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Berufen

Kardinal Reinhard Marx weiht Anton Wölfl in der Klosterkirche Gars zum Priester

Handauflegung durch den ältesten Pater des Klosters, Pater Hans Aimer, 100 Jahre alt. Links Kardinal Reinhard Marx.
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Handauflegung durch den ältesten Pater des Klosters, Pater Hans Aimer, 100 Jahre alt. Links Kardinal Reinhard Marx.
  • VonBruno Münch
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Er war Industriekaufmann, doch Anton Wölfl aus Obertaufkirchen entschied sich nach der Ausbildung für den Beruf des Priesters. In der Pfarr- und Klosterkirche Gars fand jetzt der Weihegottesdienst mit Kardinal Reinhard Marx statt.

Gars – Zu einem außergewöhnlichen Ereignis hatten sich in der Pfarr- und Klosterkirche Verwandte, Mitbrüder, Garser Missionsschwestern und Gottesdienstbesucher aus der Pfarrgemeinde eingefunden: Kardinal Reinhard Marx weihte den Redemptoristen Frater Anton Wölfl aus Obertaufkirchen zum Priester.

In diesem Frühjahr war der Neupriester schon zum Diakon geweiht worden. Die Weihe hatte er an seinem dreißigsten Geburtstag in Dinkelscherben, wo er sein Seelsorgspraktikum ableistete, vom Augsburger Bischof Bertram Meier empfangen. Vorausgegangen waren seine Ordensgelübde auf Lebenszeit, die er im vergangenen Jahr in Gars abgelegt hatte.

Berufung eine Liebesgeschichte

Anton Wölfl legte die Mittlere Reife in Mühldorf ab und ließ sich zunächst zum Industriekaufmann ausbilden. Dann zog er ins Kloster der Redemptoristen in Cham und legte das Abitur an einem Gymnasium für Spätberufene ab. Nach einem Jahr Noviziat in Österreich studierte er in Würzburg und schloss das Studium als Magister der Theologie ab.

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Zu Beginn des feierlichen Weihegottesdienstes begrüßte Provinzial P. Edmund Hipp Kardinal Marx, der in seinen einleitenden Worten dazu aufforderte, sich mit dem Neupriester und den Eltern auf den Weg zu Gott zu machen. Er dankte ihnen für das Geschenk eines Lebens, das an Gott und die Menschen abgegeben werde.

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In seiner Ansprache führte der Kardinal aus, dass der Beruf des Priesters heute die Menschen besonders interessiere. Ohne Priester könne es niemals gehen, denn die Feier der Eucharistie sei der Mittelpunkt im Leben der Kirche. Was es aber bedeute, Priester zu sein, dafür finde man Antwort im gehörten Evangelium: Zentrales Thema sei die Liebe, sie sei aber nicht nur ein Gefühl, sondern stehe für die Erfahrung des Angenommenseins schlechthin.

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Das sei auch in der Lesung angesprochen, in der Jeremia erfahren habe, dass ihn Gott schon vom Mutterleib an zum Propheten erwählt habe. Die Berufung eines Menschen sei eine Liebesgeschichte, sie bedeute, in der großen Liebe seines Lebens zu leben. Der Priester vertrete Jesus, wie es auch im Korintherbrief angesprochen sei: Die Eucharistie führe unmittelbar in die Dynamik der Liebe hinein und setze sich im Alltag fort. Aber neben der Liebe und der Eucharistie sei auch die Freundschaft ein Schlüsselbegriff priesterlicher Existenz, stellte Marx fest. Ohne Freundschaft gebe es keine Seelsorge, denn diese dürfe nicht „von oben“ kommen.

Bei der feierlichen Anrufung aller Heiligen lag der Weihekandidat hingestreckt vor dem Altar.

Hingestreckt vor dem Altar

Die eigentliche Weihe zum Priester wurde nach dem Wortgottesdienst eröffnet durch die feierliche Anrufung aller Heiligen, dabei lag der Weihekandidat hingestreckt vor dem Altar. Es folgten Handauflegung, Weihegebet und Salbung der Hände durch den Bischof. Nach Überreichung von Brot und Wein und Anlegen der Gewänder nahmen alle anwesenden Priester den Neupriester in ihren Kreis auf, indem sie ihm ebenfalls die Hände auflegten.

Den ersten Primizsegen erteilt

Nach der Eucharistiefeier verabschiedete der Kardinal die Gläubigen, indem er auf die Bedeutung der Freude für das Leben hinwies. Sie könne nicht befohlen werden, sie sei aber neben Liebe, Eucharistie und Freundschaft der vierte Wert, zu dem der Priester die Menschen führen müsse. Nach dem Segen des Kardinals erteilte auch Anton Wölfl, der am nächsten Sonntag in Obertaufkirchen seine Primiz feiern wird, seinen ersten Primizsegen.

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Die musikalische Gestaltung des Weihegottesdienstes hatten die Chorgemeinschaft Mariä Himmelfahrt und eine Bläsergruppe unter der Leitung von Reinhold Schuhbeck und Korbinian Kebinger übernommen.

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