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Aus dem Gemeinderat

Kann Griesstätt auf mehr Fördergelder hoffen?

Anton Wallner und Gwendolin Dettweiler bei ihrem Vortrag in der Schulturnhalle Griesstätt.
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Anton Wallner und Gwendolin Dettweiler bei ihrem Vortrag in der Schulturnhalle Griesstätt.

Die LEADER-Aktionsgemeinschaft Mangfalltal-Inntal hat dem Griesstätter Gemeinderat die Vor- und Nachteile einer Mitgliedschaft vorgestellt. So hat sich das Gremium entschieden.

Griesstätt – Um eine Aufnahme der Gemeinde Griesstätt in die seit 2007 aktive LEADER-Aktionsgemeinschaft Mangfalltal-Inntal und eine Vorstellung der Fördermöglichkeiten bei einer solchen Mitgliedschaft ging es vornehmlich in der jüngsten Gemeinderatssitzung in der Schulturnhalle.

Anton Wallner, Vorsitzender der LEADER-Aktionsgemeinschaft Mangfalltal-Inntal und Bürgermeister von Bad Feilnbach, und die Managerin der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Mangfall-Inntal, Gwendolin Dettweiler, gaben sich bei ihrer umfänglichen Präsentation viel Mühe, die Grundlagen und Potenziale sowie bereits abgewickelte und laufende Förderprojekte vorzustellen.

Eine Entscheidung für oder gegen eine Mitgliedschaft der Gemeinde Griesstätt wurde am Ende einer kurzen Aussprache aber noch nicht getroffen. Ein Grund hierfür war unter anderem ein Feuerwehreinsatz, der drei Gemeinderatsmitgliedern nicht ermöglichte, die Präsentation in Gänze zu verfolgen.

Mehr als nur ein europäisches Förderprogramm soll das durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raums sein. Ziel von LEADER ist die Stärkung der Zusammenarbeit, die Vernetzung der Regionen und vor allem die Beteiligung der Bürger vor Ort in verschiedenste Vorhaben, deren Finanzierung nicht zu den Pflichtaufgaben einer Kommune gehören.

Das betreffe, so Dettweiler, Bauprojekte, Konzepte und Studien ebenso wie Vorhaben aus den Bereichen Sport, Kultur, Landwirtschaft, Umwelt, Tourismus und Soziales.

Dass auch Griesstätt in den Genuss von Projektzuschüssen im Förderzeitraum bis 2027 kommen könnte, zeigten die Darlegungen der Referierenden im Verlauf des Vortrages anschaulich auf, ebenso die Voraussetzungen für eine Aufnahme als neue Mitgliedsgemeinde, eine solche würde das Gebiet Mangfall-Inntal im Nordbereich über Rott und Pfaffing hinaus vergrößern.

Ein Beitrittsbeschluss müsste dann allerdings noch von der Mitgliederversammlung der LAG bestätigt und dann bei der AELF mit Anschreiben eingereicht werden. Dem stehe aber nichts entgegen, so Wallner.

Der Beschluss über einen Beitritt, der einen Jahresbeitrag von 4.100 Euro bis zum Ende der Förderperiode 2027 plus zwei Jahre Abwicklungsdauer mit möglicher Verlängerung beinhalten würde, wurde im Anschluss abgewogen. Ideen gäbe es in der Kommune genug, wurde zunächst von Bürgermeister Robert Aßmus (parteifrei) festgestellt. Konkret nannte er den Eckerstadel, die Murnbrücke oder einen Bike-Park. Es zeigte sich aber trotz aller zustimmenden Äußerungen mehrerer Gemeinderäte und nach einigen Nachfragen durch Jürgen Gartner und Rudolf Liedl (beide GfuG), dass noch interner Klärungsbedarf besteht.

Auch zeigte sich Helmut Schuster (BfG) besorgt darüber, dass die touristisch mehr ausgerichteten Mitgliedsgemeinden im Süden dann im nächsten Jahr doch schneller und erfolgreicher beim Abgreifen der zur Verfügung stehenden Fördermittel sein könnten.

Eine sofortige Beschlussfreudigkeit war letztlich nicht recht zu spüren, das Gremium solle alles erst mal setzen lassen, so Helmut Schuster (BfG) und sich doch noch mal bei Mitgliedsgemeinden wie Pfaffing erkundigen, wie Martin Fuchs (BfG) es vorschlug. Eilen würde es noch nicht, wurde auch festgestellt, da erst Anfang 2023 die Mitgliederversammlung der Aktionsgemeinschaft überhaupt über eine Griesstätter Mitgliedschaft entscheiden würde.

Letztlich kam auch eine von Bürgermeister angeregte, spontane Meinungsabfrage unter den Räten nicht zustande, da offensichtlich befürchtet wurde, eine solche würde bereits einen offiziellen Beschluss, der jetzt für die nächste Sitzung geplant ist, vorwegnehmen.

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