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Am Dienstagnachmittag bei Haag

Lkw-Fahrer hört plötzlich rätselhafte Stimmen aus seinem Anhänger - Polizei entlarvt darauf blinde Passagiere

Beamte und Geschleuste
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Beamte und Geschleuste
  • Tim Niemeyer
    VonTim Niemeyer
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Ein türkischer Lkw-Fahrer konnte seinen Ohren kaum trauen, als er plötzlich aus seinem Anhänger Stimmen vernahm. Mit Hilfe von Passanten konnte der verunsicherte Mann schließlich die Polizei verständigen, die in seinem Anhänger einen kuriosen Fund machte.

Haag in Oberbayern – Am Dienstagnachmittag (14. September) bemerkte ein 36-jähriger türkischer Lkw-Fahrer während einer Fahrtpause bei Haag in Oberbayern, dass sich offenbar mehrere Personen in seinem Anhänger befinden müssen, da er von dort aus klar und deutlich Stimmen vernehmen konnte. Da der verunsicherte Mann allerdings kein Deutsch sprach, machte er einen Passanten auf sich aufmerksam, der mit einem gehörigen Maß an Hilfsbereitschaft umgehend den Polizeinotruf wählte.

Die Polizei auf dem Weg zum Lkw

Daraufhin eilten Beamte der Polizeistation Haag zusammen mit ihren Kollegen der Mühldorfer Bundespolizei zu dem Lkw aus dem die rätselhaften Stimmen geisterten. Im Beisein eines ebenfalls verständigten Notarztes wurde der Anhänger schließlich geöffnet und ein kurioser Anblick bot sich den Polizisten. Fünf Männer saßen auf der tonnenschweren Ladung. Die Polizisten halfen den mutmaßlich Geschleusten mit einer Leiter nach draußen und ließen die Männer zunächst ärztlich untersuchen.

Die blinden Passagiere waren glücklicherweise unverletzt und wurden anschließend zum Bundespolizeirevier Mühldorf am Inn gebracht. Ausweispapiere hatten die Migranten nicht dabei, erklärten jedoch, afghanische Staatsangehörige zu sein. Die Bundespolizisten stellten die Identität der Männer schließlich mithilfe ihrer Fingerabdrücke fest.

Auch der Rettungsdienst war vor Ort

Ersten Ermittlungen zufolge hatte ein Schleuser die fünf 16 bis 34 Jahre alten Afghanen bereits in Rumänien in den Laderaum geschmuggelt, wo sie sich vermutlich an den drei folgenden Tagen versteckt hielten. Für die gefährliche Fahrt hätten die Geschleusten jeweils mehrere Tausend Euro bezahlt, das bewahrte sich allerdings auch nicht vor Anzeigen wegen unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthaltes. Die fünf Männer stellten nach der abenteuerlichen Reise Schutzersuchen und wurden an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge weitergeleitet.

Beamter und Geschleuste

Der 36-jährige Lkw-Fahrer hingegen durfte seine Fahrt nach der polizeilichen Vernehmung fortsetzen. Die Bundespolizei ermittelt wegen Einschleusens von Ausländern.

nt

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