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Knutschen, Feiern, Tanzen ab dem 1. Oktober - ohne Maske

„Megacool“, sagt die Leiterin der Wasserburger Disko Universum über den Kabinettsbeschluss

Feiern wie vor der Pandemie, hier im Wasserburger Universum. Das soll ab 1. Oktober wieder annähernd möglich sein.  3G (mit PCR-Test) soll es ermöglichen.
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Feiern wie vor der Pandemie, hier im Wasserburger Universum. Das soll ab 1. Oktober wieder annähernd möglich sein. 3G (mit PCR-Test) soll es ermöglichen.
  • Andrea Klemm
    VonAndrea Klemm
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Tanzen, Flirten, Knutschen – das ist es, was junge Leute in der Disko machen. Wie soll das mit Mundschutz laufen? Oder geht‘s auch ohne? Die Clubs sollen zum 1. Oktober wieder öffnen, auch das Wasserburger „Universum“ ist bereit. Betriebsleiterin Sandra Nikolic hofft, dass Partymachen ohne Maske wieder möglich ist.

Update vom 30. September, 15.12 Uhr:

Wasserburg – Tanzen, Flirten, Knutschen – das ist es, was junge Leute in der Disko machen. Und das dürfen sie ab sofort wieder - und zwar ohne Mundschutz, wie das Kabinett gestern, Donnerstag, bekannt gab. „Das ist megacool - und auch dass es keine Abstandsregeln gibt“, freut sich Sandra Nikolic. Betriebsleiterin der Disko Universum in Wasserburg. „Bei Maske und Abstand hätten wir tatsächlich überlegt, ob wir überhaupt aufsperren sollen. Das den Gästen zuzumuten, wäre einfach zu viel.“ Umso glücklicher sei sie jetzt, dass man ab 2. Oktober unbeschwert im Wasserburger „Uni“ feiern darf.

Der Freitag (1. Oktober) wird noch zur Vorbereitung genutzt, „ab Samstag öffnen wir mit Vollgas“, so Nikolic, die den Kabinettsbeschluss sehnsüchtig erwartete. „Mit zitternden Fingern hab ich alle 15 Minuten am Handy die Nachrichten abgefragt“, erzählt sie. Mit 3G habe die Branche ohnehin schon gerechnet, die Leute seien das auch schon gewohnt. Sie fürchtet allerdings einen Besuchereinbruch, wenn die PCR-Tests dann kostenpflichtig werden. Auch das Personal müsse 3G vorweisen – das sei überraschend gekommen. „Ein Teil wartet noch auf die Zweitimpfung, einige sind noch gar nicht geimpft. Aber alle sind so heiß und lassen sich liebend gern testen“, so Nikolic.

Seit 18 Monaten war der Nachtclub geschlossen. Im Sommer gab es Outdoor-Veranstaltungen, wie etwa eine Beachparty mit Liveband. Dabei mussten die Gäste aber auf ihrem Hosenboden sitzen bleiben. Singen und Tanzen waren nicht erlaubt Ende Juli.

Nun soll das unbeschwerte Nachtleben zurückkehren.

Die ursprüngliche Meldung vom 27. September

Wasserburg – Die Nachteulen stehen in den Startlöchern, ab 1. Oktober will Söder Clubs und Diskos nach 18 Monaten Durststrecke wieder öffnen. Bisher gibt es aber weder Planungs- noch Rechtssicherheit. Im Gespräch mit Sandra Nikolic (22), Betriebsleiterin im Wasserburger „Universum Nachtarena“, wird eines klar: Nichts ist klar.

Hofft zur Öffnung der Clubs am 1. Oktober auf Regeln der Politik, die sinnvoll sind und auch umsetzbar: Sandra Nikolic, Betriebsleiterin vom Universum Nachtarena.

Frau Nikolic, Sie sind die Betriebsleiterin im Universum in Wasserburg. Was macht die Chefin einer Disco, wenn Pandemie ist? Wird man da trübsinnig, wenn man so lange auf eine leere Tanze, stumme Plattenteller gucken muss?

Sandra Nikolic: Ich bin bereits seit der Wiedereröffnung von der Diskothek Universum Nachtarena, im Oktober 2019 die Betriebsleiterin. Trübsinnig bin ich nie geworden, die Konstante Instandsetzung vom Club hat immer wieder für Arbeit gesorgt. Die Erinnerungen an volle Tanzflächen und glücklich feiernde Menschen machte mich aber sehr traurig in der Corona bedingten Schließzeit. Ich denke, die Menschen brauchen jetzt noch mehr als zuvor wieder einen Ort zum glücklich sein. Um so mehr freuen wir uns darauf, unseren Gästen genau dieses Gefühl wieder geben zu dürfen.

