Lern-App statt Arbeitsblatt

In Edling gibt es die erste iPad-Klasse - ein Erfahrunsbericht

Lehrer Markus Dresp schätzt vor allem die bessere Differenzierung mit Hilfe der Tablets.
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Lehrer Markus Dresp schätzt vor allem die bessere Differenzierung mit Hilfe der Tablets.

Das erste digitale Klassenzimmer an der Franziska-Lechner-Schule Edling hat die Premiere erfolgreich bestanden: Zu Beginn des Schuljahres 2020/21 starteten die Achtklässler mit Smartboard statt Tafel, Lern-App statt Arbeitsblatt und Tablets als ständigen Begleitern.

Von Barbara Hilbert-Rieger und Heike Duczek

Edling – Das erste digitale Klassenzimmer an der Franziska-Lechner-Schule Edling hat die Premiere erfolgreich bestanden: Zu Beginn des Schuljahres 2020/21 starteten die Achtklässler mit Smartboard statt Tafel, Lern-App statt Arbeitsblatt und Tablets als ständigen Begleitern.

Schule stelltdie Leihgeräte

Für die 8a der Edlinger Grund- und Mittelschule hat sich in den vergangenen Wochen einiges verändert. Nicht ganz pünktlich zum Schuljahresstart, sondern mit ein paar Wochen Verspätung begann das Projekt „i-Pad-Klasse“. „Die technische Umrüstung der Infrastruktur hat doch ein bisschen länger gedauert als geplant. Aber jetzt können wir dank Highspeed-Internet voll durchstarten“, freut sich Rektor Markus Gallesdörfer. Jeder Schüler wurde mit einem Leihgerät der Schule ausgestattet, wodurch die Kompatibilität mit den Lern-Apps sichergestellt ist. Somit haben alle Schüler die gleichen Voraussetzungen.

Schüler lernen den richtigen Umgang mit Medien

Die Tablets sollen Buch, Stift und Block nicht vollkommen ersetzen, sondern eine zusätzliche Unterstützung für die Schüler darstellen. „Für unsere Schüler ist es wichtig, den richtigen Umgang mit Medien kennenzulernen“, so der Schulleiter. So steht auch der verantwortungsbewusste Gebrauch von digitalen Medien und des Internets im Vordergrund, bei dem die Jugendlichen die Vorzüge kennenlernen, aber auch vor Gefahren gewarnt werden.

„Gerade in den vergangenen Monaten wurde der Schrei nach Digitalisierung im Schulalltag immer lauter. Doch nicht nur aufgrund der Corona-Pandemie sollten wir beginnen, die digitalen Medien in den Schulalltag zu integrieren. Wir haben hier eine fast endlose Menge an Ressourcen zur Verfügung und sollten diese auch nutzen“, meint dazu der Klassenleiter der 8a, Markus Dresp.

Smartboardsstatt Wandtafeln

Die Schule in Edling hat sich bereits vor gut zehn Jahren mit Smartboards an Stelle von Tafeln ausgestattet, so ist der Schritt zur ersten i-Pad Klasse die logische Folge, um technisch auf dem neuesten Stand zu bleiben, sagt die Schulleitung.

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Derzeit profitieren die Achtklässler ganz besonders von der iPad-Ausstattung. Denn sie befinden sich aufgrund der neuen Corona-Bestimmungen im Wechselunterricht. Die Tablets verbinden sie auch daheim mit ihren Lehrern.

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Die Edlinger Bildungseinrichtung mit 350 Schüler ist nach Angaben von Gallesdörfer „dran, ein zweites digitales Klassenzimmer“ einzuführen. Solche Schritte würden immer dann erfolgreich gelingen, wenn auch die Lehrkräfte geübt und interessiert an der Digitalisierung seien. Denn der Aufwand bei der Umstellung sei groß, der Klassenleiter der 8a habe viel Arbeit und Zeit in die Einführung gesteckt.

Denkbar sind i-Pad-Klassen nach Erfahrungen des Edlinger Schulleiters nicht nur für Mittel-, sondern auch für Grundschulklassen. Eine dritte Klasse habe in Edling den Einsatz bereits geübt – unter anderem beim Dreh eines Videos, berichtet Gallesdörfer.

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