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Nach ÖDP-Distanzierung von Maiers Verhalten bei Impfgegner-Demo

„Kindergartenspiel“? Wasserburger Stadtrat Flemisch erklärt Rücktritt vom Rücktritt

Christian Flemisch.
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Christian Flemisch.
  • Heike Duczek
    VonHeike Duczek
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Große Bestürzung hatte der angekündigte Rücktritt des Wasserburger ÖDP-Stadtrats Christian Flemisch ausgelöst. So gestärkt, hat der 49-Jährige jetzt den Rücktritt vom Rücktritt mitgeteilt. Flemisch bedauert das Hin und Her, sieht darin jedoch auch etwas Gutes.

Wasserburg – Seine Ankündigung, das Stadtratsmandat aufzugeben, war noch nicht rechtskräftig, denn Flemisch hatte Bürgermeister Michael Kölbl (SPD) und die Fraktion aus Bürgerforum/Freie Wähler Reitmehring-Wasserburg/ÖDP nur per Mail informiert. Ein Rücktritt erlangt laut Kölbl erst dann Rechtmäßigkeit, wenn er schriftlich in Papierform mit Originalunterschrift im Rathaus ankommt. Das war noch nicht geschehen – Gelegenheit für Flemisch, die Entscheidung zu überdenken.

Rücktrittserklärung zerrissen

Er habe die Rücktrittserklärung zerrissen und gebe sie nicht ab, teilt er in einem Schreiben an Stadträte und Kölbl mit, das der Redaktion vorliegt. Nach einem Besuch im Rathaus am Dienstagmorgen, 18. Januar, und einem Gespräch mit dem Bürgermeister kündigte Flemisch auf Anfrage der Wasserburger Zeitung außerdem an, nicht nur im Stadtrat, sondern auch in der ÖDP bleiben zu wollen.

Denn diese habe sich im Verlauf der Debatten um irritierende Auftritte, Aussagen und Vorwürfe des ÖDP-Kreisrates Ludwig Maier bei von ihm geleiteten Demonstrationen von Impfgegnern in Wasserburg klar von Maiers Verhalten distanziert. Die ÖDP auf Kreisebene habe sich deutlich von Maiers Meinungen abgegrenzt und klargestellt, dass es sich dabei um Aktionen einer „über die Stränge schlagenden Einzelperson“ gehandelt habe, die mit der Partei nichts zu tun hätten.

„Vorschnell gehandelt“

Flemisch räumt ein, dass sein Hin und Her um den Rücktritt und dessen Zurücknahme den Bürgerinnen und Bürger vorkommen könne wie „ein Kindergartenspiel“. Er habe vorschnell gehandelt, bedauert er. Doch als junger und noch unerfahrener Kommunalpolitiker (Flemisch sitzt seit 2020 im Wasserburger Stadtrat) habe er sich zu Unrecht ins Kreuzfeuer der Kritik an Maier hineingezogen gefühlt. Er habe befürchtet, dass die Glaubwürdigkeit seiner Partei, die er im Stadtrat vertrete, und damit das Grundvertrauen in seine Person in Gefahr geraten könne.

Das sei jedoch nach den Stellungnahmen von ÖDP-Kreisvorstandsmitgliedern in den OVB-Heimatzeitungen und deren klaren Bekenntnis gegen jegliche Form von Rechtsextremismus nicht zu befürchten, habe er eingesehen. Flemisch betont, Aussagen von Maier bei Demonstrationen gegen die Corona-Politik seien nicht vom Programm der ÖDP gestützt. Die Partei sei für das Impfen als Mittel zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, jedoch gegen die Impfpflicht.

„Lasst uns gemeinsam stark sein und Wasserburg weiter erfolgreich gestalten. Krisen gibt es überall, man darf hinfallen, sollte aber wieder aufstehen“, deutet Flemisch an, dass er seine Zweifel darüber, ob er politisch weiterarbeiten möchte, überwinden will.

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