Maitenbether Kindergarten macht sich bereit für den Einzug

Das wird einmal einer der beiden Bewegungsräume für insgesamt 165 Kinder.
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Das wird einmal einer der beiden Bewegungsräume für insgesamt 165 Kinder.

Der Ausbau des Maitenbether Kindergartenanbaus geht in die Endrunde, Anfang September soll alles bezugsfertig sein. Ist alles fertig, ist die Einrichtung mit 165 Kindern eine der größten dieser Art im Landkreis Mühldorf.

Maitenbeth – Bei einem Termin vor Ort tauschten sich Bürgermeister Thomas Stark, Architekt Rainer Hobmaier und Marion Loibl vom Kindergarten aus. Derzeit steht der Trockenbau an, die Maler kommen, Böden sind zu verlegen und Möbel einzubauen. Darunter befindet sich die Küche mit eingebauten Extras, die es kleinen Menschen ermöglicht, mitzukochen, freut sich der Architekt.

Offene, großzügige Räume

Überhaupt habe die Gemeinde keinen reinen Zweckbau im Sinn gehabt, sondern das bisherige Konzept weitergeführt. Das bedeute möglichst offene und großzügige Räume, die als Erfahrung den Horizont der Kinder erweitern. In der Vision Hobmaiers sollen diese wichtigen, frühen Jahre im Leben der Kinder von Abwechslung, offenen Grenzen, Abenteuerlust und einer gewissen Großzügigkeit geprägt sein. Verwirklicht wird das mit unterschiedlich ausgebildeten Räumen und auch einmal höheren Decken bis hin zur Galerie. Dazu passen große Glasscheiben, auf denen der Ausblick auf Fensterbänken genossen werden kann, und ein Vordach als Übergang ins Freie. Dieses Konzept der Abwechslung führe man im Außenbereich fort, indem man die vorherrschende hügelige Moränenlandschaft nachbilde.

All das werde durch natürliche Baumaterialien unterstützt, was der Fachmann auch begründet. Denn vieles werde einerseits einfacher in der Verarbeitung, etwa der Putz,sei jedoch andererseits komplexer aufgebaut und beinhalte Stoffe, die mit der Zeit austreten können, erklärt Hobmaier.

Außerdem denke man an die 22 Beschäftigten und habe daher eine Akustikdecke eingebaut, die den Lärmpegel erheblich senke.

Mehrkosten von 20 Prozent

Miteinander ergeben sich Mehrkosten von 20 Prozent, schätzt Hobmaier. Doch „das rechnet sich“, ist er überzeugt. Denn diese Materialien halten länger. Das bekräftigt auch Bürgermeister Thomas Stark. Der Gemeinderat habe sich ausgiebig damit befasst und sei zu diesem Ergebnis gelangt.

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Probleme gab es in der Bauzeit mit einem Wassereinbruch. Luftmessungen kontrollieren derzeit die Feuchtigkeit. Hinzu kam, dass man zuerst niemanden fand, um den Putz aufzubringen, da die Firmen ausgebucht waren. Mit Überredungskunst ließ sich aber auch dieses Problem lösen.

Im Anbau sind die beiden Krippenräume mit Schlafräumen und Küche untergebracht. Hinzu kommen Fachräume für Einzelbetreuung und Personalräume.

112 Plätze im Kindergarten

Insgesamt verfügt der Kindergarten dann über 112 Plätze, die Krippe hat 30 und der Hort 23. Es gibt zwei Bewegungsräume. In einer gemeinsamen Mensa wird zeitversetzt gegessen. Wichtig ist der gegenseitige Austausch der Kinder untereinander von den Kleinen zu hin zu den größeren Hortkindern. Zeitgleich wurde der Brandschutz im Altbau modernisiert. Ein Tag der offenen Tür ist gepalnt, versprach der Bürgermeister. Wegen Corona steht der Termin noch nicht fest. kg

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