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Zweitältester Bürger der Marktgemeinde

Josef Wandinger aus Rain bei Haag feiert seinen 100. Geburtstag

Josef Wandinger, auf dem Bild mit seiner Frau Maria, freut sich über die Glückwünsche des Zweiten Bürgermeisters Stefan Högenauer (rechts) und des Dritten Bürgermeisters Dr. Florian Haas.
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Josef Wandinger, auf dem Bild mit seiner Frau Maria, freut sich über die Glückwünsche des Zweiten Bürgermeisters Stefan Högenauer (rechts) und des Dritten Bürgermeisters Dr. Florian Haas.

Josef Wandinger feierte Ende September seinen 100. Geburtstag im Familienkreis zu Hause in Rain. Der Jubilar ist der zweitälteste Bürger der Marktgemeinde, älter ist nur Felizitas Janssen, die im Juni ihren 100. Geburtstag feierte.

Haag – Mit seiner Frau Maria (92) wohnt der rüstige 100-Jährige noch in seinem eigenen Haus. Er erfreut sich einigermaßen guter Gesundheit und geht mit seinem „Hackelstecker“ auch noch gerne nach draußen. Bescheidenheit und Zufriedenheit zeichnen ihn schon sein Leben lang aus. Unterstützt wird das Ehepaar von seinem ältesten Sohn Sepp und dessen Frau Elisabeth.

Dem Ehepaar fällt es schwer, nicht mehr im und um das Haus arbeiten zu können. Besonders die Heuernte und Holzarbeit fehlt ihnen. Und auch, dass Josef seit einigen Jahren nicht mehr Auto fährt. „Wir sind gern zusammen nach Haag zum Einkaufen gefahren!“, bedauert Maria Wandinger.

Geboren wurde Josef Wandinger in Lappach, Sankt Wolfgang. Dort wuchs er auf, bis sein Vater das Mebeck-Anwesen in Rain kaufte. Viel Arbeit hatte die Familie in der eigenen Landwirtschaft und im Wald. Schon als Junge musste der Sepp fest mit anpacken und auf seine jüngeren Geschwister aufpassen.

Lange Jahre des Krieges vor einer späten Lehre

Sieben Jahre war er dann weg von zu Hause – von 1941 bis 1945 im Krieg und drei Jahre in russischer Gefangenschaft. Hunger und Kälte musste er ertragen, vier Mal wurde er verwundet, doch sein Schutzengel stand ihm zur Seite. Am 1. Januar 1948 kam er endlich heim. Mit dem Zug fuhr er bis Pyramoos. Den Rest des Weges ging er in Holzschuhen. Als erste Mahlzeit in der Heimat wünschte er sich Pfannkuchen. Süßspeisen und Kuchen mag er auch noch heute gerne.

Mit 27 Jahren begann er eine Maurer-Lehre. „Mein Meister war damals ein Jahr jünger als ich.“ Das alte Mebeck-Haus riss er ab und erbaute ein neues Heim mit Nebengebäuden für die Familie. Mit seiner Frau führte er die Landwirtschaft weiter.

Seinen Geburtstag feierten mit ihm seine Söhne Sepp und Franz mit ihren Ehefrauen sowie die Tochter Anneliese. Auch drei der sieben Enkel mit ihren Partnern und vier der acht Urenkel waren dabei. In diesem Kreise fehlte Tochter Lydia, die 2012 an Krebs verstarb.

Neben reichhaltiger Post und Anrufen erhielt der Jubilar viel Gratulantenbesuch von Nachbarn, Verwandten und Freunden sowie von seinem Arzt, Pfarrer Idkowiak und Monika Bauer, Vertreterin des Pfarrgemeinderats Oberndorf. Sie hatte eine dreiköpfige Kindermusikgruppe dabei, die ein Ständchen spielte.

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Abends überraschte ihn eine Abordnung des Krieger- und Veteranenvereins Oberndorf, die sich bei Wandinger für alles, was er in den Kriegsjahren geleistet hat, bedankte. Die Ramsauer Trachtenblaskapelle gab mehrere Stücke zum Besten. Der Zweite Bürgermeister Stefan Högenauer und der Dritter Bürgermeister Dr. Florian Haas überreichten für den Markt Haag zum „ganz besonderen Jubiläum“ einen Geschenkkorb, eine Urkunde und einen Gutschein. „Wir möchten Ihnen auch unseren Respekt entgegenbringen. Sie haben so viel für die Gesellschaft und die Gemeinde geleistet und so viel erlebt, das kann sich unsere Generation gar nicht mehr vorstellen.“ Darüber freute sich der Beschenkte: „Vielen Dank, es ist schön, dass die Gemeinde an mich denkt.“

Da nicht alle Gratulanten auf einmal kommen konnten, empfing der Mebeck-Sepp noch zwei weitere Tage Besuch. Nun ist es für ihn wieder an der Zeit, sich „der Länge nach“ auszuruhen. „Aber nächstes Jahr feiern wir wieder!“

Nach dem Geheimnis seines hohen Alters gefragt, scherzt Josef Wandinger: „Da muss man brav sein!“ re

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