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Aus dem GEMEINDERAT

Kinderbetreuung in Eiselfing leidet unter Platznot - schon wieder

Die Betriebserlaubnis für den Container läuft in diesem Jahr aus.
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Die Betriebserlaubnis für den Container läuft in diesem Jahr aus.

Schon wieder zu klein ist der Kindergarten Sankt Rupertus in Eiselfing. Der Gemeinderat zeigte sich zuerst etwas ratlos, hat jedoch einen Lösungsansatz.

Eiselfing – Eigentlich stand auf der Tagesordnung nur eine Information des neu gegründeten Katholischen Kindergartenverbundes Wasserburger Land zur Situation im Eiselfinger Kindergarten Sankt Rupertus. Doch aus dem Sachstandsbericht entwickelte sich eine ernsthafte Beratung zur Frage, wie Eiselfing längerfristig zusätzliche Raumkapazitäten für die Kinderbetreuung schaffen kann.

Problem trifft in einigen Jahren auch die Schule

Jetzt schon wissen die Verantwortlichen in der Gemeinde Eiselfing, welche prekäre Situation im kommenden Kindergartenjahr auf sie zukommen wird. „Elf sogenannte überzählige Anmeldungen ohne Kapazitätsmöglichkeiten liegen noch vor“, sagte der Bürgermeister der Gemeinde, Georg Reinthaler (Grüne). Er geht davon aus, dass noch weitere Nachmeldungen dazu kommen. Durch die Zunahme der Bevölkerung in den vergangenen Jahren sei eine Platznot entstanden, die jetzt den Kindergarten und in einigen Jahren wohl auch die Schule betreffe.

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Für den Kita-Verbund machte deren Geschäftsführer Christian Schneider die Haltung der Erzdiözese als Kindergartenträger deutlich. „Eine Erweiterung mit zusätzlichen Gruppen ist nicht mehr möglich. Das hat das Ordinariat in einem Moratorium festgelegt.“ Er könne sich nur vorstellen, dass innerhalb des Verbundes einzelne Plätze zur Verfügung ständen. „Jetzt haben wir gerade erweitert. Muss jetzt noch ein zweiter Kindergarten her?“, fragte Rupert Reininger (UWE) schon fast ein wenig ratlos seine Kolleginnen und Kollegen und den Bürgermeister. Georg Lichtmannegger (UWE) wollte deshalb wissen, wie es mit dem Kindergarten weitergehen soll, wenn zugleich das Schulgebäude dringend baulich und technisch saniert werden muss.

Nochmaliger Anbau an das Gebäude ist nicht mehr möglich

Für Reinthaler ist die Situation klar. „Ein nochmaliger Anbau am bestehenden Gebäude ist nicht mehr möglich.“ Alternative Gebäude gäbe es nicht und die Gemeinde selber könne nicht in eine Trägerschaft für einen zweiten Kindergarten einsteigen. Er sehe als Bürgermeister und aus Sicht der Gemeinde keine finanziellen Möglichkeiten, in diesem Zusammenhang Investitionsmittel zur Verfügung stellen zu können. „Die Sanierung der Schule, wie sie auch immer ausfallen wird, bindet hier die Mittel der Gemeinde in den kommenden Jahren“ stellte Reinthaler fest.

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Eine alternative Möglichkeit brachte Schneider in die Beratung ein – alternativ im eigentlichen Sinne: „Es gibt private Träger mit fertigen Konzepten für Naturkindergärten, die in der Bevölkerung gut ankommen“. Er selber habe dort praktische Erfahrungen im Rahmen seiner Tätigkeiten mitnehmen können. Er würde als Verbund-Geschäftsführer der Gemeinde gerne seine Unterstützung bei der Suche nach Lösungsmöglichkeiten in diesem Bereich anbieten. „Bis September diesen Jahres wäre das zwar sehr sportlich. Aber zum Jahresbeginn 2022 ist das machbar“, nannte er als realistische Zeitplanung für die weitere Vorgehensweise.

Naturkindergarten nach dem Beispiel Babensham?

Irmgard Inninger (UWE) wollte wissen, ob es überhaupt genug erzieherische Fachkräfte gebe, die in einem Waldkindergarten arbeiten wollten. Dies konnte der Bürgermeister bestätigen. „Es gibt dafür immer wieder einmal Anfragen bei der Gemeinde. Ebenso werden mit interessierten privaten Trägern selbstverständlich entsprechende Gespräche geführt. Die Gemeinde bietet jede mögliche logistische und sonstige Hilfe an.“ Manuel Latein (UWE) wusste noch, dass in Babensham der Naturkindergarten „sehr gut läuft“. Sepp Pauker und Rupert Reininger (beide UWE) schlugen vor, gleich eine zweigruppige Lösung vorzusehen.

Für Johann Herzog (CSU) wäre es wünschenswert, im Rahmen einer Gemeinderatssitzung in Eiselfing von einer Fachkraft weitere Informationen zu erhalten. Das wird jetzt geschehen.

Betriebserlaubnis für die Container läuft aus

Thema wurden im Zusammenhang der Beratung über die Situation der Kinderbetreuung in Eiselfing die Container, in der die Kinderkrippe untergebracht ist. Die Betriebserlaubnis besteht nur noch für das laufende Jahr. Die Gemeinde wisse nicht, ob vom Landratsamt ein weiteres Nutzungsjahr genehmigt werde so die Verwaltung.

Die Kindergartenleiterin Irmgard Wagner sieht dort für den Kindergarten selbst sowieso keine Lösung. „Egal ob Container oder ein kleines Gebäude in Holzbauweise, es ändert sich nichts dabei. Es sind einfach zu viele Kinder. Das räumliche Konzept mit neun Gruppen ist komplett ausgeschöpft. Auch im Garten. Da geht einfach nichts mehr!“ Ohne ihr „Traumteam“ von Mitarbeiterinnen, so die Kindergartenleiterin, wäre die jetzige Situation nicht zu stemmen gewesen.

„Es pressiert„

Im einstimmigen Beschluss legte der Gemeinderat fest, den Bürgermeister damit zu beauftragen, „umgehend“ mit dem Grundeigentümer „rund um den Eiselfinger See“ Kontakt aufzunehmen. Zugleich sollen entsprechend weitere Schritte und Prüfungen eingeleitet werden, die eine dauerhafte bauliche Lösung an Stelle des Containers für die Krippe auf den Weg bringen. „Es pressiert“ wie Reinthaler am Ende der umfangreichen Beratung sagte.

Nicht mehr erweiterungsfähig: der Kindergarten Sankt Rupertus.

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