Junge Turmfalken vor dem Abflug – Ein Besuch im Kobel der Gartinger Ölmühle in Schnaitsee

Einer der jungen Turmfalken wagt schon einen Blick vom Nest heraus.
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Einer der jungen Turmfalken wagt schon einen Blick vom Nest heraus.

Fünf junge Turmfalken bewohnen den Kobel in der Gartinger Ölmühle bei Schnaitsee und sind bereit, ihr Nest zu verlassen. Der inzwischen verstorbene Altbauer Toni Lamprecht hatte den Greifvögeln die selbst keine Nester bauen, diese Struktur eingerichtet. Das Angebot wird von den Tieren immer wieder gerne angenommen.

Von Josef Unterforsthuber

Schnaitsee – Einen wunderbaren Anblick – junge Turmfalken – gibt es derzeit unter dem Dach der Gartinger Ölmühle bei Schnaitsee. Wie „Turmfalkenbeauftragter“ Philipp Unterforsthuber beim Fototermin mit den OVB-Heimatzeitungen sagte, werden die fünf jungen Greifvögel wohl in wenigen Tagen das Nest verlassen.

Eltern sind gerade auf der Jagd

„Wir haben Glück, dass die Eltern wohl auf Jagd sind, denn die können schon einmal angreifen, wenn sie ihre Jungen in Gefahr sehen.“

Dazu berichtet Unterforsthuber, dass diese fünf Turmfalken Glück hatten, „denn ein früheres Gelege fiel einem Marder zum Opfer. Aber so haben wir mit der Turmfalkenfamilie gern gesehene Gäste, auch wenn gelegentlich der Kot nicht nur auf dem Boden, sondern auch auf Kleidung und Köpfen landet.“

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Turmfalke ist bei der Nahrung nicht wählerisch

Unter dem Nest befindet sich mit der Werkstatt ein viel besuchter Ort, aber die Falken stört das umtriebige Leben scheinbar nicht. Patrick Schönlein, der den Fotografen der Heimatzeitung hochgefahren hatte, und Sepp Meisl erzählen, dass vor wenigen Tagen wohl schon einer der Jungen versucht hatte, zu fliegen. „Auf dem Boden hopsend schaute er uns an. Wir konnten ihn retten und ins Nest zurückbringen.“

Der Turmfalke ist bei der Nahrungssuche nicht sehr wählerisch. Kleinsäuger, aber auch Vögel, Reptilien und Insekten sind Hauptbestandteile des Speisezettels. Alle Mäusearten sind seine Leibspeise. Aber es wird gefressen, was leicht und einfach zu erbeuten ist. Da Falken selbst keine Nester bauen, sind sie auf Strukturen angewiesen, die ein Nisten ermöglichen. Dafür hat in Gartingder verstorbene Altbauer Toni Lamprecht, mit einem Kobel unter dem Dach gesorgt. „Und wie wir jetzt sehen, wird dieses Angebot gerne angenommen“, sagen Meisl und Schönlein.

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