Nachruf

Maitenbeth trauert um Michael Bräustetter: Im Alter von 70 Jahren überraschend verstorben

Beliebt, engagiert, hilfsbereit: Michael Bräustetters plötzlicher Tod löste in Maitenbeth und Umgebung große Bestürzung aus.
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Beliebt, engagiert, hilfsbereit: Michael Bräustetters plötzlicher Tod löste in Maitenbeth und Umgebung große Bestürzung aus.
  • vonLorenz Richterstetter
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Mit Fassungslosigkeit, Bestürzung und großer Trauer wurde die Nachricht über den Tod von Michael Bräustetter in und um Maitenbeth aufgenommen. Er wurde im Alter von 70 Jahren plötzlich und völlig unerwartet aus dem Leben gerissen.

Maitenbeth – Michael Bräustetter fand jetzt auf dem Kirchenfriedhof seine letzte Ruhestätte. Der Verstorbene war ein überall äußerst beliebter und geselliger Mensch, der ehrenamtlich über viele Jahre das Gemeindeleben aktiv mitgestaltet hat. Pater Jan vom Pfarrverband Haag zelebrierte den Seelengottesdienst, musikalisch und gesanglich würdevoll umrahmt von Barbara Glück.

Michael Bräustetter wurde am 16. September 1950 in Löffelmoos als jüngstes Kind auf dem elterlichen Bauernhof geboren und wuchs dort mit einem Bruder und zwei Schwestern auf. Von der Grundschule Maitenbeth wechselte er ins Luitpold-Gymnasium nach Wasserburg und machte dort 1972 sein Abitur. Nach dem Grundwehrdienst studierte er an der Fachhochschule in München Fahrzeugtechnik und arbeitete anschließend von 1978 bis zu seinem Renteneintritt im Jahre 2013 mit Hingabe als Kfz-Sachverständiger bei der Firma Dekra in Rosenheim.

Im Jahr 1979 heiratete er seine Frau Gaby. Zusammen erweiterten und renovierten sie mit viel Eigenleistung ihr Haus in Marsmeier, in dem sie seit 1980 gemeinsam wohnten. 1982 wurde Sohn Michael geboren, vier Jahre später kam Tochter Andrea auf die Welt. Michael Bräustetter war stets ein äußerst hilfsbereiter Mensch und half aufgrund seines handwerklichen Geschicks und seiner bestens ausgestatteten Werkstatt sowohl in der Familie als auch bei Freunden und Verwandten immer aus, wenn Not am Mann war.

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In Maitenbeth war Michael Bräustetter nicht nur sehr bekannt, sondern auch sehr engagiert. Von 1990 bis 2008 war er Mitglied im Gemeinderat, davon von 2000 bis 2008 als zweiter Bürgermeister. Von 1985 bis 1988 saß er im Aufsichtsrat der ehemaligen Raiffeisenbank Maitenbeth und über viele Jahre als Kassier in der Vorstandschaft der Krieger- und Soldatenkameradschaft.

In jungen Jahren spielte er leidenschaftlich Theater, war begeisterter Fußballer und ambitionierter Skifahrer. Doch nichts begeisterte ihn so sehr wie Volleyball, ein Sport, den er jahrzehntelang im Verein betrieb. Anschließend saß er immer gerne mit seinen Freunden gemütlich beisammen.

Im Rentenalter unternahm er viele Radtouren und liebte längere Spaziergänge. Er erfüllte sich mit einem eigenen Wohnmobil einen Lebenstraum und reiste zusammen mit seiner Frau zuletzt quer durch Europa. Am 19. Januar wurde er nach Komplikationen bei einer Operation völlig unerwartet aus dem Leben gerissen.

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