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LESERBRIEFE

Motorradchaos und Heizpilze in Wasserburg: „Es lebe unsere Umwelt“

Motorräder auf dem Wasserburger Marienplatz
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Im Sommer tummeln sich die Motorräder auf dem Marienplatz. Die Entscheidung der Stadt hierzu stößt bei einigen Lesern auf Unverständnis.

Die Berichterstattung über die Lösungsansätze für das Motorradchaos auf dem Marienplatz und über weitere Entscheidungen des Wasserburger Bauausschusses sowie unser Kommentar dazu haben unsere Leser motiviert, Stellung zu nehmen.

Zur Berichterstattung über das „Motorradchaos“ am Marienplatz und zum Kommentar „Es lebe das Chaos“:

Dr. Christine Mayerhofer

Dr. Christine Mayerhofer: „Erfreulich ist, dass der Stadtrat sich endlich des Themas der wild parkenden Motorräder auf dem Marienplatz angenommen hat. Es ist auch schön, wenn ein Stadtrat mit einer flammenden Rede für ein Thema wirbt, das ihm am Herzen liegt. Allerdings würde ich mir dieses emotionale Engagement auch für so wichtige Themen wie den Klimaschutz wünschen.

Das Ergebnis der Abstimmung, nach dem jetzt Motorräder auf einer gekennzeichneten Fläche auf dem Marienplatz abgestellt werden dürfen und dabei immer noch keine Parkgebühren anfallen, macht mich fassungslos.

Lesen Sie auch: Wie viel Regeln braucht das städtische Leben in Wasserburg? Es lebe das Chaos!

Worum geht es eigentlich? Der Marienplatz ist ein historischer Stadtplatz in einem denkmalgeschützten Ensemble mit einem besonderen Aufenthaltswert.

Motorradfahrer üben ein Hobby aus, bei dem sie mit Verbrennungsmotoren (unter anderem CO2 und Stickoxyde ausstoßend) durch die Gegend fahren und damit nicht nur das Klima belasten, sondern auch noch Lärm verursachen. An einem sonnigen Samstagvormittag in einem der Cafés gegenüber des Rathauses sitzend, kann man bei einer Unterhaltung mit dem Tischnachbarn sein eigenes Wort nicht verstehen, während Motorräder lärmend an- und abfahren.

Es ist nicht nur klimaschädlich und belästigend, sondern verstößt auch gegen das Gleichheitsprinzip, wenn eine Gruppe mit einem privilegierten Hobby bevorzugt behandelt wird.

Gebt den Menschen den schönen Platz zurück! Verbessert die Aufenthaltsqualität mit weiteren Bänken oder Sitzgruppen, Pflanzen oder mit einem Kunstobjekt auch außerhalb der Großen Kunstausstellung, aber bitte ohne Blech, Gestank und Lärm!“

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Günter Bodenburg, Wasserburg

Günter Bodenburg, Wasserburg: „Natürlich, im Hausgarten retten wir das Klima, schützen Tiere und Pflanzen, sähen Naturwiesen und achten auf Biodiversität. Im Biergarten hingegen gelten ganz andere Gesetze und die guten Vorsätze zum Klimaschutz weichen dem inneren Chaos. Wir sitzen dann an einem lauen Sommerabend leicht bekleidet unter wärmenden Heizstrahlern und erzählen von unseren großartigen naturnah gestalteten Gärten zu Hause?

Offensichtlich gibt es immer noch Mitmenschen, die bis heute die Zeichen der Zeit nicht erkannt haben und gerne ein Auge zudrücken möchten, wenn es darum geht, unser Klima zu schädigen. Sie machen sich ihre eigenen Gesetze, widersetzen sich selbstherrlich damit dem vom Stadtrat beschlossenen Klimanotstand und den Zielen des Energiedialogs mit der Begründung, den Gastronomen in der Pandemie helfen zu wollen, und übersehen dabei vollkommen, dass der Klimawandel keine Corona-Pause macht. Niemanden, auch nicht den Gastronomen ist mit klimaschädlichen Konzepten langfristig geholfen.

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Wer heute immer noch auf Kosten unserer Umwelt ein Auge zudrücken möchte, kann eigentlich nur auf dem anderen Auge blind sein oder verhält sich von Haus aus ignorant gegenüber unserer Umwelt. Scheinbar haben manche von uns immer noch nicht bemerkt, dass sich unser Klima bereits ganz grundlegend verändert hat. Die Folgen der Klimazerstörung sind global und können nicht mal eben ausgesetzt werden, wenn es uns gerade nicht passt. Was muss denn noch alles passieren, damit der Versuch, alle Augen zuzudrücken, endlich nicht mehr unternommen wird?“

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