BEHÖRDEN

Die Kreuze kommen

Ein Kreuz in jeder Behörde:In den staatlichen Ämtern im Landkreis hängen ab Freitag Kreuze. In den Rathäusern, die nicht kreuzpflichtig sind, gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen. hon

Ab 1. Juni gilt für Staatsbehörden die Kreuzpflicht. Eine Bestandsaufnahme zeigt, wie Landeseinrichtungen aber auch Rathäuser mit dem Kreuz umgehen.

Mühldorf – Streng genommen gibt es im Landkreis drei Landesbehörden, das Vermessungsamt, das Finanzamt und das Amtsgericht, alle mit Sitz Mühldorf. Auch das Landwirtschaftsamt in Töging – ebenfalls zuständig für die Bauern im Landkreis – ist eine Staatsbehörde und muss als solche ab Juni ein Kreuz im Eingangsbereich aufhängen.

Dort gibt es nach Angaben von Amtsleiter Josef Kobler noch kein Kreuz im Eingangsbereich. In den Klassenzimmern der Landwirtschaftsschule und einzelnen Büros hängen dagegen schon bisher Kreuze.

Umsetzung am Freitag

Er werde aber die entsprechende Anweisung aus dem Ministerium umsetzen und auch im Eingangsbereich ein Kreuz aufhängen lassen. So gehen auch Vermessungsamt und Finanzamt vor, sie wollen die Vorgaben aus München zum 1. Juni umsetzen. Im Amtsgericht hängt laut dem stellvertretenden Direktor Stephen Kroner seit gestern ein Kreuz im Eingangsbereich.

Ob das Landratsamt kreuzpflichtig ist, ist nicht sicher, da es nach Angaben von Landrat Georg Huber eine Sonderstellung hat. Das Gebäude gehört dem Landkreis, es beherbergt aber Staatsbehörden wie die Untere Naturschutzbehörde. Grundsätzlich gebe es im Landratsamt sehr viele Kreuze, sagte Huber, unter anderem im großen Sitzungssaal. Auch im Eingangsbereich soll ein Kreuz aufgehängt werden, teilte das Landratsamt gestern mit. Eine entsprechende Empfehlung vom bayerischen Landkreistag liege vor.

Die Rathäuser im Landkreis sind vom Kreuzerlass der Staatsregierung nicht betroffen, entsprechend unterschiedlich behandeln sie das Thema. In den Rathäusern Mühldorf und Waldkraiburg hängen derzeit keine Kreuze in den öffentlichen Räumen, nach Angaben der Sprecherinnen Monika Fesl und Stefanie Till ist auch nicht vorgesehen, Kreuze aufzuhängen.

Anders in Neumarkt-St. Veit, wo laut Bürgermeister Erwin Baumgartner drei Kreuze in öffentlichen Räumen hängen: Im Sitzungssaal, wo auch Trauungen gehalten werden, im Aufenthaltsraum und im Bürgermeisterbüro. Mehr soll es laut Baumgartner nicht geben. „Wer in seinem Büro eins aufhängen will, kann das gerne tun.“

Hans Leitner, Geschäftsstellenleiter in Ampfing sagt: „Das ist bei uns eine ständige Übung, an der halten wir fest.“ Im Ampfinger Rathaus hängen nach seinen Angaben seit Jahrzehnten Kreuze, unter anderem auch im Bürgerbüro sowie im Sitzungssaal.

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