KUNDGEBUNGEN

Kritik an Corona-Politik: Zwei Versammlungen in Wasserburg am 21. Februar

Am Festplatz und auf dem benachbarten Parkplatz finden am Sonntag, 21. Februar, Versammlungen statt, die sich kritisch mit der Corona-Politik auseinander setzen wollen.
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Am Festplatz und auf dem benachbarten Parkplatz finden am Sonntag, 21. Februar, Versammlungen statt, die sich kritisch mit der Corona-Politik auseinander setzen wollen.

Bis zu 2.000 Teilnehmer werden Sonntag, 21. Februar, zu zwei Veranstaltungen in Wasserburg erwartet, die sich kritisch mit der Corona-Politik auseinandersetzen. Die Versammlungen finden parallel auf zwei Plätzen am Badria statt – von 13 bis 18 Uhr. Landratsamt und Polizei informieren über den Ablauf.

Wasserburg – Die erste Kundgebung widmet sich nach Informationen des Landratsamtes als Genehmigungsbehörde der „Kritik an der Verhältnismäßigkeit der Coronamaßnahmen“. Die Versammlung findet von 13 Uhr bis 18 Uhr auf dem Festplatz an der Alkorstraße statt.

Ein Lkw (7,5t) dient als Bühne. Versammlung zwei trägt den Titel: „Wir unterstützen „Bayern steht zamm“. Die Versammlung ist auf dem Parkplatz an der Alkorstraße. Laut Versammlungsanmeldung wird eine Bühne verwendet, so das Landratsamt zu den Details.

Beide Veranstalter sind nach Angaben der Behörde verpflichtet, 100 Ordner eineinzusetzen. Die Hygienevorschriften sehen vor, dass zwischen den Teilnehmern ein Mindestabstand von zwei Metern gewahrt werden muss, ausgenommen sind Personen aus einem gemeinsamen Hausstand, so das Landratamt.

Eine Stunde vor Versammlungsbeginn bis zum Ende der Versammlung gelte Maskenpflicht. Schreien und Singen sei während der Veranstaltung untersagt. Für Personen, welche von der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasenbedeckung befreit sind, weisen die Veranstalter einen Bereich in Bühnennähe aus, so die Behörde.

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Durch die beiden Versammlung und den Polizeieinsatz werden im Umfeld des Festplatzes keine Parkplätze zur Verfügung stehen. Die Alkorstraße wird ab Höhe der Schmerbeckstraße ab etwa 10.30 Uhr bis zum Versammlungsende für den Fahrzeugverkehr komplett gesperrt, um den Versammlungsteilnehmern eine geordnete An- und Abreise zu ermöglichen und Rettungswege freizuhalten, teilt das Polizeipräsidum Oberbayern Süd mit.

Der Stadtbus 9418 fährt am Versammlungstag nur bis zur Haltestelle Watzmannstraße. Die Haltestellen Priener Straße und Badria werden bis voraussichtlich 18 Uhr nicht bedient.

Polizei betont: Keine Parkflächen am Versammlungsort

Nachdem unmittelbar am Versammlungsort keine Parkflächen für Teilnehmer ausgewiesen werden können, bittet die Polizei ausschließlich um Belegung der von der Stadt ausgewiesenen Parkplätze und Parkhäuser. Das verbotswidrige Abstellen von Fahrzeugen wird nach Polizeiangaben konsequent geahndet. Dies gelte insbesondere für am Versammlungsgelände geparkte Fahrzeuge, die gegebenfalls auch abgeschleppt würden.

Die Polizei weist darauf hin, dass auch bei einer Anreise mit Fahrzeugen die Kontaktbeschränkungen der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gelten. Dies bedeute, dass nur maximal eine Person eines anderen Hausstands im Fahrzeug sein dürfe, was die Möglichkeit von Fahrgemeinschaften deutlich einschränke. Die Polizei werde auch diese Regelung kontrollieren und Verstöße konsequent ahnden.

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Für die Veranstaltungen gelte eine Maskenpflicht am Versammlungsort. Diese Pflicht beginne bereits mit Zugang zum Versammlungsort ab Höhe der Schmerbeckstraße, zeitlich ab 12 Uhr, als eine Stunde vor Versammlungsbeginn.

Von der Maskenpflicht ausgenommen seien lediglich Teilnehmer aus gesundheitlichen Gründen, wenn diese durch ein ärztliches Attest mit fachlich-medizinischer Beurteilung glaubhaft gemacht würden.

Wasserburg.bunt positioniert sich per Plakat

Eine Gegendemo ist nicht geplant. Das Bündnis „Wasserburg.bunt“ hat stattdessen dazu aufgerufen, in Wasserburg Plakate in die Fenster zu hängen – ein Angebot, dass Privat- und auch Geschäftsleute genutzt haben.

Die Botschaft „Nachdenken statt querdenken“.

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