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Miniphänomenta

Kleine Forscher sind in Pfaffing und Albaching im Experimentierfieber

Wir wirken sich Hindernisse auf die Geschwindigkeit aus? Dafür interessierten sich (von links) Anna Pypetz (10), Johannes Posch (11) und Maxi Bögl (10) besonders.
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Wir wirken sich Hindernisse auf die Geschwindigkeit aus? Dafür interessierten sich (von links) Anna Pypetz (10), Johannes Posch (11) und Maxi Bögl (10) besonders.
  • VonKarlheinz Günster
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Physik gilt als schwieriges Schulfach, dabei ist es nicht nur einfacher als gedacht, sondern auch spannend, wissenschaftliche Zusammenhänge zu verstehen, finden die Schüler aus Pfaffing und Albaching.

Pfaffing/Albaching – Die Neugierde der Kinder wecken und zum Mitmachen ermutigen, das ist das Ziel der Miniphänomenta, die seit 15 Jahren Schulen in Bayern besucht. Angeboten wird das von der Initiative der „Wirtschaft im Dialog im Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft“. Einfache, von der Universität Flensburg entworfene Stationen zeigen den Kindern physikalische Zusammenhänge auf. Jetzt bei der Abschlussveranstaltung fassten die Verantwortlichen mit den Eltern die vergangenen Projektwochen zusammen.

Staunen, forschen und begreifen

48 einfach konstruierte Experimentierstationen bereicherten die Schulhäuser in Pfaffing und Albaching. Die bestanden meist aus einem Holzgestell, darin verdeutlichten unter anderem Pendel und Kugeln die Auswirkungen der Schwerkraft, des Magnetismus, oder wie Wasser den Klang eines Glases verändert, die Schwimmfähigkeit mit Luft gefüllter Gegenstände und vieles mehr. In den beiden Wochen ist das von den Kindern eingehend und vor allem nach Lust und Laune betrachtet und untersucht worden. Es gab dazu keine Einführung, alles soll selbsterklärend sein. Ließen sich Zusammenhänge doch nicht alleine durch ausprobieren begreifen, halfen die Lehrer. Die Sprache oder die Fähigkeit zu lesen, spielt dabei keine Rolle. Rektorin Daniela Kunerl bedankte sich bei den vielen Helfern, die das Vorhaben überhaupt ermöglichten. Doreen Dambacher vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft erklärte das Konzept: „Staunen, forschen und begreifen“ und das möglichst selbstständig.

Charlotte Hapak (6) untersuchte, was magnetisch ist und was nicht.

Marc Hilgenfeld vom „Bayerischen Unternehmensverband Metall und Elektro“ sprach als Hauptförderer der Aktion gezielt die Eltern an. Sie mögen bitte ihre Kinder unterstützen und bei der späteren Berufswahl „nicht den eigenen Stempel aufdrücken“. Lieber beim Erkunden „das Kind einfach mal machen lassen“.

Auf Nachfrage erklärte er diese deutlichen Worte damit, dass bei der Berufsfindung Kinder immer wieder mit Vorbehalten der Eltern zu tun haben, etwa dass technische Berufe nichts für Mädchen seien. Das sei sehr schade, so Hilgenfeld, denn in diesen Berufsfeldern würden dringend Arbeitskräfte gesucht und ganz klar eben auch Mädchen. Ob das Projekt Früchte trage, sei beim Grundschülern schwer zu sagen, doch es sei immer noch besser, als dem Fachkräftemangel nur zuzuschauen.

Pfaffings Bürgermeister Josef Niedermeier hofft, dass damit Kinder ihre Eltern begeistern können und Albachings Bürgermeister Rudolf Schreyer erklärte, wie wichtig selbstständiges Erforschen für die Kinder sei.

Der Aufbau zieht weiter, was bleibt?

Der Aufbau zieht nun weiter, die nächste Station ist Markt Schwaben, erklärte Doreen Dambacher vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft. Es gebe für diese bayerische Miniphänomenta nämlich eine Bewerberliste.

Ein kleines Sommerfest mit Tanz führten die Kinder zum Abschluss ihrer beiden Forscherwochen auch noch auf.

Wie geht es in Pfaffing weiter? Im Idealfall finden sich Eltern und Sponsoren, die mit einfachen Mitteln die beliebtesten Stationen daraus nachbauen. Ein wenig Holz, ein paar Utensilien genügen, damit auch nachfolgende Kinder die Gelegenheit haben, spielerisch physikalische Zusammenhänge zu erfahren.

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