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350 Gäste in der Badria-Halle

„Wir sind wieder da“: So feierte Wasserburg die Wieder-Auferstehung des Badriazzo-Balls

Pure Freude symbolisierten die Tänzerinnen der Stadtgarde.
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Pure Freude symbolisierten die Tänzerinnen der Stadtgarde.
  • Heike Duczek
    VonHeike Duczek
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Die Wasserburger haben das Tanzen nicht verlernt: Nach zweijähriger Pause wirbelten am Samstag, 7. Januar, 350 Gäste durch die Badria-Halle. Auch der Fasching ist wieder auferstanden: Um Mitternacht übernahm die Garde die Schlüsselgewalt. Über einen Stadtball, bei dem es nur einen kleinen Wermutstropfen gab.

Wasserburg – So muss es sein bei einem Ball: Schon beim ersten Walzer war die Tanzfläche in der Badria-Halle voll - sogar auf den Gängen zwischen den Tischen glitten festlich gekleidete Paare über das Parkett.

Es war der Abend für alle, die leidenschaftlich gerne tanzen - und gut, denn der Saal war sogar beim schwierigen Tango gefüllt, viele zeigten gekonnt auch komplexe Schrittkombinationen.

Die Stadt hatte die Badria-Halle in einen festlich geschmückten Tanzsaal verwandelt.

Die Band TanzBar mit dem Wasserburger Schlagzeuger Jochen Enthammer zeigte sich begeistert über das Können der Gäste: „Schön anzusehen von hier oben“, freute sich Mathias Hof, „Wasserburg hat auffallend viele sehr gute Tänzerinnen und Tänzer.“ Viel Applaus gab es auch für die Auftritte von Trio Tonale mit Ernst Hofmann am Piano, Gerlinde Hofmann am E-Bass und Stefan Schrag am Saxophon. Sie eröffneten den Abend musikalisch und begleiteten in den Tanzpausen und beim Essen.

Freute sich über ein tanzbegeistertes Publikum: die Band TanzBar mit dem Wasserburger Schlagzeuger Jochen Enthammer.

Die Herren unter den Gästen des Balls waren fast alle in dunklen Anzügen gekommen, viele mit Fliege, die Damen in tollen Abendgarderoben: Diese präsentierten sich heuer nicht nur in Lang, die Palette reichte von der Robe mit bauschigem Rock bis zum sexy Mini-Cocktailkleid. Auffallend bei den Farben: viel Blau. Auch das kleine Schwarze feierte eine Renaissance. Für Farbtupfer sorgten mehrere mutige Frauen in knallroten Kleidern. Nicht so oft zu sehen wie vor der Pandemie: Pailletten und Strass.

Fleißige Vor-Tänzer waren Zweiter Bürgermeister Werner Gartner und Ehefrau Edith, die den Ball eröffneten, nachdem die Formationsgemeinschaft des TC Inn-Casino Wasserburg-München gezeigt hatte, wie Leistungssportler tanzen. Ebenso eine tolle Figur auf dem Tanzboden machten Stadträtin Heike Maas, ein Hingucker im Look der goldenen 20iger Jahre, und Ehemann Gerd.

Begeisterte Tänzer: Stadträtin Heike Maas und Ehemann Gerd.

Um Mitternacht kam der Höhepunkt des Schwarz-Weiß-Balls

Um Mitternacht dann der mit großer Spannung erwartete Höhepunkt des Schwarz-Weiß-Balls: der Auftritt der Stadtgarde. Zwei Jahre lang hatte sie das Motto der närrischen Saison geheim gehalten. Die strahlenden Gesichter der Tänzerinnen und Tänzer, als endlich der Vorhang geöffnet wurde, rührten manchen Ballbesucher zu Tränen.

Die Stadtgarde: ein optischer Genuss.

Dann ging es temperamentvoll los: Die Garde unter Leitung von Hofmarschallin Jenny Wagner, Majorin Caro Stemmer und Abteilungsleiterin Nadine Voggenauer hatte mit den Trainerinnen Alex Fischer und Julia Lux ein Showprogramm einstudiert, das die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft thematisierte.

Motive aus der Serie „Avatar“, bei der der Herr der Elemente für Frieden sorgt.

