Maitenbeth setzt beim Breitbandausbau auf bessere Förderung

Maitenbeth will von neuen Förderprogrammen zum Breitbandausbau profitieren.
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Maitenbeth will von neuen Förderprogrammen zum Breitbandausbau profitieren.

Abwarten oder anfangen? Der Maitenbether Gemeinderat entschied sich für Ersteres, als es um den Breitbandausbau nach der neuen Gigabit-Förderrichtlinie ging.

Maitenbeth – Paul Roither vom Ingenieurbüro Corwese stellte die neuen Bedingungen der staatlichen Unterstützung vor. War bei den letzten Förderprogrammen eine Geschwindigkeit von 30 Megabit in der Sekunde das Ziel, habe sich das abermals erhöht, diesmal auf ein Gigabit, also 1000 Megabit in der Sekunde. 30 Megabit „müsste“, so Roither, mittlerweile jeder Anschluss im Gemeindegebiet erreichen, der Ausbau dazu sei abgeschlossen. Für die neue Initiative gebe es eine sogenannte Aufgreifschwelle, die bei 100 Megabit für private Haushalte und 200 Megabit für gewerbliche Nutzung liege. Was darunter liege, sei förderfähig.

Das sei auch für das Homeoffice interessant, erklärte er auf Nachfrage der Gemeinderäte, denn das Arbeiten zuhause nehme beständig zu.

Unterschiedlich seien dabei die Fördersätze im Vergleich zu Stadt und Land, stellte er vor. Im Landkreis Mühldorf gebe es grundsätzlich einem Zuschuss von 90 Prozent. Hinzu käme neben weiteren Kriterien eine Zuwendung von etwa 9000 Euro, sollte das Anwesen unter 30 Megabit in der Sekunde verfügen und noch einmal 1000 Euro für die Zusammenarbeit zwischen zwei Gemeinden sowie Härtefallregelungen entsprechend der Finanzkraft der jeweiligen Gemeinde, bezogen auf die vergangenen fünf Jahre.

Für Maitenbeth hatte der Ingenieur eine Modellrechnung dabei. Die ging von 100 Anschlüssen aus, deren Deckungslücke 1,5 Millionen Euro betrage. Im ersten Schritt seien die Bandbreiten und damit der Bedarf zu ermitteln, dann sollten Telekommunikationsunternehmen mitteilen, ob sie selbstständig einen Ausbau vornehmen oder auf die Fördermittel setzen.

In sechsbis zwölf Monaten

Absehbar sei aber auch eine Initiative des Bundes, dessen Förderprogramme „bisher immer etwas besser waren als die des Landes“, weshalb der Fachmann empfahl, abzuwarten. Er rechnet, dass die Programme in sechs bis zwölf Monaten aufgelegt würden. Der Rat war einstimmig dafür, so lange abzuwarten. Karlheinz Günster

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