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Lauf-Premiere mehr als gelungen

OVB
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Laufend helfen, das wollten 1100 Kinder, Frauen und Männer aus Wasserburg und Umgebung, die durch die Stadt...

Wasserburg - Die Damen an den Nachmeldungstischen waren schon vor dem Start des "1.Wasserburger Laufes" durchgeschwitzt, so viele Spontanläufer kamen gestern noch, schraubten die Teilnehmerzahl auf über 1000. **Fotos auf rosenheim24.de**

Anna Maria Ehrlicher, die Vorsitzende des Kinderschutzbundes, hatte das perfekte Laufwetter als gutes Omen für den ersten "Wasserburger Lauf" gewertet. Zu recht, denn rund 1050 gut gelaunte Läufer, Geher und Walker machten sich auf die 3,1 Kilometer lange Strecke rund um die Halbinsel.

Schon eineinhalb Stunden vor dem Start des Zwergerllaufes war der Marienplatz, gute Stube der Stadt, brechend voll. Vor allem die kurzentschlossenen Läufer trugen dazu bei. Gut 360 Nachmeldungen hatte das Team des Mehrgenerationenhauses zu bewältigen, 700 vorher angemeldete Starter drängten sich am Nachbartisch. Bei so vielen Teilnehmern und vielen, vielen Zuschauern suchte eine Stadtführerin ihre angekündigte Gruppe vergebens.

... und über Inndamm liefen...

"Max Hurricane and the Eskalators" unterhielten Läufer und Zuschauer, für Speis und Trank war diesseits und jenseits des Platzes gesorgt, die Belegschaft des ehemaligen Minimal hatte die Versorgungsstände für die Teilnehmer im Griff. Die Mitglieder des Organisatorenteams waren hierhin und dahin unterwegs, die letzten Dinge regeln - "Ich komme schon vor dem Start ins Schwitzen", lachte Regina Semmler, Leiterin des Mehrgenerationenhauses, zu dessen Gunsten der Benefizlauf stattfand.

"Das Mehrgenerationenhaus, das einzige im Landkreis, ist eine ganz wichtige Einrichtung", begründete Bürgermeister Michael Kölbl, warum er die Schirmherrschaft besonders gern übernommen hatte. Und nicht nur die Schirmherrschaft: Er übernahm auch die Aufgabe, den Startschuss für den Zwergerllauf abzugeben und musste sich dann mit einem sportlichen Satz zur Seite vor den anstürmenden Kindern und ihren erwachsenen Begleitern in Sicherheit bringen. Den Kreativpreis, einen essbaren Pokal, nahm der Altstadtkindergarten mit, die Truppe war passend zum Namen des Laufes mit roten Zwergerlmützen gestartet.

Die Läufer und Walker hatten sich so zahlreich eingefunden, dass das Organisationsteam beschloss, das Feld in vier Gruppen loszuschicken. Dass das reibungslos ging, dafür sorgten die "Via Jante"-Trommler, die die Läufer jeweils zusammenfingen, Moderator Jörg Herwegh und Startrichter Johannes Geiger, der auch schon bei Weltmeisterschaften, zuletzt 2009 in Berlin, im Einsatz war.

... oder walkten. Fotos Heck

Es war eine buntgemischte Truppe, die sich ein-, zwei- oder dreimal auf die 3,1 Kilometer lange Strecke machte: Die kurzentschlossene Kneipen-Crew war ebenso dabei, wie mehrere Laufgemeinschaften, alle drei Bürgermeister sowie diverse amtierende und ehemalige Stadträte und Mitarbeiter der Stadtverwaltung machten sich auf den Weg, die Hauptschule war stark vertreten, Firmenmannschaften traten an, der benefizlauferprobte Schirmherr des Eiselfinger "Laufs für ein Leben", Kabarettist Michael Altinger war wie viele andere Hobbyläufer unterwegs und größere Kinder, denen der Zwergerllauf rund um das Rathaus nicht gereicht hatte, starteten - zum Teil nochmal - um die Halbinsel. Den schnellsten Läufern machte eine mehrköpfige Radltruppe den Weg durch die Zuschauermassen frei.

Eine klassische Siegerehrung "Erster, Zweiter, Dritter" gab es aber nicht, die Organisatoren hatten sich andere Kategorien einfallen lassen. So bekam das Betreuungszentrum Wasserburg, das ein Viertel des Personals auf die Strecke schickte, den Preis für die stärkste Beteiligung. Auch bei den "Großen" gab es einen Kreativpreis, den erhielt die P9 der Hauptschule, die als Kaminkehrer unterwegs waren. Jüngster Teilnehmer war der 2008 geborene Andreas Karg, ältester der knapp 81-Jährige Hanns Airainer.

Und erst als die meisten Läufer und Walker schon im Ziel waren, da wurde der Himmel schwarz, die Frage ob isländische Aschewolke oder Gewitter wurde von Blitz und Donner schnell beantwortet.

"Die Förderung des Mehrgenerationenhauses läuft aus, deswegen brauchen wir Sie", hatte Kölbl gesagt, bevor er sich auf den Weg machte. Knapp 1100 waren da, schlossen die Finanzierungslücke von 40000 Euro allein mit ihren Startgeld zu einem Viertel. Spenden, Tombolaerlös und Würstelverkauf sowie das Ergebnis des Realschullaufes (siehe Kasten) noch gar nicht mitgerechnet. syl

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