Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Krippenausstellung in Wasserburg

Kripperlschaun in Wasserburg: Heimatmuseum zeigt Kunstwerke aus drei Jahrhunderten

Am Morgen nach der Geburt: Dieses Diorama ist eine Leihgabe von Margarete Kölbl aus Wasserburg.
+
Am Morgen nach der Geburt: Dieses Diorama ist eine Leihgabe von Margarete Kölbl aus Wasserburg.
  • Petra Maier
    VonPetra Maier
    schließen

Vom 24. November bis 6. Januar stellt das Wasserburger Museum zahlreiche Krippen aus. Als Krippenbauer vertreten sind unter anderen die Wasserburgerin Margarete Kölbl und der Landtagsabgeordnete Dr. Marcel Huber. Dazu gibt es ein buntes Rahmenprogramm und festlich geschmückte Museumsräume.

Wasserburg – Weihnachtszeit ist Krippenzeit. Doch es gibt auch einige Krippenliebhaber, die sich das ganze Jahr und teilweise sogar ihr ganzes Leben mit Krippen beschäftigen. Einer von ihnen ist Dr. Marcel Huber, Landtagsabgeordneter aus Mühldorf. Eine Krippe des früheren Ministers ist jetzt als Leihgabe im Museum Wasserburg zu sehen. Hier eröffnet am Mittwoch eine große Ausstellung.

Seit seinem 16. Lebensjahr begeistert sich Dr. Marcel Huber für den Krippenbau – seit Jahren tatkräftig unterstützt von seiner Frau Adelgunde. Ihre eigenen Schöpfungen durften teilweise eine lange Reise antreten: Eine schaffte es im Jahr 2012 sogar bis nach Bethlehem zur dortigen Friedens-Krippenausstellung. In Verona, bei der weltberühmten Krippenausstellung „Natale in Arena“, durfte der Ampfinger mehrere Jahre hintereinander seine Kunstwerke präsentieren. Und jetzt stellt er in Wasserburg aus: Vom 24. November bis zum 6. Januar präsentiert das Wasserburger Museum eine Vielzahl von Krippen aus drei Jahrhunderten – allesamt Zeitzeugen für die Handwerkskunst regionaler Krippenbauer bis in die Gegenwart.

Weitere Nachrichten aus der Region Wasserburg finden Sie hier.

Ebenfalls als Ausstellerin dabei: Margarete Kölbl. Die Frau des Wasserburger Bürgermeisters hat von Kindesbeinen an eine Schwäche für Krippen, wie sie unserer Zeitung im vergangenen Jahr im Advent verriet. 1995 entwickelte sich ihre Leidenschaft zu einem ernst zu nehmenden Hobby. Mit viel Geschick und Fingerspitzengefühl bearbeitet sie ihre Figuren: Sie werden gefärbt, angekleidet und repariert. Abgebrochene Finger zu ersetzen ist eine Filigranarbeit. „Das ist schwierig, eine regelrechte Wissenschaft“, so die Krippenexpertin. Mittlerweile beherrscht sie ihr Handwerk perfekt.

Lesen Sie auch: Margarete Kölbl liebt ihre prächtige neapolitanische Krippe, in der eine Figur schwer zu finden ist

Bezaubernde Darstellung des Geschehens der Heiligen Nacht: Diese Leihgabe stammt von Dr. Marcel Huber, MdL..

Bei der Ausstellung in der Herrengasse sind neben Leihgaben von Dr. Marcel Huber und Margarete Kölbl auch Werke von den Krippenfreunden Altötting und dem Verein für Krippen und religiöse Volkskunst Inn-Salzach zu sehen. Sie offenbaren ihr Können und den Umgang mit aktuellen und historischen Materialien in Form von monumentalen Großkrippen genauso wie Kleinkrippen. Schnitzkrippen stehen neben Besonderheiten aus Stein und einfache Papierkrippen neben aufwendigen Inszenierungen im neapolitanischen Stil. Zu entdecken sind dabei alle Szenen des weihnachtlichen Geschehens von Maria Verkündigung bis zur Flucht nach Ägypten.

Lesen Sie auch: Beyer-Krippe in Wasserburg: Majestätisch reitet Kaspar auf dem Elefanten

Ein besonderes Prunkstück ist die Wasserburger Beyerkrippe. Die Krippe ist über zwei Jahrhunderte gewachsen und umfasst über hundert Figuren. In den letzten Jahren wurde sie aufwendig restauriert und erhielt neue Unterbauten von lokalen Krippenbauern. Im Zentrum der Ausstellung werden ihre Figuren nun auf einem zweieinhalb Quadratmeter großen Krippenberg präsentiert. Ergänzend werden weitere historische Krippen des Museums zur Schau gestellt.

Weihnachtsstimmung rundherum

Wasserburger Volkskulturgeschichte: Die um 1870 entstandene Beyer-Krippe ist bei der Ausstellung im Museum Wasserburg zu sehen .

In der Weihnachtszeit ist das Museum zudem festlich geschmückt. Auf den Tischen der Bauernstuben stehen Paradeisl und Adventskranz und ein alter bäuerlicher Christbaum empfängt die Besucher. Im Musikzimmer verkündet ein Christbaum des Biedermeier die bürgerliche Weihnacht. Barbarazweige und Fatschenkindl erzählen von altbayerischen Traditionen. Viele weihnachtliche Inszenierungen gibt es zu bestaunen. Die Mitarbeiter verraten: In den frühen Abendstunden ist die Stimmung im Museum besonders schön.

Kripperlschaun im Heimatmuseum

Rund um die Ausstellung der Krippen hat das Heimatmuseum ein buntes Programm organisiert: Anmeldung dazu ist jeweils unter Telefon 0 80 71/92 52 90 bis jeweils 48 Stunden im Voraus erforderlich.

„Kripperlschaun“ heißt es am Sonntag, 5. Dezember, um 12 Uhr, und am Donnerstag, 6. Januar, um 16 Uhr. Die Führung stellt die einzelnen Krippen, deren Handwerkskunst sowie die Tradition, in der sie stehen, vor. Die Teilnehmer erfahren, woher die überbordende Fülle der neapolitanischen Krippen kommt, wie einzelne Krippen über Jahrhunderte wachsen und lebendig bleiben und warum die Träume zeitgenössischer Krippenbauer aus Styrodur gefertigt werden.

„Ihr Kinderlein kommet“ lautet der Titel einer Familienführung am Sonntag, 12. Dezember, um 12 Uhr. Familien mit Kindern im (Vor-)Schulalter hören die Weihnachtsgeschichte, lernen, wie man Krippen baut und suchen den Scherenschleifer in einer Krippe.

„Das Geheimnis der Heiligen Nacht“ ist eine interaktive Führung der Museumspädagogik für Kindergärten, Schulen und Horte. Sie macht mit der Weihnachtsgeschichte vertraut, erklärt den Ursprung der Krippe, ihre Figuren und die unterschiedlichen Handwerkstechniken. Im Anschluss basteln die Kinder ihre eigenen Papierkrippen. Buchung unter Telefon 08071 92 52 90

Öffnungszeiten:

24.11.2021 bis 6.1.2022, Dienstag bis Sonntag, 13 bis 16 Uhr; an den Adventswochenenden, Freitag bis Sonntag, 13 bis 18 Uhr,;

24., 25. und 31. Dezember geschlossen.

Aktuelle Zugangsvoraussetzungen unter ww.museum.wasserburg.de

Mehr zum Thema

Kommentare