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Serie: Rückblick auf 2021 in der Wasserburger Zeitung (2)

Die Jahrhundertsanierung der Wasserburger Stadtmauer beginnt

Der Efeu an der Stadtmauer wurde entfernt. Er wird sich in Zukunft nicht mehr dort ausbreiten.
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Der Efeu an der Stadtmauer wurde entfernt. Er wird sich in Zukunft nicht mehr dort ausbreiten.
  • VonKatharina Heinz
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Auf wohlüberlegtes Wirtschaften ist die gute Finanzlage der Stadt Wasserburg zurückzuführen: Das wird bei der Verabschiedung des Haushaltes im Februar deutlich. Im Rückblick wird beim Blättern durch unsere Zeitung deutlich: Die Kommune ist gut durch das erste Corona-Jahr gekommen.

Wasserburg – Der Vermögenshaushalt ist mit 16,4 Millionen Euro, der Verwaltungshaushalt mit 41,8 Millionen Euro veranschlagt.

Stadt fast schuldenfrei

Die Stadt ist laut Bürgermeister Michael Kölbl quasi schuldenfrei. „Eine tolle Ausgangslage“, findet er. Immerhin stehen auch große Investitionen an – etwa der Neubau des Feuerwehrhauses oder die Sanierung der Grundschule Am Gries.

Einen Negativrekord gibt es dagegen beim Badria zu verzeichnen. Der Stadtrat stellt sich aber hinter das Familienbad und beschließt einstimmig, 1,3 Millionen zuzuschießen, um das Defizit auszugleichen. Kurz darauf wird der Stadtrat schon wieder aktiv.Eine Änderung des Flächennutzungsplanes ermöglicht eine neue Entwicklung des Areals der ehemaligen Essigfabrik: Hier soll einmal ein Wohngebiet entstehen. Bis dahin erfreut die alte Fabrik als Freiluft-Galerie für Graffiti-Kunst. Zu sehen sind das ganze Jahr wechselnde Werke, unter anderem von „Mr. Woodland“.

Während die Wasserburger Stadtgarde als langjährige Institution ihren Corona-Fasching „to go“ und mit Krapfen-Drive-In feiert, erfolgt an anderer Stelle ein Amtsantritt: Bruno Bibinger ist der neue Wasserburger Stadtpfarrer. Seine nächsten Ziele: Er will eine engere Zusammenarbeit zwischen St. Konrad und St. Jakob und neue Akzente der inhaltlichen Arbeit mit Schwerpunkt auf das Wort Gottes.

Mit dem Wasser leben: Das ist ein Talent der Wasserburger. Sichtbar wird es auch an den „kleinen“ Maßnahmen. So beschließt der Stadtrat im Februar, das Mini-Wasserwerk an der Wuhr zu sanieren. Es versorgt 30 Haushalte mit Strom und ist ein wichtiger Eckpfeiler beim Hochwasserschutz. Damit das so bleibt, investiert die Stadt 427.000 Euro für die Instandhaltung. Auf der anderen Seite des Inns wird indes gebaggert. Unterhalb des Stauwerks werden auf rund 150.000 Quadratmetern Laichplätze geschaffen und Löcher im Flussbett ausgebessert.

Und wieder Corona: Während rund 1 200 Teilnehmer bei einer Demo am Badria gegen die Corona-Politik demonstrieren, freuen sich die Wasserburger Grundschüler, am Montag wieder in die Klassenzimmer zurückkehren zu dürfen – zumindest jeden zweiten Tag. Von nun an gilt Wechselunterricht.

Gibt es doch noch eine Chance für die Altstadtbahn? Die Fortschreibung des vom Freistaat auf den Weg gebrachten Programmes „Bahnausbau Region München“ hat zumindest eine entsprechende Untersuchung zur Folge, wie das Verkehrsministerium verlauten lässt.

Konkrete Fakten werden dagegen auf dem Gelände des neuen Zentraldepots geschaffen. Am Herder soll für 3,8 Millionen und nach jahrelanger Planungszeit das neue „Gedächtnis der Stadt“ geschaffen werden. Beim Spatenstich legt Bürgermeister Kölbl selbst Hand an. Museumleisterin Sonja Fehler hat gleich doppelt Grund zur Freude: Denn nach langer Zwangspause öffnet das Museum Wasserburg endlich wieder. Mit Terminvergabe kann nun die verlängerte Sonderausstellung „Busstop“ mit Werken des Malers Stefan Scherer betrachtet werden.

Start für den ersten Bauabschnitt

Anfang März strecken die ersten Frühlingsblumen ihre Köpfe aus dem Boden – und die Wasserburger genießen die Corona-Lockerungen. Zuerst dürfen Floristen und Friseure wieder öffnen, kurz darauf auch der Einzelhandel. Eine Test-Offensive mit Stationen von Johannitern, TSV 1880 und BRK sorgt für eine gewisse Kontrolle des Infektionsgeschehens. Ende März: Los geht es mit der „Jahrhundertsanierung“ der Stadtmauer. Zunächst wird der wuchernde Efeu entfernt. Bauabschnitt eins läuft bis Ende Oktober und reicht vom Roten Turm bis zum Ende Altstadtfriedhof. Danach geht es bis zur Neustraße weiter. Geplant sind, unter anderem eine komplette Sanierung des Mauerwerks. Kostenpunkt: rund 1,7 Millionen Euro. Die Menschen in der Hofstadt bekommen davon nur wenig mit. Sie genießen den ersten autofreien Samstag. Ab sofort gilt in einigen Straßen im Kern der Altstadt: Autos, Mopeds und Co. müssen tagsüber an den Wochenenden draußen bleiben.

Nur Anwohner dürfen noch durchfahren. Da lässt es sich doch gleich viel besser flanieren!

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