Katholische Wochenzeitungen werden vereint

Das katholische Sonntagsblatt verändert sich weiter: Präses Georg Greimel (links) mit der bisherigen und Obmann Anton Baumann mit einer aktuellen Ausgabe. Penzkofer

Wasserburg/Attel –. Die Pfarrgruppe der Marianischen Männerkongregation Attel traf sich im Anschluss an einen Gottesdienst am zweiten Fastensonntag mit Präses Bruder Georg Greimel, Pfarrvikar Franz Finkenzeller und Diakon Franz-Josef Weppelmann zur Jahresversammlung im Pfarrsaal.

Mit einer umfangreichen Rückschau auf heimische und auswärtige Veranstaltungen berichtete Ortsobmann Anton Baumann vom Treffen der Sodalen-Obmänner in Haag und brachte die zahlreiche Teilnahme an regionalen Veranstaltungen und Hauptfesten in Altötting lobend zum Ausdruck. Der Finanzbericht der kirchlichen Vereinigung weist einen soliden Kassenstand auf.

Der aus Altötting angereiste Präses der Marianischen Männerkongregation, Bruder Georg Greimel, berichtete für alle Anwesenden überraschend über die grundlegende Veränderung des „Altöttinger Liebfrauenboten“. Eine besondere Bedeutung hat diese Mitteilung vor allem für jene Sodalen, die schon seit Jahrzehnten eifrige Leser dieser deutschlandweit einzigen marianischen Sonntagszeitung sind.

Der „Altöttinger Liebfrauenbote“ wurde am 6. Januar 1895 in Altötting gegründet. Seit 125 Jahren – nur während der Kriegszeit für vier Jahre von den Nationalsozialisten verboten – präsentiert er sich als Sonntagsblatt für das katholische Volk sowie als Sprachrohr und Informationsquelle der Wallfahrt. Die mit unterhaltsamen Erzählungen und Bildreportagen ganz auf Altötting-Pilger zugeschnittene Publikation wurde bisher von der Marianischen Männerkongregation und der Bischöflichen Administration der Kapellstiftung in Altötting herausgegeben. Aufgrund sinkender Auflagen werden nun das „Passauer Bistumsblatt“ und der „Altöttinger Liebfrauenbote“, zwei traditionsreiche katholische Wochenzeitungen, schrittweise zusammengelegt. Das Bistum Passau übernimmt die He rausgeberschaft; ab 2022 soll dann eine gemeinsame Zeitung erscheinen. Damit grenzt sich das Bistum bewusst von anderen Diözesen ab. Deren Entscheidung, ihre Zeitungen ganz einzustellen, hält man in Passau für „kurzsichtig“, so der Präses.

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