„Kinderhaus Arche Noah“ in Haag verzeichnet Defizit von über 70.000 Euro

Das Kinderhaus Arche Noah in Haag hat ein Defizit von mehr als 70.000 Euro.
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Das Kinderhaus Arche Noah in Haag hat ein Defizit von mehr als 70.000 Euro.

Für das „Kinderhaus Arche Noah“ an der Berger Straße präsentierte Verwaltungsleiterin Sabine Materna dem Haager Gemeinderat den Haushaltsplan für dieses Jahr. Das Defizit beträgt mehr als 70.000 Euro.

Von Ludwig Meindl

Haag – Die jährliche Vorlage beruht auf einer Vereinbarung zwischen Kirchenstiftung und Marktgemeinde aus dem Jahr 2011, die auch das Minus dieser Einrichtung trägt. Im Gegenzug verpflichtete sich die Leitung der Institution in Trägerschaft der katholischen Kirche, dem Gremium jedes Jahr den Haushaltsplan vorzulegen, um die Zustimmung einzuholen. Für das aktuelle Jahr enthielt der Plan einen Fehlbetrag 71.521 Euro. Er werde mit den Überschüssen des Vorjahres verrechnet.

Vier Gruppen mit 110 Plätzen

Die Zahlen umfassen auch die Jahre 2018 mit einem Minus von 17.836 und 2019 mit dem Defizit von 37.915 Euro. Zum September 2019, begann sie ihren Bericht, sei die „Arche Noah“ mit zwei weiteren Kindergruppen gestartet. Das bedeutete 24 zusätzliche Plätze. Nach der Generalsanierung verzeichne man nun vier Kindergartengruppen mit 110 Plätzen und vier Krippengruppen mit 48 Plätzen. Die Kindertagesstätte nehme außerdem als anerkannte Integrationseinrichtung auch Kinder mit Handicap auf. Für das folgende Kindergartenjahr erwarte Materna etwa zwölf bis 14 Kinder.

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Die Personalplanung zum Start am 1. September sei abgeschlossen: „Es wurden zwei Berufspraktikantinnen als Erzieherinnen übernommen.“ Daneben habe man eine Erzieherin, zwei Kinderpflegerinnen und eine Praktikantin im Anerkennungsjahr für Erzieher eingestellt.

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So beschäftigt nach der aktuellen Statistik das „Kinderhaus Arche Noah“ ab September 30 Mitarbeiter im pädagogischen Bereich. Die Fachkraftquote konnte von über 50 Prozent im Januar auf 80 Prozent im September angehoben werden.

Den negativen Betrag von 70 000 Euro für das aktuelle Jahr rechtfertigte Materna mit Ersatzbeschaffungen für Kindergartengruppen. So sei man auch 2019 ins Minus gerutscht. Durch entsprechende Rücklagen sei der Betrag finanziert: „Die erforderliche Liquiditätsreserve ist nicht berührt.“

80 Prozent Personalkosten

Das Volumen für den aktuellen Haushalt benannte sie mit 1,25 Millionen Euro. 80 Prozent davon seien Personalkosten. Ein abschließender Hinweis galt den Betriebskosten der Einrichtung. Sie würden durch den Staat gefördert. Zusätzliche Unterstützung leiste der Bezirk Oberbayern im Bereich der Eingliederungshilfe für Kinder mit Handicap, die Gemeinde und die Diözese.

Nach wenigen Fragen befürwortete das Gremium den Haushalt mit 16 gegen zwei Stimmen von Dr. Bernhard Grabmeyer (Freie Wähler) und Egon Barlag (Freie Wähler).

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