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Nach nur eineinhalb Jahren im Amt

„Wasserburg hat so viel zu bieten“ – Warum hört die Kreisheimatpflegerin trotzdem auf?

Auf neuen beruflichen Wegen: Magdalena März, ehemals Kreisheimatpflegerin in Wasserburg, arbeitet jetzt im Landesamt für Denkmalpflege.
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Auf neuen beruflichen Wegen: Magdalena März, ehemals Kreisheimatpflegerin in Wasserburg, arbeitet jetzt im Landesamt für Denkmalpflege.
  • Winfried Weithofer
    VonWinfried Weithofer
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Nach nur eineinhalb Jahren gibt Magdalena März den Posten als Kreisheimatpflegerin für Wasserburg und Umgebung wieder auf. Das tue sie schweren Herzens, sagt die 34-Jährige.

Wasserburg – Beim Landesamt für Denkmalpflege in München habe sie einen Traumjob bekommen: „Beiden Aufgaben in angemessener Weise zu entsprechen, lässt sich leider zeitlich nicht unter einen Hut bringen.

Ohnehin weist allein Wasserburg eine kulturhistorische Dichte auf, die eine eigene Stelle leicht rechtfertigen würde.“

Corona hat die Arbeit stark beeinträchtigt

Im Gespräch mit der Wasserburger Zeitung und ovb- online bedauert sie, dass ihre Entfaltungsmöglichkeiten in und um Wasserburg wegen Corona beschränkt geblieben seien.

„Ich habe versucht, so viel zu machen, wie es irgendwie ging. Aktivitäten mit Publikum konnte es aber nicht geben.“ Projekte wie zum Beispiel das Anlegen von Kulturpfaden waren auf Eis gelegt, die Einflussnahme auf Straßenbaumaßnahmen gebremst. „Gleichwohl zeigte sich bei Belangen überregionaler Ausrichtung das zukunftsweisende Potenzial der Heimatpflege jenseits der Klischeevorstellung von pensionierten Geschichtslehrern“, stellt sie rückblickend fest.

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Dem Heimatverein will März treu bleiben, bei Veranstaltungen weiter mitwirken: „Corona hat mir erneut und verstärkt vor Augen geführt, wie wertvoll Kontakt und Austausch auf fachlicher wie persönlicher Ebene sind. Das möchte ich auf jeden Fall beibehalten und engagiere mich, wo immer ich kann.“

Die Frage der Nachfolge ist noch offen. Wichtig ist die Besetzung des Kreisheimatpfleger-Postens in ihren Augen auf jeden Fall: „Wasserburg hat ja so viel zu bieten.“

Von jeher einen Job in der Denkmalpflege angestrebt

März hat Kunstgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München studiert und sich auf Architekturgeschichte spezialisiert – mit besonderem Augenmerk auf das späte Mittelalter. Als Stipendiatin der Hanns-Seidel-Stiftung promoviert sie über politische Architektur am Beispiel der Burg Burghausen. Mit ihrem neuen Job in der Denkmalpflege ist sie glücklich: „Das war von jeher mein Berufsziel.“

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Dabei kommt es ihr darauf an, den Gesamtkontext eines Gebäudes zu erfassen. „Ich will die Person sein, die entscheidet, warum sich eine Erhaltung lohnt. Aus dieser Zielsetzung habe ich mich ja auch auf Kunstgeschichte konzentriert.“ Als sie erfuhr, dass das Landesamt eine entsprechende Stelle ausgeschrieben hat, habe sie sich sofort dafür beworben. Dass es gleich auf Anhieb geklappt hat, sieht sie als gutes Vorzeichen.

Lieblingsobjekt ist Burg Megling

Seit dem 1. September ist sie Gebietsreferentin für Mühldorf, Ebersberg, Erding, Freising und Fürstenfeldbruck – Landkreise, die sie nun regelmäßig besucht. Gefragt ist ihre Expertise bei Maßnahmen aller Art an Baudenkmälern.

An Arbeit herrscht also kein Mangel. Eines ihrer Lieblingsobjekte ist aktuell die Burg Megling bei Gars, auch bekannt als „Stampfl-Schlössl“ , wo Sanierungsmaßnahmen geplant sind. „Das Schöne an dem Job ist: Es wird nie langweilig, denn kein Fall gleicht dem anderen.“

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