Maitenbether Gemeinderat diskutiert: Werden Auswärtige benachteiligt?

  • vonKarlheinz Günster
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Werden Auswärtige benachteiligt oder nicht, wenn es um Vergaben durch die Verwaltung geht? Mit der Frage befasste sich der Maitenbether Gemeinderat in seiner öffentlichen Sitzung, als es um die überörtliche Rechnungsprüfung der vergangenen Jahre durch das Landratsamt ging.

Maitenbeth – Geprüft wurden die Jahre 2016 bis 2018. Dabei fiel auf, dass etwa bei manchen Investitionen kein zweites Angebot vorgelegen habe. Das betraf einmal die beiden Beamer mit Leinwand in der Alten Post, dann einen Küchenschrank in der Mehrzweckhalle und Arbeiten für die geplante Chronik. Ja, es habe bei den Beamern kein weiteres Angebot gegeben, das wolle man künftig berücksichtigen, schlug Bürgermeister Thomas Stark (Bürgerliste) als Beschluss vor.

Zum Küchenschrank in der Mehrzweckhalle hieß es zur Begründung, die Anschaffung sei im Zusammenhang mit weiteren entschieden worden. Die Frage, ob es Bedarf für einen Ausbau der Küche für die Vereine gibt, hatte Gemeinderat Georg Kirchmaier (Bürgerliste) gestellt, auch weil aufgrund der geringen derzeitigen Nutzung die Gelegenheit für Bauarbeiten günstig sei.

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Bei der Chronik stimme der Vorwurf auch, doch sei das Angebot ohnehin nicht zum Zug gekommen. Hier benötige man ein Neues, sollte das Thema wieder aktuell werden, fasste Bürgermeister Stark die Situation zusammen. Eine weitere Anmerkung betraf die Vergabe von gemeindlichen Grundstücken. Ein auswärtiger Bewerber sei dabei benachteiligt worden, hieß es im Prüfbericht. „Nein, das ist nicht richtig“, wusste der Bürgermeister, denn dieser Interessent habe ein Grundstück in einer anderen Straße erhalten. Das veranlasste Gemeinderat Georg Kirchmaier (Bürgerliste) zu der Bemerkung, die Vergabe dieser Grundstücke mit „mehr Transparenz“ durchzuführen. Man müsse sowieso über das Vergabemodell sprechen, kündigte der Bürgermeister an, er habe dabei ein Punktemodell im Blick, teilte er den Gemeinderäten weiter mit. Die Beschlüsse zu den Kritikpunkten, die bei der Rechnungsprüfung aufgefallen waren, fielen im Gemeinderat Maitenbeth einstimmig.

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