Lärm und Feinstaub in der Wasserburger Altstadt: Umweltausschuss will neue Messung

Lärm und Feinstaub belasten die Wasserburger Altstadt. Wie hoch die Messwerte sind, ist weiterhin nicht geklärt.
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Lärm und Feinstaub belasten die Wasserburger Altstadt. Wie hoch die Messwerte sind, ist weiterhin nicht geklärt.

Wie hoch sind die Messwerte für Luftschadstoffe und den Lärm vor allem im Altstadtbereich? Dieser Frage gehen die Verantwortlichen der Stadt jetzt schon eine geraume Zeit nach. Der Umweltausschuss beschäftigte sich damit in seiner jüngsten Sitzung. Eine Stickstoffdioxid-Messung im vorigen Jahr hatte leider den Vorgaben nicht entsprochen und so bestand weiter Handlungsbedarf.

Von Karlheinz Rieger

Wasserburg – Nur war an der fehlenden Erstellung eines Leistungsverzeichnisses zur Ausschreibung von Ingenieurleistungen seither das Vorhaben gescheitert, Messungen ordnungsgemäß durchzuführen. Denn zunächst konnte kein Fachbüro gefunden werden und eine Rückmeldung des zwischenzeitlich angefragten Ingenieurbüros Greiner steht immer noch aus.

Pöhmerer nicht im Boot

Deshalb wird man jetzt auch die Büros Möhler & Partner aus München und Hook & Farny aus Landshut zur Angebotsabgabe für die Mitwirkung und Vorbereitung des Vergabeverfahrens auffordern, so der mehrheitliche Beschluss, dem sich nur Markus Pöhmerer (FW-WBl) nicht anschließen wollte.

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Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) hatte der Stadt vor drei Jahren bereits nahegelegt, die Luftschadstoffkomponente Stickstoffdioxid (NO2) messen zu lassen.

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Der Umweltausschuss hatte deshalb im April 2017 den Startschuss für erste Messungen in der Innenstadt gegeben. Diese hatte aber kein befriedigendes Ergebnis ergeben, da abgesehen von den richtigen Messpunkten nötige Messungen zur Feinstaubbelastung in Wasserburg außen vorgelassen worden waren. Diese hätten in den Augen von so manchem der Mitglieder des damaligen Umweltausschusses eine deutlich höhere Bedeutung gehabt als die NO2-Messungen.

Dass die Kosten für die Vergabeleistungen nicht so hoch ausfallen mögen, wünschte sich Bürgermeister Michael Kölbl (SPD), der allerdings einen fünfstelligen Betrag nicht ausschloss. Das schien Markus Pöhmerer (FW-WBl) rausgeschmissenes Geld, da zum Beispiel im Bereich der Brücke wegen staatlicher Zuständigkeit gar nicht gemessen werden könne, aber eine höhere Belastung zu erwarten sei.

Macht das Sinn?

Gleiches betreffe laut Kölbl übrigens auch die angestrebten Lärmmessungen, da das Lärmbelastungskataster im Bereich von Schmidzeile und Bruckgasse Staatssache sei. Über die Sinnhaftigkeit solcher Umstände wollte sich Norbert Buortesch (BF) gerne unterhalten, allerdings lieber in einer Klausur, er würde sich aber auch freuen, wenn man mal in Reitmehring messen würde, warf er ein.

Klimamanager Josef Alio erinnerte letztlich daran, dass das Förderpaket ‚Saubere Luft für Kommunen‘ nur in Anspruch genommen werden könne, wenn entsprechend korrekte Schadstoffmessungen vorlägen. Deshalb wurde in den mehrheitlichen Beschluss bezüglich des Vergabeverfahrens nicht nur konkrete Vorschläge für die Standorte der Messungen aufgenommen, sondern auch die Festlegung des Leistungsumfanges, die Erstellung einer Leistungsbeschreibung und die Definition der technischen Anforderungen für die Vergabeunterlagen. Letztlich wurde auch noch eine vorläufige Kostenschätzung für die Veranschlagung von Haushaltsmitteln für 2021 dem Beschluss beigefügt.

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