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ANERKENNUNG FÜR ENGAGEMENT

Kiebitz bedankt sich in Amerang mit „Nestprämie“

Die „Nestprämie“ wird überreicht. Vorne von links: Margit Böhm von der Unteren Naturschutzbehörde, die Landwirte Franz Sigl und Martin Huber sowie Bürgermeister Konrad Linner. Im Hintergrund die Kiebitz-Betreuer.
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Die „Nestprämie“ wird überreicht. Vorne von links: Margit Böhm von der Unteren Naturschutzbehörde, die Landwirte Franz Sigl und Martin Huber sowie Bürgermeister Konrad Linner. Im Hintergrund die Kiebitz-Betreuer.
  • VonChrista Auer
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„Kie-Witt“– der Kiebitz sagt Danke. Stellvertretend überreichte Margit Böhm von der Unteren Naturschutzbehörde mit Bürgermeister Konrad Linner den Landwirten Martin Huber und Franz Sigl in Amerang eine sogenannte „Nestprämie“ für ihr Engagement im Rahmen des BayernNetzNatur-Projekts „Netzwerk für den Kiebitz“.

Amerang – Als kleine Anerkennung erhielten sie einen Einkaufsgutschein.

Dies sei eine gute Gelegenheit, mal den Fokus auf die vielen Landwirte zu richten, „die auf die Natur schauen und sich Zeit für Schutzprojekte nehmen“, betonte der Bürgermeister. Diesen sorgsamen Umgang brauche es, und das müsse in der Öffentlichkeit auch so dargestellt werden.

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Der Kiebitz sei nur ein Beispiel.

Kiebitz braucht Rücksicht zur Jungenaufzucht

Die Zahl dieses „Allerweltvogels“ ist stark zurückgegangen, ebenso wie seine ursprünglichen Lebensräume. Feuchte spät gemähte Wiesen sind heutzutage meistens entwässert und zu Äckern umgebrochen. Der heimische Wiesenvogel muss auf landwirtschaftlich genutzte Flächen ausweichen. Problematisch wird es dabei nicht nur beim Schutz vor Fressfeinden und der Nahrungssuche, sondern auch, wenn mit der Bearbeitung begonnen wird. Bei der maschinellen Bewirtschaftung werden häufig die Nester zerstört oder die Küken kommen zu Tode.

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Um Strategien zur Sicherung der Kiebitz-Bestände zu entwickeln, ist eine enge Zusammenarbeit mit den Landwirten vorausgesetzt.

Markieren, umfahren und anders mähen bietet Schutz

Wie beispielsweise in Amerang: Vor der Maissaat wurden hier die Gelege der Bodenbrüter auf den noch nicht bearbeiteten Äckern entdeckt und das Brutgebiet gesichert. Damit die Vögel in Ruhe brüten konnten, werden von ehrenamtlichen Kiebitz-Betreuern in Zusammenarbeit mit den Landwirten Brutflächen markiert und bei der landwirtschaftlichen Bearbeitung umfahren. In der Gemeinde Amerang wurden so mehrere Gelege aktiv geschützt.

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Nach dem Schlüpfen brauchen die Jungen, die dann auf der Suche nach Nahrung mit den Altvögeln umher wandern, weiterhin den Schutz der Landwirte. Durch eine naturschonende Mahd von innen nach außen bleibt den flugunfähigen Küken die Chance zur Flucht.

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Nach rund vier Wochen können die „Pullis“ dann fliegen und mit der Kiebitz-Schar in Richtung Süden ziehen, um im kommenden Jahr zurückzukehren und von Neuem den Frühling anzukündigen.

Kiebitze sind nämlich absolut standorttreu.

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