Kostenlose Gesichtsmasken für die Menschen in Amerang

Fleißig genäht wird derzeit in Amerang: Bei Gabi Langer und vielen weiteren Helferinnen in Amerang und Umgebung entstanden in Heimarbeit bereits viele nützliche und dekorative Mund-Nase-Masken. Auer
  • vonChrista Auer
    schließen

In Amerang nähen Freiwillige weiter Gesichtsmasken für die Menschen. Die nächste Ausgabe - kostenlos - erfolgt am 18. April. Allerdings nur für Ameranger Bürger.

Amerang – Viele Bürgerinnen aus Amerang und Umgebung nähen derzeit für Mitbürger Mund-Nasen-Masken. Eine kostenlose Abgabe ist bereits erfolgt – die nächste kostenlose Ausgabe an Ameranger Gemeindebürger findet am Samstag, 18. April, von 9 bis 12 Uhr am Eingang der Gemeindehalle in der Jahnstraße in Amerang statt.

„Wir machen mit“- die Idee der Riederinger Tierärztin Dr. Anne Bescher, mit selbst genähten Mund-Nase- Schutzmasken den Infektionsdruck von Corona zu reduzieren, fand Gabi Langer aus Amerang klasse. So was wäre auch für ihre Gemeinde toll, dachte die engagierte Bürgerin und startete auf der Suche nach freiwilligen Helferinnen spontan eine Umfrage in ihren in ihren WhatsApp-Kontakten.

Lesen Sie auch: Der Corona-Ticker – Aktuelle Entwicklungen zu Covid-19 in der Region, Bayern und der Welt

Die Resonanz sei riesig gewesen, erzählt Langer. Innerhalb von 2 Tagen hätten sich gut 20 freiwillige Näherinnen gefunden und es habe sich quasi der sprichwörtliche Schneeballeffekt eingestellt. Denn darüber hinaus hätten viele Mitbürger angeboten, Stoffe zu spenden oder bei der Organisation mitzuhelfen.

„Zu erleben, wie der Orte in einer Krisenzeit so eng zusammenrückt, ist eine schöne Erfahrung“, erzählt Gabi Langer. Das zeige, dass das gesellschaftliche Miteinander in der Gemeinde stimme und die Hilfsbereitschaft gerade in schwierigen Zeiten groß sei.

D as könnte Sie auch interessieren: Amerangs Triebfedern geehrt: Verdiente Einwohner erhalten die Bürgermedaille

So seien die selbst genähten Mund-Nase-Masken auch in Amerang zum Erfolgsmodell geworden. Den Näherinnen wurde dabei freie Hand gelassen. Die Modelle aus bunt bedruckten Baumwollstoffen gibt es in verschiedenen Ausführungen mit Bändern oder auch mit Gummischlaufen. Schließlich ist auch nicht jeder Kopf gleich. Mittlerweile wurden rund 550 Stück in Heimarbeit genäht und kostenlos an Ameranger Bürger ausgegeben.

Die Nachfrage an den ersten beiden Ausgabetagen war riesengroß. Klar, dass die Produktion weitergeht. An Stoffresten mangelt es nicht, jedoch haben Bänder und Gummis mittlerweile längere Lieferzeiten. Doch Materialnachschub ist mittlerweile wieder eingetroffen und so wird fleißig weitergenäht.

+++

Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren!

+++

Um den Bedarf für den privaten Bedarf für’s Erste zu decken, ist die Abgabe mit 2 Masken pro Haushalt begrenzt. „Das Ganze macht natürlich nur Sinn, wenn die waschbaren Masken dann auch ab sofort getragen werden“, appelliert Gabi Langer.

Sie hält es mit Dr. Eckhart von Hirschhausen: „Maske auf und weiteratmen“. Mit geringem Aufwand schütze man so seine Mitmenschen überall dort, wo es schwer ist, genügend Abstand zu halten, beim Einkaufen in den Lebensmittelgeschäften, der Apotheke oder beim Arzt. Letztendlich schütze man sich gegenseitig und darauf komme es an.

Natürlich handle es sich bei diesen Bedeckungen um kein Medizinprodukt, dass gegen den Coronavirus schützt, betont die Organisatorin. Sämtliche Hygienestandards müssen weiterhin eingehalten werden. Es bietet lediglich die Möglichkeit, das Ansteckungsrisiko für sich und andere zu senken.

Lesen Sie auch: Auch die Hände reden boarisch beim Einkauf im Evenhausener Dorfladen

Wer am Samstag nicht zur Verteilung kommen kann, der findet die Masken auch im Dorfladen Evenhausen. Wem es nicht möglich ist, eine Mund-Nasen-Bedeckung persönlich abzuholen, der kann sie auch bei der Gemeindeverwaltung bestellen, unter Telefon 0 80 75/91 97 31 oder per E-Mail an info@amerang.de.

Mehr zum Thema

Kommentare