Leitern als Rettung für Tiere

Das Regenrückhaltebecken ist ein kleines Naturparadies geworden.
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Das Regenrückhaltebecken ist ein kleines Naturparadies geworden.

Pfaffing – Seit 20 Jahren gibt es ein Rückhaltebecken für Regenwasser östlich von Pfaffing.

Um Tiere vor einen Fall in die Tiefe zu schützen, soll jetzt ein 1,80 Meter hoher Zaun gebaut werden. Möglich wären aber auch Leitern für einen sicheren Ausstieg, wie es in der jüngsten Sitzung des Pfaffinger Gemeinderats hieß. Das Gremium befürwortete einstimmig die Leitervariante.

Verkehrssicherungist jetzt Pflicht

Ein verbesserter Schutz sei erforderlich, so erfuhren die Räte von der Verwaltung, weil die „Bundesarbeitsgemeinschaft Deutscher Kommunalversicherer“ jetzt entschieden auf die Verkehrssicherungspflicht bei dieser Art von Becken hinwies. Dabei spielt der Böschungswinkel eine Rolle. Sei der zu steil, können Lebewesen nur schwer wieder herauskommen, sodass der Rat einen zusätzlichen Schutz als sinnvoll erachtete. Denn, so ergänzte Verwaltungsleiter Christian Thomas auf Nachfrage der OVB-Heimatzeitungen, es hafte letztlich der Bürgermeister für derartige Unfälle.

Drei Karpfen und ein Schaf habe die Feuerwehr bisher aus dem Becken geborgen. Eine Alternative zum Zaun könnte auch eine Aufstiegshilfe in Form von Leitern sein. Ein Zaun verschandle den Blick auf diesen Bereich, der Teil des Naturerlebnispfades sei, so die Gemeinderäte.

Drei Karpfen undein Schaf geborgen

Angelegt wurde das Becken im Jahr 2000, um Regenwasser aus einem sieben Hektar großen Gebiet zwischen Kirche und Rathaus besser ableiten zu können. Bald nach dem Bau überlegten sich Freiwillige, darunter die lokale Agenda-21-Gruppe, wie diese betonierte Fläche ökologisch zu verbessern sei. Etwa durch einen fließenden Übergang von Wasser zum Land mit Pflanzen.

Heute ist das Becken ein kleines Naturparadies mit Aussichtsbank und Schautafeln.

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