„Komplizierte Geschichte“: Keine Bauleitplanung für ein Einzelprojekt in Edling

Als „komplizierte Geschichte“ bezeichnete Edlings Bürgermeister Matthias Schnetzer (CSU) den Antrag auf Bauleitpanung für eine Parzelle im Gewerbegebiet an der Hochhauser Straße.

von Barbara Hilbert-Rieger

Edling – Die dafür notwendige Änderung des Flächennutzungsplans sei sehr zeit- und kostenaufwendig, eine Änderung des Bebauungsplans sei für nur eine Parzelle nicht möglich, so Schnetzer in öffentlicher Sitzung des Edlinger Gemeinderates.

Dr. Stefan Schweitzer (CSU) meinte dazu, der Gemeinderat solle sich Gedanken für die Zukunft machen und es angehen, das ganze Gebiet zu überplanen. Vielleicht könne der Antrag der Einstieg in Gespräche über ein Gesamtkonzept mit den Eigentümern darstellen. Auch Helmut Hammerbacher (UBG) sah die Notwendigkeit, das gesamte Gebiet zu überplanen und wollte keinen Einzelanträgen zustimmen. Eine ähnliche Meinung äußerte Rudi Adler (CSU), der für eine Gesamt-Lösung für das „Riesen-Gewerbegebiet“ warb, die man vielleicht in gegenseitigem Einverständnis zwischen Eigentümern und Gemeinde verwirklichen könne. Auch er könne kein Einzelprojekt unterstützen, betonte der Gemeinderat.

Verständnis für den Antragsteller äußerte Josef Krieger (ÜWG), der Baubewerber wolle wohl einen Teil seines Grundstücks für einen Bauplatz nutzen.

Bürgermeister Schnetzer schlug vor, von einer Bauleitplanung abzusehen, bis ein Gesamtkonzept und eine rechtliche Entscheidung über das angrenzende Mischgebiet vorliege. Der Bauplatz liege nicht im Innenbereich und die Aufstellung eines Bebauungsplans für eine Parzelle sei nicht möglich, betonte Schnetzer weiter. Diesen Vorschlag des Bürgermeisters befürwortetenzwölf Gemeinderäte. Josef Krieger und Nicole Bauer-Schäfer (beide ÜWG) stimmten dagegen.

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