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Wie viel Regeln braucht das städtische Leben in Wasserburg? Es lebe das Chaos!

Heike Duczek
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Fehlentwicklungen müssen korrigiert werden. Doch wann beginnt die Regulierungswut? Der Wasserburger Bauausschuss hat sich damit intensiv beschäftigt. Heike Duczek, Redakteurin der Wasserburger Zeitung, plädiert für mehr Mut zum Chaos.

Wasserburg – Ein Thema hat sich wie ein roter Faden durch die Mammutsitzung des Bauausschusses gezogen: die Frage, wie viel Regeln das städtische Leben benötigt. Wann sind sie unumgänglich, wann beginnt die Regulierungswut?

Beispiel eins– eine Freiflächengestaltungssatzung: ja. Im Fokus des Antrags der Grünen steht vor allem ein Wunsch: keine Schottergärten. Ein Verbot muss kommen. Denn diese Steinwüsten sind nicht nur hässlich, sie bieten null Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Geht gar nicht in einer Stadt, die den Klimanotstand ausgerufen hat.

Beispiel zwei – Ausnahmegenehmigung für Heizpilze in Biergärten und auf Außenterrassen: jein. Die Energiefresser-Geräte sind generell nicht mehr erlaubt. 2020 machte der Stadtrat jedoch eine Ausnahme, um die Wirte zu unterstützen. Im zweiten Corona-Jahr wollte die Stadtratsfraktion von CSU/Freie Wähler/Wasserburger Block die Heizpilze noch einmal zulassen. Doch mit knapper Mehrheit fiel die Aussetzung des Verbots in diesem Sommer durch. Hier hätte der Ausschuss ruhig zum hoffentlich letzten Mal ein Auge zudrücken können und den schwer gebeutelten Gastronomen eigenverantwortlich die Chance geben sollen, an kalten Sommertagen die Heizgeräte einzuschalten. Das wird erst ab September erlaubt sein, falls pandemiebedingt dann noch immer nur die Außenbereiche der Gaststätten öffnen dürfen.

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Beispiel drei – Parken verboten für Motorräder vor dem Rathaus: nein. Die schweren Maschinen gehören im Sommer zu Wasserburg ebenso dazu wie die Altstadtfeste. Die Stadt ist ein Ausflugsziel – und das ist am Wochenende am Marienplatz deutlich zu sehen, wenn die Motorräder und ihre lederbekleideten Fahrer und Fahrerinnen das Bild bestimmen. Klar, auf dem Marienplatz ist es dann etwas chaotisch, es gibt kaum ein Durchkommen. Die wenigen Parkflächen, die nun ausgewiesen werden, können dieses Problem sicherlich nicht lösen. Doch ist die Motorradparade vor dem Rathaus wirklich so schlimm? Manchmal darf es ruhig etwas ungeordneter sein. Es lebe das Chaos!

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