Künftig feste Standorte für Werbung?

Feste Standorte für Werbeanlagen, darüber denken die Ameranger Gemeinderäte derzeit nach. Noch aber ist eine Plakatierungsverordnung nicht beschlossen.

Amerang – Mit der Aufstellung einer Plakatierungsverordnung beschäftigte sich der Bau- und Umweltausschuss in seiner letzten Sitzung des Jahres. Um den verschiedenen Anfragen der örtlichen Plakatierer künftig Richtlinien zu geben, besteht die Möglichkeit, eine Plakatierungsverordnung zu erlassen. Von der Verwaltung wurden bereits verschiedene Satzungen von Nachbargemeinden als Beispiele eingeholt.

Das Gremium befürwortete, feste Standorte für Werbeanlagen festzulegen. Mit den Grundstückseigentümern soll ein Gespräch stattfinden. Auch in Evenhausen, Kirchensur und Stephanskirchen sollen mögliche Standorte festgesetzt werden. Die Bewerbung soll vor allem örtlichen Vereinen vorbehalten, auch in dem jährlichen Treffen der Vereinsvorstände angesprochen werden.

Da Werbeanlagen ab einer Größe über einem Quadratmeter genehmigungspflichtig sind, soll der Erlass einer Satzung nochmals überdacht werden.

Bauanträge

Den Anträgen auf Baugenehmigung zur Errichtung eines Carports an der bestehenden Garage am Anwesen „Kindergartenweg 15“ und am Anwesen „Waldweg 16“ wurde nicht zugestimmt. Die Antragsteller beabsichtigten, an der bestehenden Garage ein Carport außerhalb der Baugrenze zu errichten. Die Gebäude reichen jeweils bis zur Grundstücksgrenze. Es soll ein Verbindungsbau entstehen. Der vorgeschriebene Abstand von Carport zum öffentlichen Verkehrsraum von fünf Metern würde nicht eingehalten. Die Errichtung des Carports wäre nur mit einer Bebauungsplanänderung möglich, hieß es im Ausschuss. Die geplante Ausführung mit einem Verbindungsbau soll nochmals überdacht werden. Im neuen Jahr soll darüber beraten werden, ob Bauanträge für die Errichtung von Garagen und Carports, soweit sie im Freistellungsverfahren zu behandeln sind, auf dem Verwaltungsweg bearbeitet werden, um die Bearbeitungsdauer verringern zu können.

Die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses stimmten dem Antrag auf Vorbescheid zur Errichtung eines Wohnhauses mit Einliegerwohnung und Garage zu, soweit die Lückenfüllsatzung „Taiding“ erlassen wird. Dann ist auch die Errichtung, Änderung oder Nutzungsänderung von Wohnzwecken dienenden Vorhaben oder kleineren Handwerkbetrieben und nicht störenden Gewerbe zulässig.

Dem Antrag auf Baugenehmigung für den Einbau einer zweiten Wohnung in das ehemals landwirtschaftliche Gebäude und Abriss der Hochsilos am Anwesen in Hinterholzmühle stand der Ausschuss positiv gegenüber. Die Antragstellerin beabsichtigt, im südlichen Gebäudeteil eine zweite Wohnung einzubauen. Hierzu wird ein Teil des Gebäudes erhalten. Der südlichste Teil muss komplett erneuert werden, da das Mauerwerk erhebliche Mängel aufweist. Die drei Hochsilos südlich des Anwesens sollen abgerissen werden. Da die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden und eine Beeinträchtigung öffentlicher Belange nicht ersichtlich ist, wurde dem Antrag zugestimmt.

Von Landwirtschaft zu Wohnraum

Es lag ein Antrag auf Baugenehmigung für den Umbau und die Nutzungsänderung von ehemalig landwirtschaftlich genutzten Räume in eine Wohneinheit in Englstetten vor. Die Antragstellerin beabsichtigt, im mittleren Gebäudeteil, der ehemalig landwirtschaftlich genutzte Räume beinhaltet, eine Wohneinheit einzubauen. Im Erdgeschoss befindet sich der Eingangsbereich mit Treppenaufgang. Die Wohnung befindet sich im Ober- beziehungsweise Dachgeschoss. Die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses stimmten der Errichtung einer Wohneinheit im dem ehemalig landwirtschaftlich genutzten Gebäudeteil zu.

Güllegrube am Anwesen „Hatthal 1“: Der Antragsteller beabsichtigt die Errichtung eines Rinderstalles mit einer Größe von etwa 26 auf 38 Meter westlich der bestehenden Hofstelle. Zusätzlich soll die bestehende Rinderstallung saniert und umgebaut werden. Hier sollen vor allem Kälber und der Abkalbebereich sowie Melkbereich untergebracht werden. Südlich des geplanten Rinderstalles soll noch eine Güllegrube mit einer Größe von 14 Meter Durchmesser errichtet werden. Die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses stimmten der Errichtung des Rinderstalles mit Güllegrube zu.

Im Eichenweg soll ein Einfamilienhaus mit Garage entstehen. Da das Wohnhaus im nördlichen Grundstücksteil errichtet werden soll, muss das Landratsamt Rosenheim die Einhaltung der abstandsrechtlichen Vorschriften prüfen. Die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses stimmten dem Antrag auf Vorbescheid zu.

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