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FIT MIT 90

Jakob Rothmeier: als Ingenieur viel erlebt – in Rott einiges bewegt

Jakob Rothmeier hält sich auch im hohen Alter fit.
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Jakob Rothmeier hält sich auch im hohen Alter fit.
  • VonRichard Helm
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Täglich hält er sich mit einem kleinen Fußmarsch fit: Kein Wunder also, dass Jakob Rothmeier aus Rott mit 90 noch so agil ist. Portrait eines Jubilars, der auf ein erfülltes Leben zurückblickt, das ausreicht, um ein biografisches Buch zu scheiben. .

Rott – Seinen 90. Geburtstag hat Jakob Rothmeier gefeiert. Nach den Lockerungen durfte er es im Kreis seiner großen Familie begehen. So kamen die drei Kinder mit ihren Partnern, neun Enkel und sechs Urenkel. Eine Überraschung präsentierte ihm sein Schwiegersohn Hans Senega: Die Rotter Blasmusik spielte am Gartenweg für den Jubilar.

Jakob Rothmeier hat so viel erlebt – er war sehr engagiert und hat viel bewegt. Man könnte ein Buch darüberschreiben, so die Gratulanten.

Brüder fielen im Krieg

In Zainach wuchs Jakob mit seinen beiden Schwestern auf. Seine beiden Brüder wurden zum Kriegsende noch eingezogen und fielen im letzten Aufgebot. Jakob Rothmeier musste 1944 vorzeitig die Schule verlassen und sofort eine Lehrstelle antreten.

40 Jahre bei der Firma Huber

Der junge Jakob wurde Zimmerer und hatte sich mit 17 Jahren bereits seinen Gesellenbrief erarbeitet. Dann fing er bei der Firma Huber in der Innstraße als Technischer Zeichner an und bildete sich weiter bis zum Ingenieur für Versorgungstechnik. Zur Überwachung von Baustellen war er in ganz Deutschland und im benachbarten Ausland unterwegs. Er blieb bei der Firma 40 Jahre bis zu seinem Rentenalter.

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Schon früh engagierte sich Jakob Rothmeier als Mitglied im Gemeinderat. Diesem Gremium gehörte er 24 Jahre an. Bei dem Bau des Pfarrkindergartens samt Pfarrsaal ab 1952 im Jahr 1953 übernahm er die Bauleitung und wurde Pfarrgemeindebeauftragter.

Der Rotter Kirche sehr verbunden

Als 1968 der Pfarrgemeinderat gegründet wurde, war er 36 Jahre Vorsitzender dieses Gremiums. Es folgten Aufgaben bei der Diözese. Auch danach blieb er der Rotter Kirche verbunden, er schrieb Berichte und Texte. In Rott bot er Kirchenführungen für Gäste an.

Jakob Rothmeier war viel unterwegs. Seine Frau Elisabeth antwortet auf die Nachfrage, wie sie damit zurechtkam, dass ihr Mann so gut wie nie zuhause war, mit einem fröhlichen Lachen: „Bis zum Frühstück war er meistens daheim.“

Nur die Sehkraft lässt nach

Zum Renteneintritt hat sich Jakob Rothmeier vorgenommen, sich fit zu halten. Er ging jeden Tag mindestens eine Stunde. Mit 90 Jahren ist er immer noch 20 Minuten täglich zu Fuß unterwegs.

Eine zunehmende Sehschwäche macht ihm allerdings schwer zu schaffen. Er kann nicht mehr schreiben, nichts mehr lesen und das Fernsehschauen wird eher zum Hören. Aber er lässt nicht nach. Auf die Frage, ob die Augen nicht operiert werden könnten, meinte er, seine Augenärztin hätte ihm gesagt, vielleicht könne man was in zehn Jahren machen. Da wäre er dann 100.

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