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GESPRÄCHE MIT PFLEGEELTERN

„Die Kinder sind mir wie eigene ans Herz gewachsen“

Dagmar Trautner
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Dagmar Trautner

Dagmar Trautner, Vorsitzende des Vereins „Pfad für Kinder“ in Schechen, hatte zur Fachtagung „Die Rechte von Pflegekindern“ eingeladen. Es informierte Ulrike Schulz, selbst Pflegemutter und Fachkraft für Jugendinformation.

Schechen/Rosenheim – Die OVB-Heimatzeitung sprach mit Pflegeeltern über ihre Beweggründe.

Dagmar Trautner, 63 Jahre, Rosenheim:

Ich habe ein leibliches Kind und ein Pflegekind. Beide sind erwachsen. Mit der Aufnahme eines Pflegekindes verändert sich viel. Man wird dadurch eine offene Familie. Jugendamt, Familienrichter, Vormund, leibliche Eltern – alle reden mit. Das ist keine einfache Situation. Darum ist es wichtig, frühzeitig Hilfe zu suchen.

Claudia Grosam, 43 Jahre, Schwandorf:

Die Tochter meines Mannes hat sehr jung ein Kind bekommen. Sie konnte es nicht selbst groß ziehen. Für mich stand von Anfang an fest, dass ich mich um dieses Kind kümmern muss. Also wurde ich Pflegemutter. Natürlich haben wir manchmal auch unsere Probleme. Aber das wäre mit leiblichen Kindern doch auch nicht anders.

Maria Setz, 65 Jahre, Hochstätt:

Ich wollte nicht kinderlos bleiben. Heute bin ich Mutter eines Pflegekindes und eines Adoptivkindes. Beide sind jetzt schon lange erwachsen und haben eigene Kinder, so bin ich also auch stolze Oma. Ein Enkelkind hat mich schon früh gefragt, warum sein Vater zwei Mütter hat. In so einem Fall ist es dann wichtig, ehrlich zu sein.

Engelbert Mertel, 48 Jahre, Sulzbach:

Wir haben zwei Pflegekinder. Die Brüder sind sieben und elf Jahre alt. Der Elfjährige wurde vor fünf Monaten zu seiner leiblichen Familie zurückgeführt. Dass er jetzt nicht mehr da ist, das tut schon sehr weh. Man weiß zwar, dass so etwas passieren kann. Aber je länger ein Kind in der Familie ist, desto mehr gewöhnt man sich daran.

Monika Mois, 63 Jahre, Schwandorf:

Ich habe immer schon Tageskinder gehabt. Dadurch lag irgendwann der Weg zu einem Pflegekind nahe. Heute bin ich Pflegemutter von elfjährigen Zwillingen. Es ist nicht immer leicht. Jedes Pflegekind bringt sein Päckchen mit. Aber man bekommt durch diese Aufgabe auch unendlich viel zurück. Die Zwillinge sind wie meine Kinder.

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