Kein Gewinner

Wasserburg – Noch gibt es kein absolut befriedigendes Konzept für die Neugestaltung des Greinbräu-Bereiches.

Obwohl 65 Arbeiten eingereicht worden waren, vergab die Jury für den rund 400 000 Mark teuren „städtebaulichen Ideen- und Realisierungswettbewerb ehemaliges Greinbräu-Gelände“ keinen ersten Preis.

Vor allem wegen des städtebaulichen Konzeptes und der Einfügung in den Ort seien die Arbeiten ausgewählt worden, so die Jury. Beide Entwürfe wollen den Burghang freihalten. Der historische Brunnenhof werde nach Osten erweitert, eine Fußwegverbindung vom Kirchplatz zur Ledererzeile werde geöffnet, sodass sich der ehemalige Hinterhof zu einem neuen städtischen Freiraum entwickeln könne.

Rund 25 Prozent der Nutzfläche für Läden und Gastronomie, 15 bis 20 Prozent für Büros und 50 bis 60 Prozent für Wohnungen zu schaffen – das war die Vorgabe des Wettbewerbs, der nach dem Verkauf des Geländes an die Firma Fasching ausgeschrieben wurde. Dass kein erster Preis herauskam, begründet Dr. Geiger damit, dass es letztlich „keine geniale Lösung“ gegeben habe, die herausgestoßen wäre.

Von einem wahren „Boom“ sprach Bereitschaftsleiter Andreas Roder: Bei der Hauptversammlung der Wasserburger Bergwacht waren alle Plätze besetzt, auch zahlreiche Neumitglieder kamen. Die Bereitschaft hat 51 Mitglieder und 14 Anwärter. Mit 14 Anwärtern liegt man zwar an der Spitze aller Bereitschaften, die Sorge vor einem Mangel an Nachwuchs und einer in wenigen Jahren eintretenden Überalterung beschäftigt jedoch auch die Wasserburger.

Das Dienstgebiet, die Kampenwand, war an insgesamt 139 Tagen besetzt, 29 Abtransporte verletzter Personen wurden im vergangenen Jahr durchgeführt. Roder lobte die schnelle Einsatzbereitschaft seiner Mitglieder und das Verständnis der Arbeitgeber, die die Bergwachtler für Einsätze freistellten.

Weitere Meldungen inder Woche vom 23. bis zum 29. März 1995:

München – Das Inkrafttreten des Schengener Abkommens hat an den Grenzen zu Österreich und Tschechien zu kilometerlangen Staus geführt. Viele Autofahrer reagierten verärgert auf die verschärften Kontrollen. Dem Abkommen, das den Bürgern der Mitgliedstaaten freieres Reisen ermöglicht, gehören bisher Deutschland Belgien, Frankreich, Luxemburg, Spanien, Portugal und die Niederlande an.

Bremen – Das östliche Mittelmeer ist salziger und wärmer geworden. Der Anstieg von Temperatur und Salzgehalt sei aus ozeanografischer Sicht „sensationell“, schreibt die Universität Bremen. Das Tiefenwasser des östlichen Mittelmeers stammte bisher aus der Adria. Die neuen Daten zeigen, dass sich wärmeres, sehr salzhaltiges Wasser aus der Ägäis unter das Wasser der Adria geschoben hat.

Kopenhagen– Die Dänen und die Belgier sind die süßesten Europäer. Mit einem Zuckerverbrauch von 44,8 Kilogramm pro Kopf halten die Dänen 1994 die Spitze in Europa, gefolgt von den Belgiern, die pro Kopf 42,4 Kilogramm vernaschen. Die Deutschen liegen mit 35,6 Kilogramm im Mittelfeld.

Gießen – Einen Leinenzwang für Katzen von Mitte März bis Mitte Juli hatte der Leiter des Instituts für Geflügelkrankheiten an der Gießener Universität, Erhard Kaleta, gefordert. Katzen seien in dieser Zeit eine große Gefahr für brütende Singvögel.

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