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Kreisel ist fertiggestellt: Verkehr in Eiselfing läuft wieder rund

Eiselfing – Die Baustelle in der Ortsmitte hat die Autofahrer in und um Eiselfing zu langen Umleitungen gezwungen, ab sofort hat es damit ein Ende.

Am gestrigen Dienstag wurde nach einer Bauzeit von elf Wochen der „Minikreisverkehrsplatz“ – so die Bezeichnung durch das Landratsamt Rosenheim – termingerecht dem Verkehr übergeben. Der Kostenrahmen wurde mit 550 000 Euro nur wenig überschritten. Davon trägt der Freistaat 200 000 Euro.

Der Eiselfinger Bürgermeister Georg Reinthaler (Grüne) sprach bei der Einweihung von einem „wichtigen Tag“ für den Ort. „Das passt. Wir sind zufrieden.“ Das Thema Verkehrssicherheit rund um die Kreuzung habe die Gemeinde schon seit vielen Jahren beschäftigt. Vom Rosenheimer Ingenieurbüro Infra sei 2015 schließlich der Vorschlag gekommen, einen Kreisverkehr zu bauen, der auch dem Schwerverkehr gerecht werde. „Mit dieser Idee sind wir dann an den Landkreis herangetreten“, so Reinthaler. Auf das sonst übliche Kunstwerk in der Mitte sei verzichtet worden, weil die Insel für überlange Lkw überfahrbar sein müsse, sagte der Bürgermeister. Er lobte die Kooperationsbereitschaft der beiden an den Kreisel grenzenden Grundeigentümer, die Sparkasse und die Haustechnik-Firma Dirnecker. „Ohne deren Mitwirkung wäre das Bauwerk so nicht möglich gewesen.“ Reinthaler räumte ein, dass den Geschäften durch die Baumaßnahmen Verluste entstanden seien, für die es keinen Ausgleich gebe. Jetzt würden sie aber wieder vom Durchgangsverkehr profitieren.

Landrat Otto Lederer würdigte die fristgerechte Fertigstellung und die Qualität des Projekts: Gerade elf Wochen habe die Bauzeit betragen – „fast eine Rekordzeit“. Die integrierte Querungshilfe – eine Verkehrsinsel gleich am Kreisel – nannte er „sehr sinnvoll“. In diesem Zusammenhang sprach Lederer die hohe Verkehrsbelastung durch die beiden Kreisstraßen an. „Die eine (RO 36) ist mit 2500 bis 3500 Pkw belastet, die andere (RO 37) mit bis zu 6000 Pkw pro Tag.“ Und dazu komme der Schwerlastverkehr, der mit einer „gewissen Massivität“ da sei: 200 Lkw auf der einen Straße, bis zu 400 auf der anderen. „Ich hoffe, dass wir jetzt einen beruhigteren Abfluss des Verkehrs haben.“

Die Polizei Wasserburg sieht in der Baumaßnahme einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit: „Ein wichtiger Schritt. Das war eine unfallträchtige Kreuzung“, sagte der stellvertretende Polizeichef Christian Gollwitzer. Die nun abgeschlossene Baumaßnahme gefällt auch Anlieger Rupert Grundl (64): „Es ist alles einwandfrei verlaufen. Alles war erträglich und in Ordnung.“ Das Ergebnis sei wunderbar. Nicole Hintermayer von der Metzgerei Gassner räumte ein, man habe während der Bauphase „deutlich weniger Geschäft“ gehabt. Das sei spürbar gewesen. „Aber wir haben viele Stammkunden, die trotz der Baustelle gekommen sind.“ Sie freue sich, dass es jetzt im Geschäft wieder ganz normal zugehe. Elfriede Daumoser aus Rechtmehring, Inhaberin der Bäckerei-Filiale am Kreisel, wollte sich nur mit diesem Satz zitieren lassen: „Es hat uns sehr gefreut, dass uns die Kunden trotz der schwierigen Anfahrt die Treue gehalten haben.“

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