Kanalbau in Reitmehring geht ins Finale

Reitmehring – Der alte Stadtrat hat in seiner Abschiedssitzung noch den Maßnahmenbeschluss für die letzte große Kanalbaumaßnahme in Reitmehring Süd gefasst.

Einstimmig befürworteten die Mitglieder die Arbeiten, die noch heuer durchgeführt werden sollen und 1,264 Millionen Euro kosten. Wie mehrfach berichtet, ist das Kanalnetz in Reitmehring Süd stark beschädigt. Es wird neu strukturiert. In diesem Zusammenhang wird die Pumpstation an der Bahnhofstraße aufgelöst, das dort anfallende Abwasser unter der Bundesstraße 304 hindurch Richtung städtisches Pumpwerk „Meggle“ geleitet. Auch die Schmutzwasserkanäle der Molkerei werden angebunden. Das ist der letzte große Schritt, um den alten Hauptsammler westlich der Bundesstraße 15 endgültig stilllegen zu können, teilte die Bauverwaltung mit. Eine seitens der Stadtwerke angedachte Mitverlegung einer Wasserleitung unter der B 304 könne ebenfalls realisiert werden.

Alle Maßnahmen müssen, weil der Stadtrat mehrheitlich den Klimanotstand ausgerufen hat, auf ihre Auswirkungen in puncto Emmissionen geprüft werden. Die Tatsache, dass in der Beschlussvorlage von negativen Auswirkungen durch den Kanalbau auf den Klimaschutz die Rede war, stieß bei Lorenz Huber (Bürgerforum) auf Kritik. Verbesserungen im Abwassernetz seien positiv für die Umwelt, schließlich könnten undichte Kanäle dafür sorgen, dass Abwasser ins Grundwasser gelange, fand Huber. Bürgermeister Michael Kölbl betonte, „Sie sprechen mir aus der Seele“, verwies jedoch auf die Tatsache, dass die Baumaßnahme an sich den Klimaschutz beeinträchtige. Norbert Buortesch (Bürgerforum) fragte nach dem Stand rund um Neuordnung der Wasserversorgung Meggle/Edling. Die Machbarkeitsstudie sei in Arbeit, erklärte Kölbl. Die Stadt befinde sich weiterhin in Gesprächen mit der Nachbargemeinde und der Molkerei Meggle. duc

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