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Nachgefragt in Wasserburg

Keine kostenlosen Corona-Tests mehr: Das sind die Folgen in der Region

Kostenlose Coronatests sind passé: Seit Juni müssen die Bürger wieder selbst bezahlen.
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Kostenlose Coronatests sind passé: Seit Juni müssen die Bürger wieder selbst bezahlen.
  • VonAnja Leitner
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Coronatests müssen seit Ende Juni selbst bezahlt werden. Wie wirkt sich das auf die Wasserburger Testzentren aus? Wir haben nachgefragt.

Wasserburg – Kostenlose Coronatests sind passé: Seit Juni müssen die Bürger wieder selbst bezahlen. Das wirkt sich auf die Testzahlen aus. Gerhard Bieber, Pressesprecher der Johanniter Regionalverband München, erklärt, dass fast alle Testzentren im Großraum München, die die Johanniter betreiben, geschlossen hätten.

Anfangs wären vom Verein noch elf Zentren unterhalten worden, doch schrittweise habe der Verein den Betrieb eingestellt – die Station in Wasserburg sei die letzte, so Bieber. „An manchen Tagen haben sich in München im Schnitt etwa zwei Personen pro Stunde testen lassen“, erklärt er. So sei die Arbeit der Johanniter nicht mehr finanzierbar gewesen.

Die Grafik zeigt die Vergleichszahlen des Johanniter Testzentrums: 2021 sind täglich noch im Schnitt 127 Test durchgeführt worden. Zur selben Zeit im Juli 2022 sind es nur noch 41 Test pro Tag.

Wasserburg vorerst nicht betroffen

Dass das Testzentrum in Wasserburg ebenfalls schließe, stehe aber zurzeit nicht zur Diskussion. „In Wasserburg ist die Anzahl der Testungen deutlich zahlreicher und beständiger als in München“, sagt der Pressesprecher. Das hänge maßgeblich mit der geringeren Konkurrenzsituation zusammen – denn die Innstadt habe insgesamt nur zwei Testzentren. Zudem sichere die ehrenamtliche Mitarbeit der Belegschaft den Erhalt der Stationen, so Bieber. „Grundsätzlich beschäftigen die Bürger heuer aber auch viele andere Themen, wie der Krieg in der Ukraine und die damit zusammenhängenden Preissteigerungen“, meint er. „So ist das Thema Corona in den Hintergrund gerückt.“

Von 19. bis 25 Juli 2022 ließen sich bei den Johannitern in Wasserburg durchschnittlich 41 Menschen am Tag testen. Zur selben Zeit im vergangenen Jahr waren es bei den Johannitern täglich noch 127 Personen – also 86 Testungen weniger. Allerdings waren in dieser Zeit die Corona-Tests für alle Bürger kostenfrei. Deswegen sei auch ein Vergleich zwischen den beiden Jahren schwierig, betont der Pressesprecher.

Darüber hinaus hätten die Johanniter auch die Öffnungszeiten reduziert: Geöffnet ist täglich nur noch von 15.30 Uhr bis 19 Uhr. Vergangenes Jahr war das Zentrum auch vormittags geöffnet und es gab auch Testungen von Kindergartengruppen, sagt Bieber.

Auch im Löwen-Testzentrum am Gries beläuft sich die Anzahl der Corona-Abstriche auf etwa 30 bis 40 pro Tag, berichtet Fabian Worm, Standortleiter des Testzentrums von Medicare, das die Wasserburger Löwen bereitstellen.

Drei verschiedene Kategorien

Laut Bundesministerium für Gesundheit gibt es drei verschiedene Zahlungskategorien: Kostenfreie Tests – zum Beispiel für Kinder unter fünf Jahren, oder für Besucher und Bewohner von Krankenhäusern und ähnlichen Einrichtungen.

Kostenreduzierte Tests, bei denen drei Euro an Kosten anfallen – zum Beispiel für Personen, die Kontakte zu Menschen über 60 Jahren haben, oder Nutzer der Corona-Warn-App, die eine Meldung mit der Statusanzeige „Erhöhtes Risiko“ erhalten haben.

Kostenpflichtige Tests: Für alle, die keinen offiziellen Grund für den Corona-Abstrich haben, gilt: selbst bezahlen. Kostenpunkt: 15 Euro.

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