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LESERFORUM

Kampf um die Mittelschule Eiselfing: „Falsch verstandener Lokalpatriotismus“

Zu Unrecht steht die Gemeinde Amerang beim Kampf um den Erhalt der Mittelschule Eiselfing am Pranger, findet Leser Rupert Rußwurm aus Amerang.

Zur Berichterstattung über die Zukunft der Mittelschule Eiselfing:

Ruper Rußwurm, Amerang

„Mit Entsetzen verfolge ich in Sachen Mittelschule Eiselfing die Repressalien gegenüber der Gemeinde Amerang. Durch perfekt gesteuerte Kampagnen wird versucht, zu polarisieren. Höhepunkt der Kampagne: Es wurden Schüler mit Unterschriftenlisten von Tür zu Tür geschickt. Auch bei mir klingelte ein Fünftklässer. Es werden also sogar minderjährige Kinder instrumentalisiert.

Ich kann mich nicht erinnern, während meiner 36-jährigen Tätigkeit als Gemeinderat so massiv angegangen worden zu sein wie dies der derzeitige Gemeinderat über sich ergehen lassen muss. Umso mehr ist angesagt, kühlen Kopf zu bewahren und die Fakten zu benennen. Tatsache ist: Die Schule Eiselfing besuchen derzeit gut 250 Schülerinnen und Schüler, davon 110 die Mittelschule. In den Jahrgangsstufen 5 bis 9 gibt es jeweils nur eine Klasse. Im Schuljahr 1993/94 gab es in Eiselfing noch 17 Klassen bei 404 Schülern. Aufgrund der dauerhaft niedrigen Schülerzahl können keine individuellen Fördermöglichkeiten wie M-Zug, Praxisklasse, Vorbereitungsklasse zur Mittleren Reife oder die Ganztags-Orientierungsklasse angeboten werden. Unter den gegebenen Bedingungen haben Schulleitung und Lehrer der Eiselfinger Mittelschule eine hervorragende Arbeit geleistet. Aber es ist einfach Tatsache, dass hier den Kindern die optimalen, auf sie zugeschnittenen Bildungsmöglichkeiten vorenthalten werden.

Um die Wasserburger Schule zu besuchen, müssen die Schüler einen nur wenige Kilometer längeren Schulweg in Kauf nehmen. Kein Problem, da bereits heute 90 von den 110 Mittelschülern Fahrschüler sind. Auch ohne jede finanzielle Betrachtung sprechen allein die differenzierten Angebote und die hohe Leistungsfähigkeit für die Mittelschule Wasserburg. Bauchgefühl, Nostalgie und falsch verstandener Lokalpatriotismus dürfen den Kindern nicht die beste Bildung vorenthalten.“

Rupert Rußwurm,

Amerang

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