Juniorwahl: Grüne im Landkreis stärkste Kraft

Juniorwahl: Auch die Schülerinnen und Schüler der Haager Realschule gaben ihre Stimmen zur Landtagswahl ab.

– Über 100 000 Schüler der Jahrgangsstufen acht bis zwölf beteiligten sich in der vergangenen Woche an der sogenannten Juniorwahl, die an rund 500 Schulen in Bayern durchgeführt wurde – unter anderem am Gymnasium Waldkraiburg.

„Unsere Schüler haben sich im Sozialkunde-Unterricht lange mit dem Thema beschäftigt, Wahlprogramme studiert und sich natürlich auch am Wahl-O-Mat versucht“, sagt Schulleiter Helmut Wittmann. Am Donnerstag wurde dann gewählt – mit Wahlhelfern, -kabinen und -urnen. Für manche Schüler war es die Generalprobe für den Sonntag. „Es waren in der zwölften Klasse auch Schüler dabei, die schon über 18 Jahre alt sind.“

Bayernweit wurden die Grünen bei der Juniorwahl stärkste Kraft: Mit 28,2 Prozent lagen sie im Gesamtergebnis klar vor der CSU, die auf nur 22,8 Prozent kam. Die SPD stürzte auch bei den Jugendlichen auf 10,8 Prozent ab. Die Freien Wähler holten 6,2 Prozent, die FDP 8,6 Prozent und die AfD 6,3 Prozent.

Im Wahlkreis Mühldorf fiel der Vorsprung der Grünen im Vergleich zum Gesamtergebnis bei Weitem nicht so deutlich aus. Aber auch hier lagen sie bei den Zweitstimmen mit 25,5 Prozent noch vor der CSU (25,1 Prozent). Die SPD kam bei den Jugendlichen im Stimmkreis Mühldorf auf 10.1 Prozent. Die FDP holte 7,2 Prozent, die AfD 6,9 Prozent. Ginge es nach den Schülern im Landkreis, wäre übrigens „Die Linke“ mit 6,6 Prozent im Landtag vertreten. Die Freien Wähler kamen auf 5,7 Prozent.

Insgesamt nahmen an der Juniorwahl im Stimmkreis Mühldorf 931 Jugendliche an fünf Schulen teil: Neben dem Gymnasium Waldkraiburg waren das die Berufsschule Mühldorf, die Realschule Haag, das Gymnasium Gars sowie die Montessori-Schule in Eberharting.

Gegen den Trend wählten die über 600 Jugendlichen im Stimmkreis Altötting. Hier lag die CSU bei den Jungs und Mädchen klar in Front: Mit 28,1 Prozent verwiesen sie die Grünen auf Platz zwei (22,3 Prozent), die SPD erreichte hier immerhin noch 13,6 Prozent. AfD und Freie Wähler lagen bei den Zweitstimmen mit 7,2 Prozent gleich auf, die FDP kam auf 7,1 Prozent. Gewählt wurde an fünf Schulen – unter anderem an der Comenius-Mittelschule in Töging. ha

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