Ein Traum: die Kostüme, entworfen von Chrissy Kaiser. Die Darbietungen lassen sich am besten so auf den Punkt bringen: hinreißend temperamentvoll. Ein Programm, das den Kampf der Elemente in der Welt der Serie Avatar darstellt – mit Happy End, der Vereinigung im großen Show-Down auf der Bühne. Der Funke sprang über auf die Ballbesucher, die begeistert applaudierten. Die Tatsache, dass es aufgrund Nachwuchsmangels bei den Tänzern nicht so viele Hebefiguren gab, machte die Garde durch eine abwechslungsreiche Show zu perfekt ausgesuchter Musik wett.

Zweiter Bürgermeister Gartner („tolles Programm“) zierte sich angesichts dieser getanzten Charmeoffensive nicht lange und übergab den Rathausschlüssel bereitwillig an den stellvertretenden Präsidenten der Faschingsgarde, Jan Richter, begleitet von Präsident Done Gartner.

Gab den Rathausschlüssel dank charmanter Begleitung gerne heraus: Zweiter Bürgermeister Werner Gartner umrahmt von den Trainerinnen Julie und Alex.

Dass das neue Programm gut ankommt, hatte die Garde nach seinen Angaben schon einen Tag vorher beim ersten Festivalauftritt der Saison festgestellt – deshalb wirkte das Präsidium den Abend hindurch relativ entspannt. Die Trainerinnen gaben nach dem Auftritt jedoch offen zu: „So schlimm wie heuer war es noch nie mit dem Lampenfieber.“ Die Zwangspause aufgrund der Pandemie hatte „gefühlt eine Ewigkeit“ gedauert, berichtete Hofmarschallin Jenny Wagner. „Jetzt dürfen wir endlich wieder loslegen - es ist einfach wunderbar, vor allem, weil es so gut gelaufen ist beim ersten Auftritt“, freute sie sich.

Faschingsorden wurden vergeben

Für einen weiteren Höhepunkt des Abends sorgte Moderator Harry Petermann, der launig durch das Programm führte und ebenfalls bewies, dass er es noch kann – „auch wenn der Puls kurz vor Beginn des Balls sehr hoch war“, wie er schmunzelnd zugab. Nach Gartner erhielt Petermann den zweiten Faschingsorden der Saison. Der Moderator begeisterte mit ausgefallenen Tanzschritten auf dem Weg zur Ehrung - das Publikum quittierte den sportlichen Einsatz mit großem Gelächter.

Harry Petermann bekam als Moderator des Abends einen Faschingsorden.

Faschingsorden gab es außerdem für die Familie Schlaipfer, die das Catering übernommen hatte: „Wir sind ja alle etwas eingerostet nach fast drei Jahren Pause, doch wir können es noch“, freute sich Chefkoch Klaus Schlaipfer mit Recht. Denn es gelangen ihm und seinem Team charmanter junger Leute, das Drei-Gänge-Menü stets punktgenau an die Tische zu bringen. Wer sich für Fleisch entschieden hatte, erlebte kulinarisch den Höhepunkt des Abends: ein zartes Rinderfilet vom Feinsten.

„Endlich wieder zusammen“

Das Menü genossen 330 Gäste, etwa 20 kamen am späteren Abend mit Einlass über eine sogenannte Flanierkarte. Mit 350 Besuchern liegt der Ball der Stadt etwa 150 unter der letzten Veranstaltung vor der Pandemie, als 500 den Saal füllten. Ob es am nach wie vor hohen Krankenstand in der Bevölkerung liegt - Corona ist immer noch präsent, die Grippe geht weiter um - oder am Eintrittspreis von 65 Euro, angesichts des Programms mit Live-Tanzmusik und Dre-Gänge-Menü angemessen - aber in Zeiten hoher Inflation und des Sparbedürfnisses vieler Menschen vielleicht doch eine Hürde?

Badriazzo 2023: Die Wasserburger haben das Tanzen nicht verlernt

Die Stadtgarde: ein optischer Genuss.
Temperamentvoller Auftritt der Stadtgarde.
Pure Freude symbolisierten die Tänzerinnen der Stadtgarde.
Feuriger Auftritt: Die Stadtgarde thematisierte die vier Element
Badriazzo 2023: Die Wasserburger haben das Tanzen nicht verlernt

„Endlich! Wir sind wieder zusammen“: Diese Worte von Moderator Petermann brachten die Stimmung derjenigen, die gekommen waren, jedoch gut auf den Punkt. Ein weiteres Stück Normalität im gesellschaftlichen Leben ist zurück in Wasserburg.

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