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Aus dem Bauausschuss

„Kein Klotz“ in Haag: Das beanstandet die Marktgemeinde

Hier im Anna-Hage-Weg könnte ein Gebäude mit drei Wohneinheiten entstehen.
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Hier im Anna-Hage-Weg könnte ein Gebäude mit drei Wohneinheiten entstehen.
  • VonAnja Leitner
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Der Haager Bauausschuss hat lange über das geplante Wohnhaus im Anna-Hage-Weg diskutiert. Wie es jetzt weiter geht.

Haag – Lange Diskussionen gab es im Haager Bauausschuss: Wieder einmal ging es um die Änderung des Bebauungsplans im Anna-Hage-Weg. Seit 2017 wird wegen des geplante Wohnhauses debattiert – damals noch mit dem vorhergehenden Gremium (wir berichteten). Wiederholt wurde daraufhin gewiesen: Das Baufenster sei zu groß, das Gebäude zu wuchtig. Und auch in der jüngsten Sitzung wurden genau diese Punkte beanstandet.

Die Lettl Hausbau GmbH, die für die Planung verantwortlich ist, habe zwar das Baufenster nach unten korrigiert, aber für Bürgermeisterin Sissi Schätz (SPD) ist die Verkleinerung der Länge des Gebäudes von 26 auf 23,5 Meter Länge „zu marginal“.

Nicht um jeden Preis Wohnraum schaffen

Darüber hinaus nehme das Gebäude das gesamte Baufenster ein. Es sei also kein Platz mehr, um Bäume anzupflanzen oder Spielgeräte aufzustellen. An der Breite des Hauses hätte sich auch nichts verändert. „Ich weiß nicht, ob die Planung gut durchdacht ist“, so die Rathauschefin.

Auch Eva Rehbein (SPD) stimmte dieser Ansicht zu. Sie wolle eine „drastische Reduzierung“, ansonsten könne sie der Änderung „nach wie vor nicht zustimmen. Wir wollen Wohnraum schaffen, aber nicht um jeden Preis. Dieser Klotz passt nicht in die Umgebung“, meinte sie. Dem stimmte auch Bernhard Grabmeyer (FWG) zu. Er bezeichnete den geplanten Bau als „Fremdkörper“, der sich nicht ins Ortsbild füge. Er fand, dass die Größe auf 18 Meter Länge korrigiert werden sollte. Klaus Breitreiner (CSU) plädierte dafür, möglichst wenig Fläche zu versiegeln und fände „ein kleineres Haus schöner“. Florian Haas (PWG) stimmte seinen Ratskollegen hinsichtlich der Größe zu: „Es ist schon ein massiver Bau. Trotzdem müssen wir mehr Wohnraum innerorts schaffen und weniger Flächen außerhalb verbauen. Optimal ist es nicht. Ich will auch nicht, dass Haag verschandelt wird – das ist hier aber nicht der Fall. Und es entstehen immerhin drei neue Wohneinheiten“, verdeutlichte er.

Stefan Högenauer (CSU) war „hin- und hergerissen“. Von der Höhe würde es für ihn „besser passen“, als beim vorgelegten Bebauungsplanentwurf 2017. Er schlug vor, zwei Baufenster für das Grundstück einzuplanen, was laut Sabrina Grünke, Mitarbeiterin des Bauamts, möglich wäre. Außerdem plädierte Högenauer für eine Länge von 20 Metern anstatt der erstmals von Lettl Hausbau vorgeschlagenen 26 Meter und nochmals korrigierten 23,5 Meter.

Viele Punkte sind zu berücksichtigen

Das Gremium war einstimmig dafür, den so vorgelegten Entwurf zu ändern. Die Planung wird unter Berücksichtigung folgender Punkte gebilligt: Es sollen zwei Baufenster festgelegt werden mit einer Größe von 20 Metern Länge und 12,20 Metern Breite, wobei beide Baufenster diese festgelegte Größe nicht überschreiten dürfen. Dafür stimmte der Ausschuss mit 7:3 Stimmen.

Außerdem legte das Gremium mit einer Gegenstimme drei Wohneinheiten fest. Der Vorschlag von Grabmeyer, die Größe auf 18 Meter Länge zu korrigieren, wurde mit 7:3 Stimmen abgelehnt. Die Verwaltung wird die Grundflächenzahl (GRZ) und die Geschossflächenzahl (GFZ) an die vom Ausschuss beschlossene Größe des Gebäudes anpassen. Der Beschluss dazu war einstimmig.

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