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Stangerl stehen - Endlich wieder Maibaumfeste

Kühle Temperaturen – warum es den Burschen im Altlandkreis Wasserburg trotzdem warm wurde

Kraftpakete stemmten den Maibaum in Reichertsheim in die Höhe.
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Kraftpakete stemmten den Maibaum in Reichertsheim in die Höhe.
  • Winfried Weithofer
    VonWinfried Weithofer
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Endlich wieder Maibaumfest, dachten sich viele Vereine und ihre Gäste. Doch das Wetter spielte nicht richtig mit rund um den 1. Mai. Trotzdem war die Stimmung gut. Alle Stangerl stehen. Alle Diebe hatten ein Einsehen und gaben die gestohlenen Bäume brav zurück. So war´s .

Reichertsheim/Albaching/Babensham/Soyen – Zünftig mit einem Pferdegespann traf der Reichertsheimer Maibaum vor dem neuen Rathaus ein. Die Verhandlungen zwischen dem Trachtenverein und den Dieben, den Ramsauer Burschen, waren bezüglich Speis und Trank so erfolgreich, dass alle gemeinsam das 31 Meter hohe Traditionssymbol aufrichteten. Aufstellmeister Josef Bibinger sorgte dafür, dass das reibungslos vonstatten ging. Im Anschluss traten Tanzgruppen des Trachtenvereins, Goaßlschnalzer und Plattler auf, die Trachtenblaskapelle Ramsau spielte dazu auf. Für alle gab es ausreichend Kaffee, Kuchen und Essen. Das Wetter hätte einen Tick besser sein können, bei elf Grad wurde es vor allem den arbeitenden Burschen warm. Im Jahr 2015 ist hier der letzte Baum aufgestellt worden.

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Endlich wieder Fest in Soyen

In Soyen hatten die Männer viel zu schleppen.

Auf ein so schönes Bild habe man in Soyen lange verzichten müssen, so Bürgermeister Thomas Weber in seiner Eröffnungsrede zum Maibaumfest am Samstag in Soyen. Eigentlich war bereits im Jahr 2016 die Aufstellung geplant gewesen, diese musste aber aufgrund der Corona-Pandemie wie überall verschoben werden. Zuletzt war der Maibaum 2016 aufgestellt worden. Der diesjährige ist knapp 27 Meter hoch und wurde trotz umfangreicher Sicherheitsvorkehrungen von Baumdieben aus Rechtmehring gestohlen. Die Maibaumfreunde Soyen-Kirchreit wurden sich aber schnell mit den Dieben einig. Anschließend wurde der Baum gemeinsam festlich geschmückt und vor zahlreichen Festgästen aufgestellt.

Auch in Albaching steht das Stangerl

In Albaching ging es im Kreisverkehr rund.

Das Wetter hätte besser sein können, aber ein Anfang ist nach den letzten Jahren der Entbehrung gemacht: Der neue Albachinger Maibaum steht. 2017 war letztmals ein Baum aufgestellt worden. Das 32 Meter hohe Stangerl ist gemeinsam von den kräftigen Burschen der Maibaum Freunde Albaching-Utzenbichl und den St. Wolfganger Burschen, den Dieben des prachtvollen Stücks, aufgestellt worden. Verhandlungen sorgten dafür, dass der Baum zurückkommt, Speis und Trank war vereinbart worden. Der Baum ist gut abgelagert, denn er hätte voriges Jahr schon aufgestellt werden sollen. Musikalisch unterstützt wurden dabei alle von der Blaskapelle Albaching-Pemmering, viele Zuschauer verfolgten das Spektakel. Als der Baum stand, übernahm der Schützenverein die Bewirtung mit Kaffee, Kuchen und anderem. Montag, 2. Mai, ab 19 Uhr ist Kesselfleischessen.

Kraftakt in Babensham

In Babensham hatten die Männer ebenfalls viel Muskelkraft vonnöten.

Nach anderthalb Stunden war es unter dem Beifall hunderter Schaulustiger endlich geschafft: Bei strömendem Regen, konnte der knapp 29 Meter hohe und drei Tonnen schwere Maibaum vor der Martinskirche in Babensham mit einem letzten Hauruck in seine endgültige Position gehievt werden – in einer technischen Meisterleistung von den kräftigen Männern des Maibaumvereins unter Leitung des Zimmerermeisters Lorenz König. Fünf Jahre ist es her, dass die Gemeinde zum letzten Mal ein solches Schauspiel erlebt hat – eigentlich sollte es schon vergangenes Jahr stattfinden, doch die Pandemie hat es verhindert. Die Rückkehr des Baums nach Babensham war eine Odyssee – nach Schnaitsee wurde er einst verfrachtet, dann nach Evenhausen, am Sonntagmorgen kam er schließlich nach Babensham zurück.