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„Die Schule lebt davon“

„Man muss flexibel sein“ – Austausch am Garser Gymnasium läuft wieder trotz Corona

Das Gymnasium Gars hat wieder Austauschprogramme, Organisatoren und Teilnehmer sind (von links): Patricia Rabillard, Vanessa Chapin, Chloé Mandin, Lalie Chantreau, Julia Niederbauer (7d), Cotentin Capo, Elias Wetzel (8b), Eva-Maria Göbel und Julian Zwirglmaier.
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Das Gymnasium Gars hat wieder Austauschprogramme, Organisatoren und Teilnehmer sind (von links): Patricia Rabillard, Vanessa Chapin, Chloé Mandin, Lalie Chantreau, Julia Niederbauer (7d), Cotentin Capo, Elias Wetzel (8b), Eva-Maria Göbel und Julian Zwirglmaier.
  • Sophia Huber
    VonSophia Huber
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Normalität kehrt langsam auch an die Schulen zurück, so auch am Gymnasium Gars. Hier fand Anfang April das erste Austauschprogramm nach zwei Jahren Pandemie statt. Doch trotz der Lockerungen, einfach ist die internationale Zusammenarbeit immer noch nicht.

Gars – „Man muss sehr flexibel sein“, erklärt Eva-Maria Göbel, Französischlehrerin und Organisatorin des Austausches. „Es ist nicht mehr so, dass das Programm im November organisiert wird und dann steht.“

Im Gegenteil: Bis zum Samstag vor der Anreise sei nicht klar gewesen, welche Aktivitäten für die Schüler tatsächlich möglich gemacht werden könnten. „Es war also bis zu letzten Minute unklar.“

Man habe sich vor allem für Besuche im Freien entschieden, erklärt Marie Bluteau, die die Organisation auf französischer Seite übernahm. In Deutschland würden beispielsweise das Schloss Herrenchiemsee und die Stadt München besucht. Eben alles, was auch in der Pandemie sicher ist.

Teilnahmebedingung: Die Corona-Impfung

Auch andere Maßnahmen haben die beiden Schulen ergriffen. „Als Teilnahmebedingungen müssen die Schüler geimpft sein“, erklärt Göbel. Während des Austausches sollten alle Jugendlichen – trotz der Lockerungen – Masken tragen. „Auch um die Eltern zu schützen.“ Mit denen stünde das Gymnasium mehr in Kontakt als in vorherigen Austauschprogrammen. „Wir gehen davon aus, dass die Schüler sich anstecken, wenn die Eltern positiv sind“, erklärt Bluteau, deshalb sei ein ständiger Austausch mit den Eltern wichtig, um sicherzustellen, dass die ganze Familie weiterhin gesund sei. „Sollte sich das ändern, dann müssen sie zuhause bleiben.“ Eine Sicherheitsvorkehrung, die ebenfalls über die geltenden Coronaregeln hinausgeht.

Eine Schülerin musste zuhause bleiben

Doch selbst mit diesen Maßnahmen, könne der reibungslose Ablauf nicht garantiert werden, gibt Göbel zu. 23 Garser Schüler sollten nach Frankreich fahren, eine Jugendliche musste aber zuhause bleiben. „Sie war leider positiv.“ Auch bei den Lehrern musste einiges verändert werden, so konnte Bluteau aufgrund eines familiären Notfalls nicht selbst nach Deutschland fahren, stattdessen musste die Englischlehrerin Cloé Mandin einspringen.

Neben Corona erschweren aber auch die steigenden Preise den Austausch. „Durch die Dieselpreise haben sich bei uns die Kosten praktisch verdoppelt“, erklärt Göbl. Sie sei sehr dankbar, dass sie dabei auf verständnisvolle Eltern gestoßen sei, die bereit waren, die extra Kosten zu übernehmen.

Kulturschock gehört dazu

Trotzdem stünde fest, es sei alles nicht ganz einfach. Aber: „Es lohnt sich“, hält Göbel fest. „Die Schüler werden autonom, der kulturelle Austausch ist wichtig und auch der ein oder andere Kulturschock gehört dazu.“ So seien die deutschen Jugendlichen sehr schockiert darüber gewesen, dass es in Frankreich keine Pausenbrote gebe, erzählt Bluteau schmunzelnd. „Bei uns wird dreimal am Tag richtig gegessen“, setzt Bluteau hinzu. „Aber sie werden es überleben.“

Für Cotentin Capo hat sich der Aufenthalt in Deutschland auf jeden Fall gelohnt. „Ich war sehr nervös und gehemmt am Anfang“, sagt er. Bei vielem habe er auf Englisch nachgefragt, statt auf Deutsch. Das werde aber besser. Vanessa Chapin war weniger nervös. „Erst als wir am Parkplatz ankamen“ sagt sie.

Vorerst kein Programm in Übersee

Für die Garser Schülerin Julia Niederbauer ist es einfach eine schöne Erfahrung „wieder mal andere da zu haben.“ Diesen Eindruck hat auch Göbel. „Die Schule lebt davon“, sagt sie. Es sei spannend und toll, wieder Gäste begrüßen zu dürfen.

Im Mai sei deshalb schon der nächste Austausch geplant, wieder mit Frankreich. Vorerst sollen die Programme auch im europäischen Rahmen bleiben. „Der Austausch mit Übersee steht noch hinten an“, so Göbel. Hier sei der Organisationsaufwand in Corona-Zeiten einfach zu groß.

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