburtstag. RE

Schnaitsee –. Bei guter Gesundheit feierte Wolfgang Weber am Josefitag, 19. März, seinen 90.

Geburtstag. Aufgrund der Ausgangsbeschränkung kamen fast alle Glückwünsche per Telefon, vor allem die vielen Berg- und Tennisfreunde gratulierten ihm auf diesem Wege. Persönlich besuchten Herbert Ober und Lenz Spreigl vom Männerverein und Tennisclub-Vorsitzender Stefan Reinthaler den Jubilar – mit Sicherheitsabstand. Bürgermeister Thomas Schmidinger will den geschätzten Mitbürger besuchen, sobald es erlaubt ist. Vor 30 Jahren haben sich Wolfgang und Christa Weber eine Wohnung in der Kirchensurer Straße gekauft. Aus der Dorfgemeinschaft sind sie mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Weber gehört nach wie vor dem Tennisclub, dem Männerverein und dem Heimatverein an. Zusammen mit seiner Frau besucht er die Veranstaltungen des Gartenbauvereins. So unbeschwert wie jetzt war das Leben des Jubilars aber nicht immer. 1930 kam er in Neumark im Böhmerwald zur Welt. Später lebte er mit seiner Familie im sudetendeutschen Neubäu. „Mein Heimatdorf im Grenzgebiet zu Bayern wurde ‚geschliffen‘, das heißt dem Erdboden gleichgemacht“, erzählte Weber. 1939 musste sein Vater in den Krieg, in dem er 1943 fiel. Vor zehn Jahren haben sich Weber und seine Frau den Wunsch erfüllt, das Grab von Webers Vater bei der Halbinsel Krim zu besuchen. Nach der Vertreibung kam Weber mit seiner Familie nach Freiham bei Wasserburg. Er erlernte in Griesstätt das Schlosserhandwerk und schloss danach ein Maschinenbaustudium am Polytechnikum in München ab. Bei Kraus-Maffey baute er Diesellokomotiven, die heute noch sein großes Hobby sind. Weber heiratete 1956 seine erste Frau und wohnte mit ihr zusammen in Wasserburg, bis sie im Jahr 1987 verstarb. Zu dieser Zeit arbeitete er als Dozent im Berufsförderungswerk Kirchseeon. Dort lernte er seine jetzige Frau Christa Scholtes, die aus Schlesien stammt, kennen. 1992 gaben sie sich in Schnaitsee das Ja-Wort.

Das Paar ist oft in den Bergen unterwegs, liebt das Wandern und das Radfahren aber auch in ihrer jetzigen Heimat Schnaitsee, in der sie sich sehr wohl fühlen. Auch das siebenwöchige Überwintern auf Teneriffa hat das Paar zur Tradition gemacht. „In unserem Alter, meine Frau Christa ist 87, mögen wir den Winter nicht mehr so gerne und entfliehen der Kälte.“ ju

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