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Bilanz im Gemeinderat

Jugendarbeit an Schule und im JUZ ist in Obing aktuell wegen der Corona-Pandemie besonders wichtig

Ein Graffiti-Workshop konnte im vergangenen Jahr trotz Corona durchgeführt werden.
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Ein Graffiti-Workshop konnte im vergangenen Jahr trotz Corona durchgeführt werden.
  • vonInge Graichen
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„Zamhoidn“ heißt es in Obing. Die Jugend lässt sich nicht unterkriegen von der Pandemie – auch dank engagierter Schulsozialarbeit und Jugendbetreuer.

Obing – „Gerade in Corona-Zeiten sind Schulsozialarbeit und JUZ Obing City besonders wichtig“, so die Einschätzung der Obinger Gemeinderäte nach dem Bericht von Sebastian Wörndl in der jüngsten Sitzung des Gremiums. Wörndl hatte von seiner Tätigkeit als Schulsozialarbeiter an der Grundschule Obing an den beiden Schulstandorten Obing und Pittenhart und als Betreuer des Obinger Jugendtreffs „JUZ Obing City“ eindrucksvoll berichtet.

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2016 hatte die Gemeinde Obing eine Gesamtstelle für beide Aufgaben geschaffen und damit eine funktionierende Lösung für die offene Kinder- und Jugendarbeit in Obing gefunden. Die Bilanz des Jahres 2020 zeigte, dass sich die Jugendarbeit in Obing in den vergangenen Jahren etabliert hat und stark aufgestellt ist, und das trotz der vielen Einschränkungen für die Aktivitäten gerade im JUZ durch die besonderen Rahmenbedingungen in der Corona-Pandemie.

Die Türen des Jugendtreffs stehen für jeden offen

Wörndl betonte, dass die Durchführung von Projekten unter anderem aus den Bereichen Partizipation, Erlebnispädagogik und Medienpädagogik ein wesentlicher Bestandteil der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Obing sei. Ziel bei allen Aktivitäten sei die Unterstützung der Heranwachsenden in der Phase des Erwachsenwerdens, die Förderung der Jungen und Mädchen in ihrer Selbstständigkeit, unter dem Motto: Die Türen des Obinger Jugendtreffs stehen für jeden Menschen offen, Toleranz, Respekt und Ehrlichkeit sind fester Bestandteil im täglichen Umgang miteinander.

2020 konnten nach der kompletten Schließung Mai und Juni erst im Sommer wieder am JUZ Aktivitäten stattfinden, nach Anmeldung und fast nur draußen, auch kleine Ausflüge. Unter anderem gab es eine Weitsprung-Challenge und Stand Up Paddeln am Obinger See.

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Das alljährliche Zeltlager im Ferienprogramm musste ausfallen, doch gab es Ersatz durch einen Graffiti-Workshop in Kooperation mit der Firma Seele, bei dem ein Schiffscontainer bemalt wurde, einen SUP-Ausflug an den Chiemsee und eine Bergtour auf die Kampenwand mit anschließendem Biwakieren mit durchschnittlich zehn Teilnehmern pro Aktion.

Crowdfunding-Aktion ein Erfolg

Das für 2020 geplante zweite Zamhoidn-Festival im Obinger Strandbad musste zwar coronabedingt ins Jahr 2021 verschoben werden. Doch das etwa 30 Jugendliche starke Zamhoidn- Team arbeitete weiter an den Vorbereitungen und startete unter anderem mit einem Online-Spendenaufruf eine Crowdfunding-Aktion. Dazu wurde ein Video gedreht, in dem Leute vom Festival Team und mehr oder weniger prominente Obinger erzählen, was „Zamhoidn“ für sie bedeutet – auch finanziell mit 5000 Euro nach 40 Tagen fürs Crowdfunding ein voller Erfolg.

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Der große ehrenamtliche Einsatz und das starke Engagement der Zamhoidn-Crew wurde schließlich auch noch belohnt – mit dem Jugendsozialpreis des Rotary-Clubs Traunstein. So stehen 1000 Euro Preisgeld zusätzlich der Jugendarbeit in der Region und der Organisation und Durchführung des kommenden Festivals zur Verfügung.

Wichtiger Ansprechpartner für Eltern und Schüler

Im Bericht über die Schulsozialarbeit an der Grundschule beschäftigte sich Sebastian Wörndl schwerpunktmäßig mit den geänderten Rahmenbedingungen in Corona-Zeiten und ihren Auswirkungen. Es wurde deutlich, dass der Schulsozialarbeiter in der Homeschooling-Phase als Ansprechpartner für Eltern und Schüler wichtige Aufgaben zu erfüllen hatte, sogar bis zur Organisation therapeutischer Unterstützung. In der Zeit des Präsenzunterrichts ging er auch wieder auf die Klassen zu, um mit Aktivitäten die Gemeinschaftsbildung bei den Schülern zu unterstützen.

Wenn Kinder gerne zur Schule gehen

Ansprache im Klassenverbund sei wegen der Corona-Hygieneregeln kaum möglich gewesen, Themenarbeit fand eher in Kleingruppen statt. Insgesamt fiel Wörndl auf, dass die Kinder „wahnsinnig froh waren, wieder miteinander in der Schule zu sein und dass in der Pause weitgehend konfliktfrei zusammen gespielt wurde“, konzentriert auf die eigene Klasse, zumal jeder Klasse ein eigener Pausenhof zur Verfügung stand.

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