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Maitenbeth trauert um Katharina Willnhammer

Katharina Willnhammer.
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Katharina Willnhammer.
  • VonLorenz Richterstetter
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Gesanglich und musikalisch begleitet von Leni und Sarah Fichtner fand Katharina Willnhammer auf dem Maitenbether Gemeindefriedhof ihre letzte Ruhestätte. Sie war ein fürsorglicher, positiv denkender und geselliger Mensch. Kathi Willnhammer verstarb im Alter von 87 Jahren.

Maitenbeth – Gesanglich und musikalisch begleitet von Leni und Sarah Fichtner fand Katharina Willnhammer auf dem Maitenbether Gemeindefriedhof im Beisein des engsten Familienkreises ihre letzte Ruhestätte. Sie war ein überaus fürsorglicher, positiv denkender und stets geselliger Mensch. Kathi Willnhammer verstarb im Alter von 87 Jahren.

Kathi Willnhammer, geborene Wimmer, wurde als drittes von sieben Kindern am 16. Februar 1934 auf dem Hamberger-Hof bei Kirchdorf geboren, verbrachte dort eine glückliche Kindheit und ging ab dem sechsten Lebensjahr jeden Tag zu Fuß in die Schule nach Kirchdorf. Zwei Dinge aus dieser Zeit konnte sie ihr ganzes Leben lang nicht vergessen: die immer wieder einsetzenden Luftangriffe mit Beginn des Zweiten Weltkrieges während der Schule und ein Blitzeinschlag, der das elterliche Anwesen zerstörte.

In Kirchdorf absolvierte sie eine Lehre zur Damenschneiderin und fand anschließend eine Arbeitsstelle in Wasserburg. „Ich habe meine Berufswahl nie bereut, denn so konnte ich mir die neueste Mode immer selbst anfertigen“, erzählte sie oft.

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Auch als Tupper-Beraterin aktiv

Die Schneiderei hat Kathi Willnhammer über viele Jahre begleitet. Als die Kinder noch klein waren, stand sie oft schon um 2 Uhr morgens auf, um mit der Arbeit fertig zu sein, bevor alle aufwachten. Wie viele Dirndl-Kleider sie in ihren Leben genäht hat, weiß sie nicht mehr, hat sie oft gesagt. Sie war auch 35 Jahre als Tupper-Beraterin unterwegs und genoss den Kontakt mit anderen Menschen und die daraus entstandenen Freundschaften.

1955 lernte sie Georg Willnhammer aus Maitenbeth auf dem Fußballplatz kennen und heirate ihn. Das Paar errichtete in der heutiger Hauserstraße ein Eigenheim, in dem dann die vier Kinder Georg, Albert, Heidi und Bernhard zur Welt kamen. Waltraut und Heinz fanden über viele Jahre Aufnahme als Pflegekinder. An ihren acht Enkeln und drei Urenkel hatte die Verstorbene immer große Freude.

Lebensabend genossen

Sie genoss es sehr, ihre gesamte Familie um sich zu haben und konnte so trotz hohen Alters und zunehmender körperlicher Schwächen ihren Lebensabend genießen.

Kathi Willnhammer beteiligte sich aktiv am Vereinsleben des FC Maitenbeth und der Alpenblickschützen. Beim FCM nahm sie lange Zeit an der Damengymnastik teil. Die Schützen unterstützte sie tatkräftig beim Nähen von 40 Dirndlkleidern. Sie beteiligte sich stets aktiv am Faschingsgeschehen, besuchte viele Flohmärkte und unternahm gerne Ausflüge mit der Familie oder mit dem Gartenbauverein.

Im Jahr 2000 verstarb ihr Ehemann Georg, um den sie sich mehrere Jahre fürsorglich und aufopferungsvoll gekümmert hatte.

Fleißige Kirchgängerin

Kathi Wllnhammer war auch ein überaus gläubiger Mensch. Solange sie gut zu Fuß war, besuchte sie an Sonn- und Feiertagen regelmäßig den Gottesdienst. Erst als ihr das Gehen im Laufe der Jahre zunehmend schwerer fiel, aber zuletzt auch eingeschränkt durch die Corona-Maßnahmen, musste sie immer mehr Zeit zu Hause verbringen – mit Zeitung lesen, dem Haushalt und in ihrem geliebten Garten. Die sozialen Kontakte fehlten ihr jedoch sehr.

Am 23. März schlief sie nach kurzer, schwerer Krankheit im Krankenhaus Ebersberg friedlich ein.

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