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Seit wann war der Nachtclub jetzt im Dornröschen-Schlaf? Was hat Ihnen in der Zeit am meisten gefehlt?

Nikolic: Unser Nachtclub ist jetzt schon seit 18 Monaten geschlossen. Am meisten ist mir die positive Energie unserer Gäste abgegangen. Das unbeschwerte Gefühl, dem Alltag zu entschwinden und Spaß zu haben, sich frei zu fühlen und zu entfalten. Außerdem hat mir die Zusammenarbeit mit meinen Mitarbeitern als Team gefehlt.

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Ministerpräsident Markus Söder versprach eine Öffnung von Diskotheken und Nachtclubs ab 1. Oktober. Öffnet Ihr da auch, seid Ihr startklar? Welches Motto, welches Programm ist geplant?

Nikolic: Das Problem an den Aussagen der Politik ist, dass sie sehr ungenau sind. Es wurde bis jetzt noch kein offizielles Öffnungsdatum genannt. Uns wurde lediglich gesagt, dass wir zum Oktober öffnen dürfen. Trotz allem sind wir jederzeit startklar. Ganz nach dem Motto „Endlich wieder feiern“ holen wir die letzten eineinhalb Jahre nach und hoffen auf ein unvergessliches Re-Opening.

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Habt Ihr Fördermittel im Lockdown bekommen? Oder für die Wiedereröffnung? Musstet Ihr in ein Hygienekonzept investieren, etwa Luftreiniger etc.) Sind Barkeeper und DJ jetzt hinter eine Plexiglas-Scheibe?

Nikolic: Wir mussten glücklicherweise nicht in ein Hygienekonzept investieren. Wir besitzen vier intakte große Lüftungsanlagen in der Diskothek, die alle vier Minuten für eine Frischluft-Zufuhr sorgen. Desinfektionsspender sowie weitere notwendige Hygieneartikel sind vorhanden. Scheiben sind keine geplant. Wenn sie zur Auflage werden, rüsten wir nach. Es wäre jedoch schon sehr unpersönlich und wir im Club wollen den Gästen nicht noch mehr Corona-Flair zumuten. Aber die Bars haben eine ziemliche Tiefe, da ist der Abstand gewährt.

Wie soll das Feiern ablaufen? 3G, 2G? Was ist mit der Maskenpflicht? Tanzen die Gäste dann mit Mund-Nasenschutz dann auf der Tanzfläche? Haben Sie schon vom Landratsamt ein Regelwerk bekommen?

Nikolic: Momentan liegen uns noch keine Auflagen vor, die besagen ob wir unseren Gästen mit 3-G oder doch nur 2-G den Eintritt gewähren dürfen, geschweige denn ob sie eine Maske tragen müssen oder ob sie tanzen dürfen. Die offizielle Bekanntgabe aus dem Ministerium bekommen wir erst am 30. September. Wir werden die Auflagen natürlich, sobald wir sie wissen, rechtzeitig kommunizieren.

Wie läuft künftig die Eingangskontrolle ab? Habt Ihr da extra Personal dafür?

Nikolic: Je nach Auflagen, werden die Ausweise sowie 3-G oder 2-G Nachweise durch unser neues Türsteher-Team kontrolliert. Zusätzlich muss sich jeder Gast an der Eintrittskasse über die Corona-Warn-App oder über die Luca-App registrieren. Auch eine schriftliche Registrierung klappt.

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Habt Ihr überhaupt Barleute für den Neustart bekommen oder geht es Euch wie der Gastronomie allgemein, dass hier akuter Personalnotstand herrscht?

Nikolic: Ich kann nur von Glück reden, dass mir das bisherige Team der Diskothek erhalten geblieben ist. Auch mir ist der Personalmangel in der Gastronomiebranche bekannt, daher bin ich sehr dankbar und stolz darauf, so ein und motiviertes Team hinter mir zu haben.

Muss Euer Personal auch 3G vorweisen?

Nikolic: Auch hier wissen wir noch nichts über die Auflagen.

Normalerweise lernen sich junge Leute beim Ausgehen kennen. Flirten und Küssen mit Maske? Wie soll das gehen? Vergeht den Gästen die Lust aufs Partymachen?

Nikolic: Natürlich würde ich mir für unsere Gäste wünschen, dass das alles auch ohne Maske möglich sein wird. Disko ohne Knutschen und Flirten ist schwer vorstellbar. Ein Clubabend mit Mundschutzpflicht – das macht doch keinen Sinn, man ist ja zum Trinken, Spaß haben und Tanzen da. Wenn 3G eh das Minimum an Auflage ist, dann wären die Feiernden ja safe.

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