Kommt einTrimm-Dich-Pfad für Senioren in Schnaitsee?

Im Süden der Panoramastraße könnte ein möglicher Trimm-Dich-Pfad für Senioren entstehen.
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Im Süden der Panoramastraße könnte ein möglicher Trimm-Dich-Pfad für Senioren entstehen.

In einer Aktion der LEADER-Aktionsgruppe „Chiemgauer Seenplatte“ und der Technischen Universität München wurde auch die Installation eines „Senioren-Trimm-Dich-Pfades“ in Schnaitsee untersucht. Die beiden Standorte am Panoramaweg und am Weitsee kamen in die engere Wahl.

Schnaitsee – Die Vorstellung der Objektuntersuchungen fand in einer Videokonferenz statt. In Schnaitsee wurde die Präsentation in den Rathaussaal übertragen. Nach der Einführung durch LAG-Manager Christian Fechter und einer Diskussion rund um die Tourismusakzeptanz in der Bevölkerung stellten die Studierenden Annika Hamm, Julia Kamm und Ann-Katrin Frank ihre Ergebnisse für die Gemeinde Schnaitsee vor.

„Panorama-Weg“ wäre gut erreichbar

Beim Standort „Panoramaweg“ ermittelte das Trio die Nähe zum Zentrum und der Seniorenwohnanlage, die gute Erreichbarkeit auch mit dem Rollstuhl und die bereits vorhandene Fläche „mit wunderbarer Süd-Weitsicht“ als Vorteile. Nachteilig sei hier die schlechte Beschattungsmöglichkeit, da wegen der Aussicht eine Bepflanzung nicht in Frage komme sowie die fehlenden Parkplätze. Die Studierenden stellten dazu geeignete Geräte vor und hatten auch schon eventuelle Kosten ermittelt. Für den „Panoramaweg“ würden für die Geräte je nach Auswahl zwischen 16 000 und 23 000 Euro erforderlich sein.

Am Weitsee wäre zwischen der Bewaldung und der Liegewiese eine geeignete Fläche mit Schatten vorhanden. Ebenso gibt es viele Parkmöglichkeiten auch mit Behindertenparkplätzen, sanitäre Einrichtungen und einen Kiosk. Diesen Pfad könnten auch alle Badegäste benützen, hieß es.

Vor- und Nachteile

Diesen Vorteilen stehen laut Bericht auch einige Nachteile gegenüber. So etwa die große Entfernung zum Ort. Dadurch wäre die Einrichtung mit dem Rollstuhl schwer erreichbar. Zudem werden am See Eintrittskosten verlangt. Der Pfad befände sich im Landschaftsschutzgebiet und hätte einen moorigen Untergrund.

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Am See brachten die Studierenden auch eine Rollstuhlrampe und eine Boulebahn zur Sprache. Hier würden die Kosten je nach Geräteauswahl zwischen 43 000 und 48 000 Euro betragen. Dazu informierten die Studierenden über die Möglichkeiten zur Förderung durch LEADER. Zu den Preisermittlungen kämen noch die Kosten für Planung, Montage und Wartung dazu.

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Bürgermeister Thomas Schmidinger (CSU) bedankte sich für die aufschlussreiche Präsentation. „So ein Blick von außen in die Gemeinde erweitert immer den Horizont. Das sind sehr gute Anregungen, die in unsere Planungen sicher mit einfließen.“ Auch Fechter gefiel die Präsentation und nannte sie genau passend zu den Zielen der „Chiemgauer Seenplatte. „Zudem könnten die Einrichtungen auch für umliegende Gemeinden Nutzen bringen.“

Die Lokale Aktionsgruppe und LEADER

Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Chiemgauer-Seenplatte ist ein Zusammenschluss von 24 Gemeinden im Osten des Landkreises Rosenheim und im Westen des Landkreises Traunstein. Die LAG Chiemgauer-Seenplatte wurde 2002 von sieben Gemeinden gegründet. Nach einer Erweiterung der Aktionsgruppe auf 16 Gemeinden in der Förderperiode 2007 bis 2013 ist die LAG Chiemgauer-Seenplatte heute auf 24 Gemeinden gewachsen. LEADER ist ein Maßnahmenprogramm der Europäischen Union, mit dem seit 1991 modellhaft innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert werden.

ju

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