Zum Tod von Karl Heidenecker

Soyen - Kurz vor der alljährlichen Lindenmesse in Öd, die für Karl Heidenecker immer einen besonderen Höhepunkt des Jahres bedeutete, verschied der bekannte Soyener nach langer Krankheit. Sehr viele Menschen verabschiedeten den beliebten Jäger und Jagdhornbläser im Soyener Pfarrzentrum. Das Requiem hielt Pfarrer Dr. Rudolf Haderstorfer. Nachfolgend sprachen Schützenmeister Peter Eichstätter von den Burgschützen Rieden, Wolfgang Eiselmann von den Soyener Jagdhornbläsern, Frank Merzdorf für die Kreisgruppe Wasserburg sowie Bonifaz Viehauser vom Hegering einen persönlichen Nachruf. Von der Soldaten- und Kriegerkameradschaft sprach Vorsitzender Sebastian Freundl.

Karl Heidenecker kam am 28. Juni 1944 in Wasserburg zur Welt, wo er auch seine Kindheit auf dem elterlichen Gasthof am Hochgarten verbrachte und zur Schule ging. Anschließend machte er eine Lehre als Schreiner und übte seinen Beruf zunächst in verschiedenen Betrieben aus, bis er 1966 bei der Bundesbahn seine Lebensstellung fand. Im Einsatz war er in München und Rosenheim, bis er 1998 aufgrund einer schweren Operation in Vorruhestand ging. Aus der 1965 mit Christa Lederer geschlossenen Ehe gingen zwei Kinder hervor, ein Sohn und eine Tochter. Als sehr naturverbundener Mensch machte Karl Heidenecker das Wandern große Freude, auf den Heuberg ging er sogar wöchentlich mit seinen Freunden. Seine Leidenschaft galt der Jagd, zudem gehörte er auch zu den ersten Mitgliedern der Soyener Jagdhornbläser, die 1972 entstanden. Durch seinen Sohn, der bei Lüneburg wohnt, pflegte Karl Heidenecker seit Jahren regen Kontakt zu den dortigen Jagdhornbläsern in Betzendorf.

Noch Ende Mai hatte der passionierte Jäger mit den Jagdhornbläsern eine Maiandacht in Albaching musikalisch gestaltet, der Gottesdienst an der Lindenkapelle am morgigen Sonntag wird das erste Mal ohne Karl Heidenecker stattfinden. mbe

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