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Gemeinderat stimmt Namensnutzung zu

London Dry aus Oberbayern: Der Isen-Gin kommt

Benedikt und Siglinde Pointner stellen den Gemeinderäten und Bürgermeisterin Irmgard Hibler (rechts) ihren Gin vor. Im Hintergrund ist ein Entwurf des Flaschenetiketts mit der Eirene zu sehen.
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Benedikt und Siglinde Pointner stellen den Gemeinderäten und Bürgermeisterin Irmgard Hibler (rechts) ihren Gin vor. Im Hintergrund ist ein Entwurf des Flaschenetiketts mit der Eirene zu sehen.

Isen als Genussmittel – das ist die richtige Methode, um den Ort in aller Munde zu bringen, findet der Gemeinderat. Eine Brennerei hatte den Antrag gestellt, den Ortsnamen für eines ihrer Produkte zu verwenden.

Isen – Die Brennerei Pointner Edelbrände aus Pemmering stellte den Antrag, ihrem neuen Gin den Namen „Isen Gin“ zu geben. Da die Namensrechte bei der Gemeinde liegen, hatte das Unternehmen offiziell angefragt, ob es „Isen“ als orts- und flussbezogenen Namen verwenden darf.

Ein „London dry“ mit Fichtentrieben

Seit über einem Jahr feilen die Brennerei-Betreiber Benedikt und Siglinde Pointner an einem Gin. Dazu gehört auch, ein gutes Rezept zu entwickeln, eine passende Flasche zu finden und ein ansprechendes Etikett zu entwerfen. Auf dem Etikett soll auch die Friedensgöttin Eirene abgebildet werden, die, als Kunstwerk geschaffen von dem gebürtigen Isener Max Heilmaier, ein prägendes Bild auf dem alten Rathaus in Isen darstellt.

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Der Isen Gin ist nach Angaben der Macher ein London Dry Gin in Bio-Qualität. London Dry gilt die Qualitätsstufe von Gin mit den stengsten Anforderungen an den Herstellungsprozess. Dabei werden als Zutaten hochprozentiger neutraler Alkohol, Wacholder und verschiedene Botanicals – das können Gewürze, Wurzeln, Früchte oder Blüten sein – verwendet. Diese werden angesetzt und destilliert. Beim London Dry Gin darf kein Zucker zugesetzt werden. Der Isen Gin enthält noch junge Fichtentriebe aus dem Gemeindegebiet, wurde im Rat bekannt.

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Pointners begründen ihre Namenswahl „Isen Gin“ so: „Gins haben gewöhnlich einen besonderen Namen. In unserem Fall wollen wir die geographische Herkunft herausstellen. Wir wohnen und betreiben in der Gemeinde unsere Brennerei und engagieren uns für die Gemeinde.“ Schon im Jahr 2018 sei durch das Bemühen der beiden Brenner die Region mit Namen Oberes Isental als Genussort von der Qualitätsoffensive für landwirtschaftliche Produkte des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums ausgezeichnet worden.

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Bei den Gemeinderäten stieß die Anfrage auf offene Ohren. Die Zustimmung wurde einstimmig erteilt. Der „Isen Gin“ soll voraussichtlich noch heuer in den Verkauf gehen.

Die Brennerei Poitner

Die Brennerei wird von Benedikt und Siglinde Pointner betrieben. Was vor zwölf Jahren mit der Destillierung von Obst begann, ist mittlerweile eine erfolgreiche Nebenerwerbsfirma mit eigenem Obstbau geworden. Über 1400 Bäume bei Mittbach liefern die Früchte für die Brennerei.

Die Eheleute sind ausgebildete Edelbrandsommeliers und im Verein der Bayerischen Edelbrandsommeliers aktiv. Seit zwei Jahren ist Siglinde Pointner staatlich geprüfte Brennerin. Regelmäßig nimmt das Unternehmen an der Bayerischen Obstbrandprämierung teil. In den Jahren 2014 und 2018 wurde den Pointners für ihre Spirituosen vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium der Staats-Ehrenpreis überreicht.

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