Kickende Kinder ein Lärmproblem?

Hier der Bereich der Seestraße, der am Pfarrer-Möderl-Weg liegt. Gleich links vom Weg beginnt der Sportbereich.
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Hier der Bereich der Seestraße, der am Pfarrer-Möderl-Weg liegt. Gleich links vom Weg beginnt der Sportbereich.

Eiselfing – Sind schreiende Fußballkinder ein Lärmproblem?

Diese und weitere Fragen stellten sich bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Eiselfing zum geplanten Neubau eines Zweifamilienhauses mit zwei Carports. Die Gründe: Der Bereich an der Seestraße bezüglich der Ausfahrt erschien im Plan als zu eng bemessen, die Sichtverhältnisse blieben unklar. Zudem befinden sich genau gegenüber dem Pfarrer-Möderl-Weg die Sporthalle und der Sportplatz, was die Frage der zulässigen Immissionen aufwarf. Auch sei die Stellplatzfrage noch nicht völlig geklärt, stellte man fest. Alles in allem Grund genug für die Räte, letztlich einstimmig eine Zurückstellung des Bauantrages zu beschließen.

Zunächst wurde nach dem Vortrag des Vorhabens durch Bauamtsleiter Lau-rentius Fischer deutlich, dass es eng hergehen könnte mit der Zufahrt und den Carports an der geplanten Stelle. Auch die Frage der nötigen Stellplätze erschien unter möglicher Anwendung einer neuen Stellplatzsatzung nicht ausreichend geklärt werden zu können. Jedenfalls müsse ein Sichtdreieck zum ausfahren eingehalten werden, was die Carports betreffe, nur das Freilassen eines kleinen Teilbereiches sei zu wenig, so Fischer. Da könnte auch schon ein abgestelltes Auto zum Sichthindernis werden.

Manfred Bierwirth (UWE) forderte, das Sichtdreieck größer zu machen, Sebastian Pauker (CSU) regte eine Ortsbesichtigung an, um das Problem zu lösen und Josef Hintermeier (CSU) fand es hilfreich, die Polizei zur Prüfung des Sachverhalts hinzuzuziehen. Bürgermeister Georg Reinthaler (Grüne/SPD) sah eine Lösung in einem erneuten Gespräch mit dem Architekten und dem Bauherrn.

Unterschied zwischenSpielplatz- und Sportplatzlärm

Dass die Sportanlage betreffs Lärmimmissionen ein Problem werden könnte, wenn der Pegel im Misch gebiet überschritten werde, wurde auch befürchtet, da die E- und F-Jugend beim Spielen eben schreien würden. Dies sei aber doch Kinderlärm und damit keine Belästigung, warf Manfred Bierwirth (UWE) in die Waagschale und Rupert Reininger (UWE) bemerkte, dass es in der Beziehung immer schon Lärmprobleme mit Fußballspielen gegeben habe.

Laurentius Fischer stellte klar, dass einerseits zwischen Spielplatz- und Sportplatzlärm unterschieden werden müsse, letztlich aber immer die Gemeinde als Verursacher gesehen werde. In jedem Falle bestehe auf dem Grundstück Baurecht, da es im Innenbereich läge.

Damit schloss man die Diskussion ab und einigte sich darauf, erneut das Ge-spräch mit Bauherrn und Architekt zu suchen, eine Verkehrsschau wegen des Sicht dreiecks durchzuführen und auf die Immissionen betreffs Turnhalle und Sportplatz explizit hinzuweisen. kr

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